Wieder nichts zu holen in Bietigheim

Saisonaus für Starbulls mit klarer Pleite besiegelt

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Duell der "Goldhelme": Tyler McNeely entscheidet ein Laufduell gegen Justin Kelly (re.) für sich.
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Bietigheim - Das war´s für die Starbulls. Mit einer weiteren klaren Niederlage in Baden-Württemberg haben sich die Grün-Weißen in die Sommerpause verabschiedet. *NEU: Video*

Vor 3.071 Besuchern in der EgeTrans-Arena haben die Rosenheimer Eishockeyspieler am Sonntagabend das fünfte Playoff-Viertelfinale mit 2:6 (0:2, 1:2, 1:2) bei den Bietigheim Steelers verloren. Die Württemberger haben die Best of Seven-Serie damit mit 4:1 für sich entschieden. Nach dem 0:4 im ersten Aufeinandertreffen und dem 1:5 am Dienstag war es die dritte klare Pleite für die Innstädter im Ellental. Hinzu kam, dass die Oberbayern wie am Freitag (beim 3:7) wieder dumme Gegentore in der jeweils letzten Minute des ersten und zweiten Drittels hinnehmen mussten.

Bietigheim wieder sehr clever

Die Steelers legten wie schon in den letzten Spielen eine unaufgeregte, aber sehr positionstreue und passsichere Spielweise an den Tag – vor allem in Überzahl. Insofern erwies Tyler McNeely seinem Team einen Bärendienst, als er nach gut acht gespielten Minuten in der Rundung der Bietigheimer Zone Dominic Auger völlig übertrieben und unnötig in die Bande checkte und zurecht zwei Strafminuten kassierte. Die zweite Überzahlsituation der Gastgeber führte dann auch zum ersten Tor. Über Dominic Auger und Justin Kelly kam die Scheibe zu Jason Pinizzotto, der im Slot frei abschließen konnten und Lukas Steinhauer mit einem Flachschuss tunnelte (10.).

Leopold Tausch hatte nach Rückpass von Andrej Strakhov die Ausgleichschance, scheiterte aber aus kurzer Distanz am clever reagierende Torwart Martinovic. In den letzten Minuten des ersten Drittels übernahmen die Rosenheimer dann sogar noch die Regie auf der Eisfläche. David Vallorani, dem Stretch die Schussbahn gut freiblockte, scheiterte aber ebenso am guten Bietigheimer Torwart wie Manuel Edfelder, dessen Abschluss aus idealer Position aber viel zu schwach ausfiel. 

Video: Die Highlights der Partie

Wie schon am Freitag in Rosenheim waren es aber einmal mehr die Steelers, die erstens überraschend und zweitens kurz vor der Pausensirene noch einmal zuschlugen. Dominic Auger zielte auf das Rosenheimer Tor, Steinhauer konnte die Scheibe nicht festhalten und Justin Kelly staubte 52 Sekunden vor Drittelende mühelos zum 2:0 ab – es war der erste Treffer des besten und torgefährlichsten Spielers der Hauptrunde in der Playoff-Serie gegen Rosenheim.

Verdienter Anschlusstreffer

Im zweiten Drittel erspielten sich die Starbulls von Beginn an ein Übergewicht, ohne aber zu nennenswerten Torchancen zu kommen. Dafür geriet auch das Tor von Lukas Steinhauer lange Zeit nicht in Gefahr. Lediglich als Bietigheim in Überzahl agieren konnte, war es Justin Kelly, der nach Querpass von Pinizzotto statt ins offener kurze Eck nur das Außennetz traf (28.). Als die Starbulls dann mit zwei Feldspielern mehr agieren konnte, fiel der zu diesem Zeitpunkt völlig verdiente Anschlusstreffer. Die Rosenheimer zogen die Powerplay-Schlinge immer enger, dann zog Peter Lindlbauer aus der Halbdistanz zentral ab und Tyler McNeely fälschte unhaltbar für Torwart Martinovic ab (31.). 

Danach hatten Fenton für die Gastgeber und McNeely für die Starbulls jeweils in Unterzahl Chancen zu weiteren Treffern, ehe die Steelers mit einem Doppelschlag in den letzten beiden Spielminuten vor der zweiten Pausensirene eine Vorentscheidung herbeiführten. Zunächst erzielte Pinizzotto seinen zweiten Treffer, als er einen Rückpass von Matt McKnight freistehend im Slot unhaltbar im rechten oberen Eck zum 3:1 versenkte (39.). Und 25 Sekunden vor Drittelende schob René Schoofs bei angezeigter Strafe die Scheibe nach einem schnellen Spielzug über Steingroß und Palka flach zum 4:1 ein.

Großchance für Zick

Knapp drei Minuten nach Beginn des dritten Spielabschnitts nutzte Shawn Weller eine Unachtsamkeit in der Rosenheimer Abwehr und versenkte die Hartgummischeibe aus kurzer Distanz zum 5:1. Nur 20 Sekunden später konnte David Vallorani nach Zuspiel von McNeely und Daxlberger auf 5:2 verkürzen (44.). Vielleicht hätte die Partie noch einmal spannend werden können, wenn Fabian Zick die Scheibe frei vor Martinovic auftauchend am Bietigheimer Keeper vorbeigebracht hätte (46.). 

Auch McNeely und Lindlbauer hatten kurz danach einen dritten Rosenheimer Treffer auf dem Schläger. Als sieben Minuten vor der Schlusssirene Michael Rohner wegen Stockschlags eine große Strafe plus Spieldauer-Disziplinarstrafe erhielt und Stretch zusätzlich wegen Reklamierens auf die Strafbank musste, war das Spiel dann endgültig entschieden. Bietigheim nutzte die doppelte Überzahl zum 6:2 durch den Ex-Rosenheimer Weller, der damit ebenfalls einen Doppelpack schnürte (55.).

Bietigheims Trainer Kevin Gaudet meinte: "Rosenheim ist eine gefährliche Mannschaft, wenn sie Selbstvertrauen hat. Aber das ist schwer, wenn man immer hinten liegt." Das Fazit von Starbulls-Coach Franz Steer fiel nüchtern aus: "Bietigheim hat verdient gewonnen. Wir waren unclever und zu grün. Bietigheim kann man nur schlagen, wenn man seine Chancen reinmacht. Das ist eine erfahrene Mannschaft, die taktisch immer perfekt eingestellt ist. Wir haben eine gute Saison gespielt."

Das Spiel in der Statistik:

Bietigheim Steelers - Starbulls Rosenheim 6:2 (2:0, 2:1, 2:1)

Tore: 1:0 (10.) Jason Pinizzotto (Justin Kelly, Dominic Auger - Überzahl-Tor), 2:0 (20.) Justin Kelly (Shawn Weller, Dominic Auger), 2:1 (32.) Peter Lindlbauer (Beppo Frank - Überzahl-Tor 2), 3:1 (39.) Jason Pinizzotto (Matt McKnight, PJ Fenton), 4:1 (40.) Rene Schoofs (Dennis Palka, Max Prommersberger), 5:1 (43.) Shawn Weller (Adam Borzecki, Marcus Sommerfeld), 5:2 (44.) David Vallorani (Tyler McNeely), 6:2 (55.) Shawn Weller (Robin Just, Justin Kelly - Überzahl-Tor 2).

Schiedsrichter: Sven Fischer (Hamburg) und Ramin Yazdi (Neuss).

Strafen: Bietigheim 8 - Rosenheim 19 plus Spieldauerstrafe für Michael Rohner.

Zuschauer: 3.071.

mw/Starbulls

Quelle: rosenheim24.de

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