0:2-Rückstand erneut in Sieg verwandelt

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Bremerhaven - Die weite Reise an die Nordsee hat sich gelohnt: Die Starbulls gewannen am frühen Abend auch ihr viertes Saisonspiel – und das wiederum nach einem Rückstand! *NEU: Video*

Pressekonferenz: Die Stimmen der Trainer

Die Rosenheimer Eishockeyspieler gewannen bei den Fischtown Pinguins letztlich mit 3:2 (1:2, 1:0, 1:0) und haben dabei – wie schon im ersten Heimspiel gegen Heilbronn – einen 0:2-Rückstand noch in einen Sieg umgewandelt. In dem Match an der Waterkant zeigten die Grün-Weißen wieder viel Einsatz und Moral, hatten allerdings in der Schlussphase auch das nötige Quäntchen Glück auf ihrer Seite. Der Lohn nach dem Bad Nauheimer Ausrutscher in Dresden ist die alleinige Tabellenführung in der DEL2 nach dem vierten Spieltag.

Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase bekamen die Hausherren vor 2.333 Zuschauern in der Eisarena am Wilhelm-Kaisen-Platz im Mittelteil des ersten Drittels etwas Oberwasser und gingen folgerichtig in der 9. Minute in Führung, als Kapitän Marjan Dejdar zu viel Platz hatte und die Scheibe aus halblinker Position exakt ins rechte Kreuzeck schlenzen konnte. In Minute 17 bauten die Pinguine ihre Führung sogar aus, als Andrej Teljukin auf halblinks völlig frei war und Frederic Cloutier im Starbulls-Kasten mit einem satten Schuss keine Abwehrchance ließ. Dem Treffer folgten allerdings heftigste Proteste seitens der Rosenheimer, denn bis auf Schiri Sven Fischer hatte eigentlich jeder im Stadion das vorangegangene Foul eines Bremerhaveners vor der Starbulls-Bank gesehen. Die Oberbayern ließen sich davon aber nicht von ihrem Weg abbringen und antworteten nur 48 Sekunden später mit dem Anschlusstreffer: Beppo Frank packte - schon zum dritten Mal in dieser Saison - den "Hammer" aus und überwand REV-Keeper Brett Jäger von der blauen Linie zum 2:1 (18.).

Der Mittelabschnitt verlief etwas ruppiger und zerfahrener, aber nichts desto trotz blieben die Rosenheimer ruhig und bewiesen die nötige Geduld. So auch beim Ausgleichstreffer in der 38. Minute, dem bereits einige Möglichkeiten für die Starbulls vorausgegangen waren. Letztlich war es Neuzugang Marinus Kritzenberger, der aus halbrechter Position die richtige Lücke fand und mit seinem Schuss ins lange Eck seinen ersten Treffer im grün-weißen Dress erzielte. Wenn man alle Spielanteile zusammen nahm, war das zu diesem Zeitpunkt auch verdient.

Auch in den letzten 20 Minuten schenkten sich beide Klubs nichts und es blieb ein Match auf Augenhöhe. In der 50. Minute setzten die Rosenheimer dann zum entscheidenden "Schlag" an. Beim Schuss von Dominic Auger, den Jäger nicht festhalten konnte, entwischte Norman Hauner seinem Gegenspieler und schaufelte den Abpraller mit der Rückhand zum umjubelten Führungstreffer über die Linie - 2:3. Mit Wut im Bauch setzte Bremerhaven nun zur Schlussoffensive an, wobei Rosenheim auch mehrmals großes Glück hatte: So zum Beispiel beim Lattenschuss von Dejdar und der Riesenchance von Andrew McPherson, der völlig alleine vor Cloutier am Puck vorbeisäbelte. Letztlich reichte es aber zum knappen Erfolg und damit hatte sich die fast 1000 Kilometer lange Reise mehr als gelohnt.

Starbulls-Trainer Franz Steer war auch sehr zufrieden: "Meine Mannschaft hat nach dem 0:2 toll reagiert. Wir haben ab dem zweiten Drittel wesentlich mehr Druck erzeugen können und waren einfach bereiter. Nur in der Schlussphase sind wir noch einmal ins Schwimmen geraten, weil wir es versäumt haben, in der einen oder anderen Situation die Scheibe einfach wegzuspielen!" Fischtown-Coach Mike Stewart wollte seinem Team keinen Vorwurf machen: "Wir haben heute gegen eine starke Mannschaft verloren. Mein Team hat alles gegeben und bis zum Schluss alles versucht!"

Das Spiel in der Statistik:

Fischtown Pinguins – Starbulls Rosenheim 2:3 (2:1, 0:1, 0:1)

Tore: 1:0 (9.) Marjan Dejdar (Andrew McPherson, Jan Kopecky), 2:0 (17.) Andrej Teljukin (ohne Assist), 2:1 (18.) Beppo Frank (Robert Schopf, Dominic Auger), 2:2 (38.) Marinus Kritzenberger (Andrej Strahkov, Max Hofbauer), 2:3 (50.) Norman Hauner (Dominic Auger, Tyler McNeely).

Schiedsrichter: Sven Fischer (Hamburg).

Strafen: Bremerhaven 4 – Rosenheim 8.

Zuschauer: 2.333.

redro24/mw

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Starbulls

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