CSU stellt Antrag an Rosenheimer Stadtverwaltung

Kann Eisstadion zu Multifunktionsarena umgerüstet werden?

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Das Rofa-Stadion an der Jahnstraße.
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Rosenheim - Eishockey und Rofa-Stadion sind zweifellos wichtige Themen im gerade beginnenden  Kommunalwahlkampf. Jetzt hat sich die CSU-Stadtratsfraktion mit einem Antrag an die Stadtverwaltung gewandt.

Darin wird gefordert, dass die Stadt doch prüfen solle, inwieweit das Eisstadion an der Jahnstraße auch als Multifunktionsarena - sprich also zum Beispiel für Konzerte, Kabarett-Auftritte und/oder Tagungen - genützt werden könne. In den 1990er-Jahren war das Stadion einst schon mal ähnlich genützt worden. Damals gab es unter anderem Konzerte der No Angels oder von der Ersten Allgemeinen Verunsicherung (EAV).

Erst von ein paar Tagen hatten die Freien Wähler in einem weiteren Antrag die Ausschreibung eines Ideen-Wettbewerbs für die Erweiterung des Stadions um eine zweite Eisfläche gefordert. Im Sommer war im Stadion zuletzt eine 31,5 Quadratmeter große LED-Wand installiert worden. Zudem wurde ein neuer Betreiber für die Gaststätte gefunden. Die Fans müssen während der Starbulls-Spiele aber weiterhin draußen bleiben. Hier wird die "Wirtschaft" weiterhin als VIP-Bereich genutzt.

Der CSU-Antrag im Wortlaut:

Die CSU-Stadtratsfraktion fordert die Stadtverwaltung auf zu prüfen, inwieweit das Rosenheimer Eisstadion auch als Multifunktionsarena genutzt werden kann. CSU-Oberbürgermeisterkandidat und Stadtrat Andreas März könnte sich gut vorstellen, dass im ROFA-Stadion auch Konzerte, Messen oder andere Großveranstaltungen stattfinden können. 

CSU-Stadtrat Daniel Artmann ergänzt: "In Rosenheim gibt es keinen geschlossenen Veranstaltungsort für Konzerte von nationalen bzw. internationalen Künstlern oder anderen großen Indoor-Events, der für mehrere Tausend Besucher ausgelegt ist. Das Rosenheimer Eisstadion wiederum bietet mit seiner Dachkonstruktion und den Rängen grundsätzlich geeignete Voraussetzungen für eine multifunktionale Nutzung."

Der Stadtrat Rosenheim hat beschlossen, das Rosenheimer Eisstadion an seinem bisherigen Standort zu belassen und durch Sanierungsmaßnahmen, welche vor allem den Brandschutz betreffen, für die kommenden 15 bis 20 Jahre zu ertüchtigen. Die CSU-Stadträte Dr. Wolfgang Bergmüller und Florian Ludwig unterstützen die Forderung. "Das Rosenheimer Eisstadion soll einer möglichst breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden sowie einer möglichst variablen Nutzung dienen", so Dr. Bergmüller und Ludwig.

Das Stadion sei nicht nur ein markantes Gebäude, das über ein ansprechendes äußeres Erscheinungsbild verfügen sollte. Es binde auch erhebliches städtisches Anlagevermögen und verursache beachtliche Betriebs- und Unterhaltskosten, weshalb eine möglichst hohe Auslastung des Stadions – gerade auch in der eisfreien Zeit – gewährleistet sein sollte.

Daher fordert die CSU aufbauend auf das im Antrag vom 25. Mai 2018 geforderte Gesamtkonzept für das Rosenheimer Eisstadion eine Prüfung, welche baulichen Voraussetzungen für eine multifunktionale des ROFA-Eisstadions notwendig sind. Die Verwaltung soll in diesem Zusammenhang auch darstellen, wie sie das Kosten-Nutzen-Verhältnis einer solchen multifunktionalen Nutzung beurteilt. Vor dem Hintergrund der hohen Energiekosten der Anlage sind auch eine energetische Optimierung des Stadions und deren Wirtschaftlichkeit zu prüfen.

CSU Rosenheim, mw

Quelle: rosenheim24.de

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