EVL-Eismeister rassistisch beleidigt

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Beleidigung gegen den Helfer des Eismeisters in Landshut

Landshut - Vermeintlich rassistische Beleidigungen überschatten das Spiel der Starbulls Rosenheim gegen den EV Landshut am Wochenende. Die Clubs distanzieren sich.

Im Zuge des Eishockeyspiels EV Landshut gegen Starbulls Rosenheim kam es am 29. September zu beleidigenden Sprechchören gegen den farbigen Helfer des Eismeisters der Heimmannschaft. Einzelne Fans der Starbulls sollen den Mann, der in der Rosenheimer Kurve das Eis ausbesserte, mit "schwarze Sau" betitelt haben.

Auf Rückfrage beim Geschäftsführer des EV Landshut, Christian Donbeck, zeigte sich dieser erschüttert und verurteilte solche Aussprüche aufs Schärfste. Er fordere eine "absolute Aufklärung" und eine Entschuldigung der betreffenden Fans beim Helfer des Eismeisters.

Ob dieser Anzeige bei der Polizei wegen Beleidigung erstatten werde, sei seine eigene Entscheidung. Die Mannschaft und der Vorstand hätten den Mann im Nachhinein besucht und Gespräche mit ihm geführt. Laut Aussage des Geschäftsführers sei er "sehr schockiert" von diesem Verhalten gewesen. Donbeck betonte aber, dass es sich hierbei ausdrücklich "um die Tat Einzelner und nicht die Tat der Rosenheimer Fans allgemein" handelte. Man sei bis jetzt immer gut miteinander ausgekommen. 

Auch der 1. Vorstand der Starbulls, Wilhelm Graue, äußerte sich eindeutig. Er verurteilte die Beleidigung aufs Äußerste, drückte sein Bedauern aus und forderte ebenfalls zu einer Entschuldigung auf. Graue sicherte aber gleichzeitig zu, sich auf jeden Fall mit den Vorständen der Fanclubs in Verbindung zu setzten. Solche Auswüchse müssten abgestellt werden, wenn nötig durch Stadionverbot, so Graue. Der Ton im Stadion sei ohnehin schon rau genug und manchmal richtig beleidigend. Daran müsse sich schleunigst etwas ändern. Leider sei es jetzt schwierig, die Täter zu identifizieren, Ordner und Polizei vor Ort seien nicht eingeschritten und könnten somit nicht zur Aufklärung beitragen. Nun sei man auf das Mitwirken der Fanclubs angewiesen. 

Quelle: rosenheim24.de

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