Der Ärger um den Finaltermin

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In der aktuellen Ausgabe des Magazins Eishockeynews werfen die Steelers Starbulls-Coach Franz Steer mangelnde Kompromissbereitschaft vor.
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Rosenheim - Die Diskussion um den Termin für das DEB-Pokal-Finale in Bietigheim reißt nicht ab. Jetzt greifen die Steelers auch noch Starbulls-Trainer Franz Steer an.

Ursprünglich sollte das Endspiel zwischen den beiden letzten Siegern des Wettbewerbs, 2011 gewannen die Rosenheimer gegen Ravensburg und 2012 die Steelers gegen Landshut, am Aschermittwoch, 13. Februar, ausgetragen werden. Doch weil die Steelers dank der unglaublich „vorausschauenden“ Terminplanung zwischen ESBG und DEB am 12. Februar ein Liga-Nachholspiel in Landshut vorgesetzt bekommen haben, war dieser Termin unmöglich geworden. Daraufhin war das Spiel vom Verband auf Mittwoch, 27. Februar, verlegt worden.

Gegen diese Ansetzung „rebellierten“ daraufhin die Verantwortlichen der Steelers. Der Grund: Sie befürchten, das Endspiel in einer nahezu leeren Halle spielen zu müssen, weil am selben Tag auch im DFB-Pokal Fußball gespielt wird. Und zwar ausgerechnet Bayern gegen Dortmund und Bietigheims "Nachbar" VfB Stuttgart gegen den VfL Bochum. Daraufhin schlugen sie den Rosenheimern eine Vorverlegung auf Dienstag, 26. Februar, vor. Die Verlegung in eine andere Kalenderwoche war dagegen völlig unmöglich, weil die Starbulls in der Woche davor (19. Februar) selbst noch ein Dienstagsspiel in Dresden haben und ein Termin Anfang März wohl schon zu nahe am Play Off-Beginn läge.

Den Steelers-Vorschlag lehnten die Starbulls aber mit der (absolut berechtigten) Begründung ab, dass sie zwei Tage vorher (Sonntag, 24. Februar) die enorm weite Reise nach Bremerhaven antreten müssen und deswegen nicht ausreichend Regenerationszeit hätten.

Daraufhin gingen die Schwaben zum „Gegenangriff“ über und wollten Starbulls-Coach Franz Steer via Facebook und der Fachzeitschrift Eishockey-News den „Schwarzen Peter“ in die Schuhe schieben. Sie sprachen von einer „Retourkutsche“ des Rosenheimer Chefanweisers, der ihrer Ansicht nach die Geschehnisse rund um das erste Gastspiel der Starbulls in Bietigheim bei der 2:8-Niederlage im Oktober – damals waren die Starbulls mit unpassenden Kommentaren vom Stadionsprecher und bei der Pressekonferenz sowie einem völlig deplatzierten Torwartwechsel seitens der Gastgeber provoziert worden – mit dieser Nicht-Zustimmung wieder ausgleichen wollte.

Aus dem Archiv: Die PK aus dem Oktober

„So etwas ist respektlos und das werde ich mir gut merken“, hatte Steer damals bei der Pressekonferenz gesagt. Genau an dieser Aussage beißen sich die Steelers jetzt fest und werfen dem Rosenheimer Trainer mangelnde Kompromissbereitschaft vor. Dabei sollte eigentlich auch im Ellental bekannt sein, dass die Starbulls erst vor ein paar Tagen großen Sportsgeist gezeigt haben und da einer kurzfristigen Verlegung des Liga-Spiels gegen Weißwasser zugestimmt haben, obwohl sie auch kampflos drei Punkte und 15.000 Euro hätten einsacken können. 

Auch Starbulls-Vorstand Karl Aicher nimmt seinen Trainer in Schutz: "Dass Bietigheim jetzt uns bzw. dem Franz den Schwarzen Peter zuschieben will, finde ich nicht gerade sportlich. Normalerweise sind wir immer kooperativ. Solche Entscheidungen werden bei uns aber immer in Absprache mit unserem Trainer getroffen. In diesem Fall war aber das Bremerhaven-Argument nicht von der Hand zu weisen. Deswegen haben wir nicht zugestimmt!" Und damit sollten die Kritiker aus Bietigheim eigentlich verstummen - und die Diskussion ein Ende haben.

Martin Weidner

Quelle: rosenheim24.de

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