Bad Nauheim - Starbulls 4:1

Viele Chancen vergeben und Frank verloren

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Chancen gab es vor allem im zweiten Drittel genug für die Starbulls, doch das Tor von Mika Rämö schien teilweise wie vernagelt.
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Bad Nauheim - Nicht mal schlecht gespielt, aber am Ende auswärts doch wieder leer ausgegangen: Beim Auftritt in der Wetterau verzweifelten die Starbulls vor allem am Torhüter der Gastgeber. *NEU: Videos*

Vor 2.117 Besuchern im altehrwürdigen Colonel-Knight-Stadion unterlagen die Rosenheimer Eishockeyspieler dem EC Bad Nauheim am Sonntagabend mit 1:4 (0:2, 1:0, 0:2). Ausschlaggebend für die auf dem Papier deutliche Pleite waren zwei Doppelschläge der Hessen im ersten und letzten Drittel und viele vergebene Chancen, vor allem im Mittelabschnitt, wo der finnische Torhüter der Gastgeber, Mikka Rämö, zum Sieggaranten für seine Mannschaft avancierte. Doppelt bitter: In der 40. Minute checkte Beppo Frank Gegenspieler Vitalj Aab heftig gegen den Kopf und wurde dafür von Schiedsrichter Sirko Hunnius wohl zurecht mit einer Matchstrafe bedacht. Über die Dauer der Sperre entscheidet nun der DEL-Disziplinarausschuss.

Starbulls ohne fünf Stammspieler

Die Starbulls mussten neben den U20-Nationalspielern Manuel Edfelder, Gustav Veisert und Stefan Loibl verletzungsbedingt auch auf Peter Lindlbauer und Christian Neuert verzichten. Trotz der schwerwiegenden Ausfälle agierten die Grün-Weißen von Beginn an auf Augenhöhe, mussten aber in der zehnten Spielminute einen Doppelschlag hinnehmen. Als die Gastgeber in Überzahl agierten, war es Kapitän Patrick Strauch, der nach einem idealen Rückpass von Helms Starbulls-Keeper Lukas Steinhauer "tunnelte". 

Ganze 28 Sekunden später hebelte die Bad Nauheimer Paradereihe die in dieser Phase etwas unsortierte Starbulls-Defenisve mit zwei schnellen Pässen aus. Über Aab und Cameron kam die Scheibe zu Topscorer Nick Dineen und der schloss eiskalt ab. Danach übernahmen aber die Starbulls endgültig das Kommando. C.J.Stretch, Tyler McNeely und David Vallorani scheiterten am starken Torwart Mikko Rämo.

Video: Die Highlights der Partie

Starbulls verzweifeln an Rämö

Im zweiten Spielabschnitt sahen die 2.117 Zuschauer im Colonel-Knight-Stadion dann ein Spiel auf ein Tor. Die Hausherren konnten sich dem Angriffsdruck der Grün-Weißen mehrfach nur auf Kosten von Strafzeiten erwehren. Und das Überzahlspiel der Starbulls funktionierte gut und führte zu zahlreichen Abschlüssen, doch Mikko Rämö blieb lange Zeit unüberwindbar. Mit teils sensationellen Paraden rettete er gegen MacLeod, Vallorani, McNeely, Rohner und mehrfach gegen Daxlberger und Stretch. Der überfällige Rosenheimer Anschlusstreffer zum 2:1 fiel schließlich 1:11 Minuten vor der zweiten Pausensirene, als zwei Rosenheimer alleine vor dem Nauheimer Tor standen. Stretch legte quer auf MacLeod und der traf ins leere Tor. 

Allerdings gab es in der Schlussminute des zweiten Drittels noch einen unrühmlichen Höhepunkt: Starbulls-Verteidiger Beppo Frank erhielt wegen eines Checks gegen den Kopf von Vitalij Aab, der im Gesicht blutete, eine Matchstrafe (40.). Die Starbulls mussten somit in den letzten Spielabschnitt mit der Bürde von über viereinhalb Minuten Unterzahl starten. 

Bad Nauheim vs. Starbulls

Über zwei Minuten gelang es den Grün-Weißen, die Bad Nauheimer erst gar nicht in die Rosenheimer Zone, geschweige denn zum Kombinieren kommen zu lassen. Dann aber schlugen die Roten Teufel doch noch eiskalt zu. Ein Überzahl-Doppelschlag von Dustin Cameron (43.) und Kyle Helms (44.) binnen 26 Sekunden zum 4:1 bedeutete die Vorentscheidung. Renner, Rohner, Stretch, McNeely und Vallorani hatten zwar weiterhin gute Chancen, die Starbulls noch einmal heranzubringen, doch Rämö brillierte weiterhin mit tollen Reflexen und ließ bei einigen Paraden ungläubig den Kopf schüttelnde Rosenheimer Spieler zurück.

"Ergebnis entspricht nicht dem Spielverlauf!"

"Ich bin heute trotz der Niederlage stolz auf die Mannschaft, die sich nie aufgegeben und bis zur letzten Minute einen tollen Team-Spirit bewiesen hat", meinte Starbulls-Coach Franz Steer nach der Partie. "Das Ergebnis entspricht keinesfalls dem Spielverlauf. Wir hatten acht Mal die Abschlussmöglichkeit alleine vor dem Bad Nauheimer Torwart, der heute ganz allein der Schlüssel zum Heimsieg war". Und sein Bad Nauheimer Trainer-Kollege Petri Kujala konnte da nicht widersprechen. "Was Mikko Rämö heute gehalten hat, war unglaublich. Wenn wir nach dem zweiten Drittel mit 2:5 in Rückstand gelegen wären, hätten wir uns nicht beschweren dürfen."

Video: Die Stimmen der Trainer

Das Spiel in der Statistik:

EC Bad Nauheim - Starbulls Rosenheim 4:1 (2:0, 0:1, 2:0)

Tore: 1:0 (10.) Patrick Strauch (Kyle Helms, Harry Lange - Überzahl-Tor), 2:0 (10.) Nick Dineen (Dustin Cameron, Vitalj Aab), 2:1 (39.) Wade MacLeod (CJ Stretch, Dominik Daxlberger), 3:1 (43.) Dustin Cameron (Nick Dineen, Vitalj Aab - Überzahl-Tor), 4:1 (44.) Kyle Helms (Joel Keussen, Marc Kohl - Überzahl-Tor).

Schiedsrichter: Sirko Hunnius (Berlin).

Strafen: Bad Nauheim 12 - Rosenheim 17 plus Matchstrafe gegen Beppo Frank.

Zuschauer: 2.117.

mw/Starbulls Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

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