Drei Tore beim 5:1-Sieg von Crimmitschau

Ex-Nationalspieler Tripp schießt Starbulls ab

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Ex-Nationalspieler John Tripp (Mitte) erzielte drei Tore gegen die Starbulls.
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Crimmitschau - Die Auswärtsserie der Starbulls Rosenheim ist gerissen. Nach zuletzt fünf Erfolgen am Stück gab es in Westsachsen eine deutliche Pleite. Ein Ex-Nationalspieler hatte dabei besonderen Anteil. *NEU: Video*

Vor 1.707 Besuchern im altehrwürdigen Sahnpark unterlagen die Rosenheimer Eishockeyspieler am späten Sonntagnachmittag am 42. Spieltag der DEL2 mit 1:5 (0:1, 0:3, 1:1). Mann des Abends war aus Sicht der Gastgeber der ehemalige deutsche Nationalspieler John Tripp, dem gleich drei Tore gelangen. Der einzige Rosenheimer Treffer kurz vor Schluss durch David Vallorani war nicht mehr als Ergebniskosmetik. In der Tabelle haben die Grün-Weißen dadurch wieder an Boden verloren und liegen mit derzeit 67 Punkten fünf Zähler hinter dem Sechsten Frankfurt (72 Punkte).

Stretch fehlt gesperrt

Neben Christian Neuert, Gustav Veisert, Andrej Strakhov, Florian Gaschke und Mondo Hilger mussten die Starbulls in Crimmitschau auch auf CJ Stretch verzichten, der am Freitag im Heimspiel gegen die Lausitzer Füchse seine dritte Zehn-Minuten-Disziplinarstrafe kassierte und deshalb gesperrt war. Anstatt des Top-Scorers führte in der ersten Sturmreihe Wade MacLeod Regie, neben ihm agierten Stefan Loibl und Dominik Daxlberger.

In einer frühen Überzahlsituation hatten die Starbulls gute Chancen zur Führung durch David Vallorani und MacLeod. Der starke Ryan Nie im Tor der Westsachsen ließ sich aber nicht überwinden. Auf der anderen Seite rettete der ebenfalls sehr gut aufgelegte Lukas Steinhauer im Starbulls-Tor hervorragend gegen den alleine vor ihm auftauchenden Daniel Bucheli. In der 14. Spielminute musste Steinhauer aber hinter sich greifen, als John Tripp gegen eine unsortierte Abwehr von der Bandenrundung aus ungehindert auf das Tor zufahren konnte und die Scheibe dem Rosenheimer Keeper zum 1:0 durch die Hosenträger schob. 

Die Starbulls antworteten mit viel Druck und reichlich Chancen, doch McNeely, MacLeod, Vallorani, Edfelder und Renner brachten die Scheibe nicht über die Linie. Die größte Chance zum 1:1 aber vergab Peter Lindlbauer, der, begleitet von MacLeod, völlig frei vor Ryan Nie abschließen konnte aber am Torwart scheiterte.

Video: Die Highlights der Partie

Starbulls-Abwehr nicht auf der Höhe

Im zweiten Spielabschnitt entschärfte Steinhauer erneut einen Alleingang der Eispiraten mit einer tollen Reaktion, diesmal gegen John Tripp (21.). Als Vincent Schlenker nach Querpass von Kabitzky frei vor ihm aus Nahdistanz abschließen konnte, war der Rosenheimer Goalie aber machtlos – 2:0 (24.). Auch bei diesem Treffer zeigte sich die Starbulls-Abwehr nicht auf der Höhe. Crimmitschau hatte endgültig Oberwasser, machte Druck, brachte die Rosenheimer Defensive einige Minuten lang ins Schwimmen und schlug erneut zu. 

Alexander Schlenker staubte ab, nachdem Jan Tramm an Steinhauer gescheitert war und zuvor der Pfosten für die Starbulls gerettet hatte (28.). Die Starbulls mühten sich um Torchancen, fanden aber erst in den Minuten vor der Sirene wieder zu nennenswerten Abschlüssen. Tyler McNeely hätte für das 3:1 sorgen können, scheiterte aber per Flachschuss frei am Torwart der Hausherren (39.). Stattdessen stellten die Eispiraten 18 Sekunden vor der zweiten Pause auf 4:0, weil John Tripp einen Schuss von Höller unbewusst und unhaltbar für den bemitleidenswerten Lukas Steinhauer abfälschte.

Auch der letzte Gegentreffer zum 5:0 war symptomatisch für einen unglücklichen Gesamtauftritt der Starbulls. Daniel Bucheli hatte die Einschussmöglichkeit eigentlich schon liegen gelassen, die Scheibe sprang aber John Tripp genau vor den Schläger und schlug flach hinter dem verdutzten Steinhauer ein (55.). Knapp drei Minuten vor der Schlusssirene gelang David Vallorani aber noch der Rosenheimer Ehrentreffer, als er die Scheibe nach einer Einzelleistung aus sechs Metern halbhoch im rechten Eck versenkte (58.).

"Haben Spiel zu Beginn verloren!"

Starbulls-Coach Franz Steer sprach nach dem Spiel von einer verdienten Niederlage: "Wir haben die Partie im ersten Drittel verloren, als wir unsere Torchancen nicht genutzt haben. Die ersten beiden Gegentore entsprangen individuellen Fehlern. Danach haben wir es nicht mehr geschafft, das Momentum auf unserer Seite zu ziehen. Das lag auch daran, dass einige Spieler bei uns geschwächt ins Spiel gingen und wir nicht wie gewohnt mit vier Reihen agieren konnten." Bereits am Dienstagabend geht es für die Rosenheimer weiter. Ab 19.30 Uhr gastieren die Ravensburg Towerstars zu einem ganz wichtigen Spiel im Kampf um die direkten Playoff-Plätze an der Mangfall.

Das Spiel in der Statistik:

Eispiraten Crimmitschau - Starbulls Rosenheim 5:1 (1:0, 3:0, 1:1)

Tore: 1:0 (14.) John Tripp (Dominic Walsh, Daniel Bucheli), 2:0 (24.) Vincent Schlenker (Christoph Kabitzky, Bruce Becker), 3:0 (28.) Alexander Höller (Jan Tramm, Daniel Bucheli), 4:0 (40.) John Tripp (Alexander Höller, Jan Tramm), 5:0 (55.) John Tripp (Daniel Bucheli, Eric Lampe), 5:1 (58.) David Vallorani (Tyler McNeely, Max Renner).

Schiedsrichter: Elvis Melia (Grefrath).

Strafen: Crimmitschau 10 - Rosenheim 6.

Zuschauer: 1.707.

Starbulls Rosenheim/mw

Quelle: rosenheim24.de

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