Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Sudden death für Starbulls

+

Rosenheim/Herne - In einer dramatischen Schlussphase ereilte die Starbulls Rosenheim gestern Abend der sudden death. Die Entscheidung im Play-off-Halbfinale ist somit auf Freitag vertagt! **Live-Ticker zum Nachlesen**O-Töne von Franz Steer**

Das ist Eishockey, das ist Play-off in Reinkultur, das darf sich kein Eishockey-, kein Sportfan entgehen lassen, wenn die Starbulls Rosenheim am kommenden Freitag, 19.30 Uhr, im vierten Play-off-Halbfinalspiel gegen Herne den Einzug in das Finale perfekt machen können. Zwar hätte die Rosenheimer am Montagabend bereits alles entscheiden können, doch nach einem dramatischen Spiel ereilte die Steer-Schützlinge in der Verlängerung bei der 2:3 (1:1/0:0/1:1/0:1)-Niederlage der sudden death („plötzlicher Tod“).

Nachdem es lange Zeit 1:1 gestanden hatte und die Rosenheimer drauf und dran waren den Führungstreffer zu erzielen, dabei aber immer wieder an Hernes Keeper Stefan Vajs scheiterten, erlebten die 1612 Zuschauer in Herne eine unglaubliche Schlussphase. Zweieinhalb Minuten vor Schluss gelang den Gastgebern der zu diesem Zeitpunkt glückliche Führungstreffer durch Tom Fiedler.

Rosenheim setzte danach alles auf eine Karte, nahm seinen wieder starken Torhüter Claus Dalpiaz vom Eis, drängte auf den Ausgleich und kassierte 40 Sekunden vor Schluss eine Strafzeit für Dylan Stanley. Alles schien vorbei, doch 14 Sekunden vor dem Spielende bekam Rosenheim einen Penalty zugesprochen, weil Hernes Kapitän Bader absichtlich das Tor verschoben hatte. Mitch Stephens trat an, blieb kalt wie eine Hundeschnauze und verwandelte zum 2:2-Ausgleich – Verlängerung.

Nach der Eisaufbereitung ging es mit vier Herner gegen drei Rosenheimer Spieler weiter, weil Stanley noch 80 Sekunden auf der Strafbank absitzen musste. Fünf Sekunden vor Ablauf dieser Strafzeit gelang Shawn Mc Neil der Siegtreffer zum 3:2. Rosenheim bot wieder eine hervorragende Leistung, glänzte spielerisch und kämpferisch, hatte die besseren Chancen, doch das Glück war zumindest in diesem Spiel auf Seiten der Gastgeber, die in einem hervorragenden Play-off-Spiel ebenfalls bis an ihre Grenzen gingen.

Statistik: Herne - Starbulls 3:2 (1:1/0:0/1:1/0:1). Tore: 0:1 (4.) Stephan Gottwald (Mitch Stephens, Marcus Marsall), 1:1 (16.) Jan Taube (sechster Feldspieler) (Tom Fiedler, Anton Florian Bader), 2:1 (58.) Tom Fiedler (Shawn Mc Neil, Christopher Schadewaldt), 2:2 (60.) Mitch Stephens (Penalty). Overtime 3:2 (62.) Shawn Mc Neil (Überzahl-Tor) (Darren Doherty, Anton Florian Bader). Zuschauer: 1612. Strafminuten: Herne 10, Rosenheim 10 plus 10 für Stanley.

Steer: „Es macht so viel Spaß“

Es war alles angerichtet für einen tollen Eishockey-Abend: Knapp 3800 Zuschauer, eine vor Selbstvertrauen strotzende Starbulls-Mannschaft und ein dezimierter Gast aus Herne, der auch noch bei der Anreise Probleme (der Busunternehmer hatte sich beim Spieltag vertan) und deshalb nur eine kurze Vorbereitungsphase auf das Spiel hatte. Und dennoch – auch trotz des eher deutlichen 4:1-Endstandes für Rosenheim – hatte das zweite Match der Play-off-Halbfinalserie in der Eishockey-Oberliga wieder seinen speziellen Schlüsselmoment.

Das zweite Drittel hatte gerade begonnen, als Dylan Stanley in Überzahl die Scheibe an der eigenen blauen Linie in ähnlicher Manier verlor wie ein paar Stunden zuvor Schalkes Rafinha gegen den FC Bayern. Doch konnte der Herner Mark Kosick, einer der stark gehandicapten Gäste-Spieler, diese Gelegenheit nicht nutzen und scheiterte am souveränen Claus Dalpiaz im Rosenheimer Tor. „Das war ein großer Save“, musste Hernes Sportdirektor Shannon McNevan neidlos anerkennen - und ein äußerst wichtiger, denn nur wenige Sekunden danach erzielten die Starbulls bei ihrem nächsten Angriff die Führung.

Spätestens ab diesem Zeitpunkt lief das Spiel für die Starbulls. Die Rosenheimer legten einen weiteren Treffer im zweiten Drittel nach und entschieden dann mit zwei tollen Toren im letzten Durchgang die Begegnung zu ihren Gunsten. Dylan Stanley mit zwei Toren und Mitch Stephens sorgten endgültig für Partystimmung im Kathrein-Stadion, die Treffer drei und vier waren zudem technisch herausragend abgeschlossen.

„Die entscheidenden Spieler haben bei Rosenheim sehr gut gespielt“, merkte McNevan an. Es lag aber nicht nur an den erfahrenen Akteuren. Zwar sollte man aus einer geschlossenen Mannschaftsleistung nicht unbedingt jemanden herausheben, doch Marius Möchel verdiente sich die Erwähnung allemal. Zum einen brachte er die Starbulls mit dem 1:0 auf Kurs, zum anderen legte er für Stanley zum 2:0 auf und lieferte auch so eine engagierte, kampfstarke Partie ab. Er war ein guter Ersatz für den gesperrten Alan Reader in der Top-Reihe der Rosenheimer.

Ein Kräfteverschleiß war den Starbulls übrigens nicht anzumerken, auch wenn Steer („Ich sehe momentan soviel Eishockey, dass ich gar nicht mehr sagen kann, was für ein Tag heute ist“) die Strapazen der letzten Wochen noch einmal Revue passieren: „Wir hatten in 23 Tagen elf Spiele, sind dabei viermal nach Bad Nauheim gefahren. Es ist unglaublich, was die Jungs bisher geleistet haben.“ Deshalb kommt er auch zu diesem Fazit: „Es macht so viel Spaß momentan“ - auch wenn die Blasen an den zu kurz geratenen Glücksbringer-Schuhen auch schmerzhafte Momente bereiten...

Statistik: Starbulls Rosenheim - Herner EV 4:1 (0:0, 2:0, 2:1). Tore: 1:0 (22.) Möchel/Stephens, Paderhuber, 2:0 (32.) Stanley/Möchel, Newhook, 3:0 (49.) Stanley/Newhook, Senger, 4:0 (50.) Stephens, 4:1 (51.) Bader/McNeil, Kosick; Strafminuten: Rosenheim 14 plus 10 Disziplinar für Reichel, Herne 23 plus 10 Disziplinar für Doherty plus Spieldauer für Schenkel; Zuschauer: 3785.

tn/bz/Oberbayerisches Volksblatt

Live-Ticker zum Nachlesen

O-Töne von Franz Steer

Die Geschäftsstelle öffnet wieder für den Kartenvorverkauf zu folgenden Zeiten:

Dienstag bis Donnerstag jeweils von 17:00 - 19:00 Uhr sowie Freitag ab 12:00 Uhr.

Quelle: starbulls.de

Kommentare