Zwei Punkte hart erarbeitet

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Heilbronn - Lange lief es für die Starbulls am Abend nicht recht rund in Heilbronn. Am Ende verdienten sie sich aber mit großem Einsatzwillen den Zusatzpunkt. *NEU: Videos*

Video: Die Höhepunkte des Spiels

Die Rosenheimer Eishockeyspieler gewannen am Sonntagabend vor der Minuskulisse von nur 1.193 Besuchern in der Kolbenschmidt-Arena mit 3:2 (1:1, 1:1, 0:0, 0:1) nach Verlängerung bei den Heilbronner Falken und haben damit die Tabellenführung in der DEL2 vor dem EV Landshut (ebenfalls Sieg in der Overtime gegen Bietigheim) verteidigt. Bis es aber so weit war, mussten die Oberbayern ein hartes Stück Arbeit verrichten: Zwei Drittel lang lief es ganz und gar nicht nach Maß und man lag zweimal in Rückstand, ehe sich die Grün-Weißen in den letzten 20 Minuten deutlich verbessert zeigten und sich dann in der Verlängerung verdientermaßen belohnten.

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Zu Beginn war allerdings bereits klar zu merken, dass die intensiven Spiele in Bietigheim und zuletzt gegen Landshut eminent viel Kraft gekostet hatten. Heilbronn startete spritziger und hatte in Unterzahl die Riesenchance zur Führung, als Routinier Robert Hock nach einem Break frei vor Frederic Cloutier, der diesmal wie angekündigt für Pasi Häkkinen zwischen den Starbulls-Pfosten stand, auftauchte. Doch der Ex-Nationalspieler konnte den Franko-Kanadier nicht überlisten (2.).

Frühe Spieldauerstrafe für Hauner

Dennoch war in der 6. Minute die Führung für die Schwaben fällig: Im Powerplay sprang die Scheibe genau vor die Kelle von Adriano Carciola, der keine Mühe hatte, aus kurzer Distanz einzunetzen - 1:0. In der Folge wurden die grün-weißen Bemühungen dadurch erschwert, dass Norman Hauner früh von Schiri Ralph Bidoul mit einer Spieldauerstrafe vom Eis geschickt wurde. Daraufhin musste Trainer Franz Steer wieder umstellen und fortan stürmte Marcus Marsall in der ersten Reihe neben Benjamin Zientek und Tyler McNeely. Die beiden Letzteren waren dann auch für den Ausgleich in Minute 14 verantwortlich, den der Kanadier nach Vorlage des Youngsters im Fallen aus kürzester Entfernung markierte.

Das Mitteldrittel war sehr zerfahren. Spielfluss wollte - wie im Auftaktabschnitt - fast überhaupt nicht aufkommen. Rosenheim kämpfte zwar wacker, spielerisch war aber an diesem Abend nicht viel zu machen. Heilbronn hingegen wirkte zunächst verunsichert und zaghaft, ging aber in der 26. Minute erneut in Front - begünstigt durch Rosenheimer Schlafmützigkeit: Nach einem harmlosen Schuss über das Tor setzten die Verteidiger nicht energisch nach, Marco Habermann bediente sofort Andrej Bires, der die Scheibe aus einem Meter ins leere Tor schießen konnte.

Neuerlicher Ausgleich aus dem "Nichts"

In der Folge deutete eigentlich nichts auf einen erneuten Ausgleich für die Innstädter hin. In der 39. Minute war es dennoch so weit: Dominic Auger schlenzte den Puck von der blauen Linie einfach mal Richtung Kasten und vom Innenpfosten sprang dieser in die Maschen. Dem Ex-Schwenninger Sinisa Martinovic im Falken-Tor war da wohl die Sicht versperrt - 2:2 (39.). "Ein Glücksschuss", musste Steer hinterher einräumen.

In den letzten 20 Minuten spielten die Gäste endlich zielstrebiger. Marcus Marsall "chipte" gleich zu Beginn die Scheibe nur um Millimeter am quasi leeren Falken-Kasten vorbei, anschließend hatten auch Zientek, Andrej Strakhov und Kapitän Stephan Gottwald die erstmalige Rosenheimer Führung auf dem Schläger. Je länger das Spiel nun dauerte, umso dominanter wurden die Rosenheimer. Von Heilbronn, das ab der zweiten Pause auf Frantisek Mrazek (Verdacht auf Rippenbruch) verzichten musste, war bis auf einen Schlagschuss von Mitch Versteeg nichts mehr zu sehen. Vielmehr hatten die Starbulls im Finish durch Beppo Frank, Robert Schopf und Fabian Zick noch ganz dicke Gelegenheiten zum Sieg in der regulären Spielzeit. Martinovic reagierte da einige Male klasse.

Starbulls am Ende drückend überlegen

In der anschließenden Verlängerung nahmen die Rosenheimer das Tor der Gastgeber unter Dauerbeschuss. In zweieinhalb Minuten Overtime konnte sich Heilbronn nicht einmal nennenswert befreien und so war es nach einem Pfostenschuss von McNeely und einem Hammer von Micky Rohner (Millimeter fehlten) letztlich Strakhov, der die Scheibe nach einem Abpraller aus zentraler Position zum Siegtreffer in die Maschen zimmerte und damit die genau 59 mitgereisten Schlachtenbummler jubeln ließ.

Pressekonferenz: Die Stimmen der Trainer

"Wir sind überraschend gut ins Spiel gekommen und sind zweimal in Führung gegangen. Lange Zeit war es ein absolut offenes Spiel. Nach der Verletzung von Mrazek war dann mit dem kleinen Kader nicht mehr möglich. Dennoch hat sich mein Team den einen Punkt redlich verdient", bilanzierte Heilbronns neuer Trainer Gerd Wittmann auf der anschließenden Pressekonferenz. Steer hingegen lobte wieder Einsatz und Willen seiner Mannschaft und gab zudem zu Protokoll: "Es war das erwartet schwere Spiel für uns. Zu Beginn hatten wir viele Scheibenverluste und sind nicht ins Spiel gekommen. Nach dem Ausfall von Hauner ist es mit drei DNL-Spielern in drei Reihen schon sehr schwierig geworden. Deswegen sind wir heilfroh, dass wir das Match am Ende noch ziehen konnten!"

Das Spiel in der Statistik:

Heilbronner Falken - Starbulls Rosenheim 2:3 n.V. (1:1, 1:1, 0:0, 0:1)

Tore: 1:0 (6.) Adriano Carciola (Janis Andersons, Sachar Blank - Überzahl-Tor), 1:1 (14.) Tyler McNeely (Benjamin Zientek, Dominic Auger - Überzahl-Tor), 2:1 (26.) Andrej Bires (Marco Habermann, Sachar Blank), 2:2 (39.) Dominic Auger (Andrej Strakhov, Fabian Zick), 2:3 (63.) Andrej Strakhov (Michael Rohner, Stephan Gottwald - GWG).

Schiedsrichter: Ralph Bidoul (Sonthofen).

Strafen: Heilbronn 6 - Rosenheim 13 plus Spieldauerstrafe für Norman Hauner.

Zuschauer: 1.193.

redro24/mw

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © www.chuc.de

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