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DEL plant vorerst mit Scorpions

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Der Scorpions Spieler Sascha Goc (l) und der Nürnberger Brad Leeb kämpfen um den Puck in Hannover. Nun auch noch der Meister: Mit dem drohenden Aus für die Hannover Scorpions droht der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) endgültig ein Desaster.

Hannover - Der angedrohte Rückzug der Hannover Scorpions lässt die DEL scheinbar kalt. Der Geschäftsführer der Eishockey-Liga spricht von einer "unschönen Situation". Er kämpft mit dem Spielplan.

“Das ist eine unschöne Situation“, erklärte DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke zum möglichen Aus für den deutschen Meister. “Ich bastele derzeit am Spielplan für die nächste Saison. Dabei gehe ich wie bisher von 15 Teams aus. Die müssen erst einmal in Hannover ihre Angelegenheiten klären“, sagte am Freitag der für den Spielbetrieb zuständige Jörg von Ameln im Kölner Ligabüro.

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Spätestens Anfang der nächsten Woche wollen die Niedersachsen entscheiden, ob sie die Lizenz zurückgeben. Bleibt der “letzte Hilferuf“ von Scorpions-Geschäftsführer Marco Stichnoth ohne die erhoffte Resonanz, startet die DEL mit 14 Teams in die Saison. In diesem Fall müsste Clubbesitzer Günter Papenburg, der auch Besitzer und Betreiber der TUI Arena ist, mit Schadensersatzklagen der anderen DEL-Clubs rechnen. “So sehen es die Statuten der Liga vor“, sagte Tripcke in der “Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ (Freitag).

Die DEL hatte erst in der vergangenen Woche dem amtierenden Champion die Lizenz unter Auflagen erteilt und gedacht, “alles wäre in trockenen Tüchern“ (Tripcke). Doch Bauunternehmer Papenburg will nun nicht mehr wie in der Vergangenheit Millionen in den Eishockey-Spielbetrieb investieren. Nicht eingehaltene Zusagen, so seine Sichtweise, seien der Grund für den Sinneswandel, der die Spieler, den neuen Scorpions-Trainer Toni Krinner und die zahlreichen Fans am Donnerstag völlig überraschte.

Der Arena-Chef fordert seit mehreren Jahren die Gründung einer Betreibergesellschaft, um die Kosten für die zur Weltausstellung Expo 2000 gebauten Mehrzweckhalle auf mehrere Schultern zu verteilen. Mindestens drei Partner (Papenburg AG, TUI, Deutsche Messe AG) sollen dabei jeweils fünf Millionen Euro einzahlen. Die Messe AG, deren Eigner die Stadt Hannover und das Land Niedersachsen sind, lehnt das vorgelegte Betreiber-Konzept aber ab.

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Diesen Jubel der kanadischen Eishockey-Olympiasiegerinnen will das IOC überprüfen lassen
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“Der Messe liegen noch keine belastbaren Zahlen vor“, teilte Hannovers Oberbürgermeister Stephan Weil mit. Sobald diese vorlägen, seien wieder Gespräch über den zukünftigen Betrieb der Arena möglich. Weil ist auch Aufsichtsratsvorsitzender der Messe AG und sprach sich als Oberbürgermeister entschlossen gegen die Förderung des Profisports mit öffentlichen Mitteln aus: “Darin sind wir uns auch mit dem Land einig. Ein finanzielles Engagement der Stadt für die Scorpions kann es daher nicht geben“.

Stichnoth, der Geschäftsführer der Scorpions und der TUI Arena ist, setzt seine letzten Hoffnungen auf das Land. Doch der zuständige niedersächsische Wirtschaftsminister Jörg Bode befindet sich im Urlaub, und auch Weil tritt am Wochenende seinen Urlaub an. Unter Zeitdruck scheint eine Lösung kaum machbar, selbst wenn am Freitag aus dem Rathaus zu hören war, dass Hannovers Oberbürgermeister auch per Handy zu erreichen sei.

dpa

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