Erste Heimniederlage für die Starbulls

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Rosenheim – Die bis dato blütenweiße Heimweste der Starbulls hat Flecken bekommen. Am Freitagabend kassierten sie ihre erste Niederlage auf heimischem Eis.

Video: Die Höhepunkte des Spiels

Vor 2.514 Besuchern im Kathrein-Stadion unterlagen die Rosenheimer Eishockeyspieler den Dresdner Eislöwen letztlich deutlich mit 3:6 (3:2, 0:0, 0:4), wobei man dazusagen muss, dass die letzten beiden Treffer für die Sachsen erst in der allerletzten Minute fielen, als Starbulls-Keeper Frederic Cloutier seinen Platz bereits für einen zusätzlichen Feldspieler geräumt hatte. Aber nichts desto trotz lieferten die Gäste von der Elbe einen couragierten Auftritt ab und gewannen die Partie deshalb letztlich auch nicht unverdient.

Bereits im ersten Drittel war es eine absolut offene Angelegenheit. Die Eislöwen kamen einige Male mit viel Tempo in die Rosenheimer Zone und erspielten sich daher einige gute Möglichkeiten, der erste Treffer fiel aber auf der anderen Seite, als „Goldhelm“ Robin Weihager wieder mal seinen berüchtigten Schlagschuss auspackte und seine Farben in doppelter Überzahl in Führung brachte – 1:0 (10.). Die Antwort der Dresdner ließ aber nicht lange auf sich warten: Der überragende Tomi Pöllänen traf via Innenpfosten in Überzahl zum Ausgleich (13.) und nur 45 Sekunden später überwand Thomas Ziolkowski Cloutier mit einem verdeckten Schuss durch die Schoner, 1:2 (14.). Rosenheim antwortete mit wütenden Attacken und konnte das Spiel noch vor der ersten Sirene drehen: Erst traf Robin Hanselko nach Vorlage von Marcus Marsall per Direktabnahme zum 2:2 (17.) und eine gute Zeigerumdrehung später stellte Micky Rohner – bei erneut zwei Mann mehr auf dem Eis – die Starbulls-Führung wieder her (18.).

Starbulls - Dresden

Im Mittelabschnitt fielen keine Tore, aber die Partie war in dieser Phase nicht minder interessant. Es gab Chancen hüben wie drüben und Cloutier sowie sein Pendant Kevin Nastiuk konnten sich mehrfach auszeichnen. Dass es bei den Hausherren an diesem Abend mit dem Toreschießen nicht ganz gut so gut klappte, lag vielleicht auch an den Reihenumstellungen, die Trainer Franz Steer gezwungenermaßen vornehmen musste: Für Shawn Weller (Reha) rückte Robert Schopf in die erste Reihe, später musste der Chefanweiser neben Florian Müller, Benjamin Zientek und Max Hofbauer auch noch Kapitän Stephan Gottwald (verletzte sich am Knie) und Tyler McNeely (bekam im letzten Drittel einen Cross Check in den Rücken) verletzungsbedingt ersetzen. „Solche Ausfälle kann keine Mannschaft in dieser Liga verkraften“, so Steer.

Vielleicht war das auch mit ein Grund, warum die Dresdner im letzten Drittel die „Finnen-Show“ aus der Kiste holen konnten. Die Reihe um Top-Scorer Pöllänen und Sami Kaartinen bereitete den Starbulls immer wieder große Probleme und so war es kein Wunder, dass Pöllänen in Minute 50 zum verdienten 3:3-Ausgleich traf. Jetzt wackelten die Gastgeber bedenklich, was Kaartinen in Minute 54 zum letztlich entscheidenden Tor nützte, als er die Scheibe ansatzlos unter die Latte schlenzte. Cloutier sah da nicht gut aus, allerdings standen die beiden Verteidiger in Kaartinens Nähe nur Spalier und griffen den Skandinavier nicht an. Nun mussten die Innstädter natürlich alles auf eine Karte setzen und wurden in der letzten Minute zweimal eiskalt erwischt, als sowohl Kaartinen als auch Pöllänen je noch einmal ins leere Rosenheimer Gehäuse trafen.

Das Spiel in der Statistik:

Starbulls Rosenheim – Dresdner Eislöwen 3:6 (3:2, 0:0, 0:4)

Tore: 1:0 (10.) Robin Weihager (Stephan Gottwald, Andrej Strahkov – Überzahl-Tor 2), 1:1 (13.) Tomi Pöllänen (Petr Macholda, Max Prommersberger – Überzahl-Tor), 1:2 (14.) Thomas Ziolkowski (Marius Garten, Christoph Ziolkowski), 2:2 (17.) Robin Hanselko (Marcus Marsall, Andrej Strahkov), 3:2 (18.) Michael Rohner (Andrej Strahkov, Stephan Gottwald – Überzahl-Tor 2), 3:3 (50.) Tomi Pöllänen (Petr Macholda, Marius Garten – Überzahl-Tor), 3:4 (54.) Sami Kaartinen (Marvin Tepper, Felix Thomas, 3:5 (60.) Sami Kaartinen (Petr Macholda, Tomi Pöllänen – ENG), 3:6 (60.) Tomi Pöllänen (Andre Mücke, Felix Thomas – Unterzahl-Tor, ENG).

Schiedsrichter: Andreas Aumüller (Ottobrunn).

Strafen: Rosenheim 12 – Dresden 16.

Zuschauer: 2.514.

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Ruprecht

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