2:8-Klatsche in Dresden

Passivität und Fehler knallhart bestraft

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Dresden - Eine derbe "Abreibung" kassierten die Starbulls am Abend bei ihrem Gastspiel in der sächsischen Landeshauptstadt. Vor allem das Mitteldrittel war eine einzige "Katastrophe":

Vor 2.013 Besuchern in der Energie-Verbund-Arena unterlagen die Rosenheimer Eishockeyspieler sehr deutlich mit 2:8 (1:2, 0:5, 1:1) bei den Dresdner Eislöwen. Die Innstädter boten dabei ihre schlechteste Saisonleistung und ließen dabei vor allem im Mitteldrittel unübersehbare Schwächen in der Abwehr erkennen. Der Gegner wurde meist nur eskortiert, anstatt attackiert - und die Sachsen "bedankten" sich in einer munteren Begegnung mit zahlreichen Toren. Mit acht Gegentoren fiel die Pleite sogar noch deutlich höher aus, als beim letzten Auftritt in der Elbstadt vor drei Wochen - dort waren die Starbulls "nur" mit 2:5 baden gegangen...

Dresdner Doppelschlag zu Beginn

Der Start verlief aus Starbulls-Sicht ziemlich holprig. Oft war man den berühmten Schritt zu spät dran, entscheidende Zweikämpfe wurden verloren. So schlug es dann in der 7. Minute binnen 32 Sekunden gleich zweimal ein. Erst hatte der slowenische Nationalspieler David Rodman in zentraler Position alle Zeit der Welt und überwand Timo Herden, der diesmal wieder den Rosenheimer Kasten hütete, mit einem Schuss durch die "Hosenträger". Kurz darauf war es Dominik Grafenthin, der nach einem Schuss und einem Abpraller am schnellsten schaltete und die Scheibe unter die Latte löffelte.

Die Antwort der Oberbayern ließ einige Zeit auf sich warten. Mühevoll kämpfte sich die Mannschaft von Franz Steer ins Spiel und belohnte sich schließlich in der 19. Minute im Powerplay. Max Renner hielt die Scheibe mit Mühe im Drittel. Über Christian Neuert kam das Spielgerät zu Wade MacLeod, der dieses klug abschirmte und schließlich mit der Rückhand in den Slot passte, wo Förderlizenzspieler Stefan Loibl keine Mühe mehr hatte - 2:1.

Furchtbares Mitteldrittel

Im Mitteldrittel wurde es jedoch richtig bitter. Dort boten die Starbulls ihre bisher eindeutig schlechteste Leistung in dieser Saison. Feodor Boiarchinov stellte im Powerplay früh auf 3:1 (24.), dann "zauberten" die Sachsen binnen 59 Sekunden durch Harrison Reed (30./31.) einen weiteren Doppelschlag auf Eis - jeweils unter gütiger Mithilfe der Abwehr bzw. von Keeper Herden, der nach dem 1:5 durch Lukas Steinhauer ersetzt wurde.

Doch auch nach dem Torwartwechsel - zuvor war auch noch Christian Neuert verletzt ausgefallen - wurde es gewiss nicht besser. Ein Tor von Fabian Zick zum vermeintlichen 5:2 wurde wegen hohen Stocks nicht gegeben. Auf der Gegenseite ließ die Abwehr jegliches Körperspiel vermissen und kassierte folgerichtig durch Grafenthin (37.) und Boiarchinov (40.) noch zwei weitere Gegentreffer!

Auch die Fans waren "not amused" über die Vorstellung ihrer Lieblinge und hinterfragten das Ganze am Stadioneingang kritisch.

Der Schlussabschnitt ist schnell erzählt: Aus Sicht der Hausherren war es ein besseres Schaulaufen. Daran konnte auch das zwischenzeitliche 2:7 durch Wade MacLeod (50.) nichts mehr ändern, zumal die Blau-Weißen nur zwei Minuten später durch Patrick Baum den alten Abstand wieder herstellten und damit den klaren Endstand "zementierten". Rehabilitieren können sich die Starbulls bereits am Sonntag, wenn um 17 Uhr der ESV Kaufbeuren seine Visitenkarte an der Jahnstraße abgibt.

Das Spiel in der Statistik: 

Dresdner Eislöwen - Starbulls Rosenheim 8:2 (2:1, 5:0, 1:1) 

Tore: 1:0 (7.) David Rodman (Feodor Boiarchinov), 2:0 (7.) Dominik Grafenthin (Steven Rupprich, Jonas Schlenker), 2:1 (19.) Stefan Loibl (Wade MacLeod, Christian Neuert - Überzahl-Tor), 3:1 (24.) Feodor Boiarchinov (Mirko Sacher, David Rodman - Überzahl-Tor), 4:1 (30.) Harrison Reed (Rene Kramer, Mark Cullen - Überzahl-Tor), 5:1 (31.) Harrison Reed (Max Campbell), 6:1 (37.) Dominik Grafenthin (Can Matthäs, Jonas Schlenker), 7:1 (40.) Feodor Boiarchinov (Petr Macholda, Kai Wissmann), 7:2 (50.) Wade MacLeod (CJ Stretch), 8:2 (52.) Patrick Baum (Harrison Reed, Mark Cullen - Überzahl-Tor). 

Schiedsrichter: Maximilian Plitz (Ottobrunn). 

Strafen: Dresden 20 - Rosenheim 22.

Zuschauer: 2.013. 

mw

Quelle: rosenheim24.de

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