DEL2

So wurde der Einzug ins Halbfinale gefeiert

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
  • schließen

Rosenheim - Ein mitreißendes Spiel, tolle Stimmung und dann auch noch ein Sieg und der Halbfinal-Einzug: Am Freitagabend passte aus Sicht der Starbulls alles.

Die 3.046 Besucher im Kathrein-Stadion durchlebten allerdings ein Wechselbad der Gefühle, ehe der denkbar knappe 4:3 (1:0, 0:2, 2:1, 1:0)-Erfolg nach Verlängerung gegen die Dresdner Eislöwen feststand. Die Entscheidung brachte ein tolles Tor von Andrej Strakhov in der zweiten Minute der Verlängerung. Zuvor hatten die Innstädter zweimal zurückgelegen, doch sich mit unbändigem Kampfgeist immer wieder zurückgekämpft. Mit diesem Erfolg haben die Rosenheimer die Best-of-Seven-Serie nun mit 4:1 für sich entschieden und treffen ab dem kommenden Freitag im Halbfinale auf die Bietigheim Steelers.

Ehrungen für Weihager und Hauner

Die Sachsen, die ihre Top-Reihe (Kaartinen, Pöllänen, Boisvert) diesmal umgestellt bzw. „aufgeteilt“ hatten, begannen nach Ehrungen für Robin Weihager (Spieler des Jahres) und Norman Hauner (DEL2-Spieler des Monats Februar) sehr mutig und setzten die Grün-Weißen zunächst gehörig unter Druck. 

Es kamen dann auch noch Strafzeiten dazu: Insgesamt waren es nach der Spieldauerstrafe gegen Marcus Marsall sieben Minuten Unterzahl, die die Starbulls überstehen mussten. Dresden hätte in dieser Phase gut und gerne in Führung gegen können. Kurz vor Drittelende schlugen die Hausherren aber zu. Es lief das erste eigene Powerplay, als Kim Staal nach zwei geblockten Schüssen die Übersicht behielt und die Scheibe zur wichtigen 1:0-Führung in den Maschen versenkte (19.).

Dresden geht zweimal in Führung

Die Wende kam in einem offenen zweiten Abschnitt. Beide Klubs hatten jetzt Möglichkeiten, doch die Tore machten die Gäste. Erst hätten die Starbulls wohl besser eine Abseitsposition in Kauf genommen, denn der folgende Konter über Patrick Cullen und Sami Kaartinen führte in Minute 25 zum Ausgleich. Arturs Kruminsch schob den Puck aus kurzer Distanz ins Tor. 

Video: Die Tore des Spiels

Und es kam noch dicker für die Oberbayern: Kaartinen wurde auf der linken Defensivseite nicht attackiert und sein Schuss ging sowohl an einem Starbulls-Verteidiger als auch an Pasi Häkkinens Fanghand vorbei – 1:2 (29.). Rosenheim hatte nun kurzzeitig ernste Schwierigkeiten und Glück, dass Bruce Becker nach seiner Rückkehr von der Strafbank nicht den dritten Treffer für die Blau-Weißen markierte. Sein Break und damit vielleicht schon die Vorentscheidung in einer extrem engen Partie vereitelte Häkkinen.

Im letzten Drittel stürmte Rosenheim wieder mit deutlich mehr Vehemenz. Den Lohn gab es schon in der 44. Minute, als Max Hofbauer der 2:2-Ausgleich gelang. Nun war die Spannung greifbar – und es wurde wieder ein echter Playoff-Krimi: Nach einem Fehler der Starbulls hinter dem eigenen Tor kam die Scheibe sofort in den Slot, wo mit Thomas Supis ein dankbarer Abnehmer bereitstand – 2:3, Dresden wieder vorne (53.). 

Starbulls ziehen ins Halbfinale ein

Jetzt stand die Steer-Truppe mit dem Rücken zur Wand. Aber Grün-Weiß gab weiter Gas und rund zwei Minuten vor der Schlusssirene war es Tyler McNeely, der seine Mannschaft in die Verlängerung rettete. Dort dauerte das Spiel dann noch genau 91 Sekunden, ehe Andrej Strakhov die Partie und damit auch die Serie nach Pass von Dominic Auger mit einer Klasseaktion entschied (62.).

Special Teams entscheidend

„Ich kann meiner Mannschaft nichts vorwerfen. Sie hat alles gegeben. Wir haben die Serie aber nicht hier in Rosenheim, sondern in den beiden Heimspielen verloren“, konstatierte Eislöwen-Coach Thomas Popiesch, der aber seinem Kollegen Franz Steer fair zum Weiterkommen gratulierte. Der war zufrieden: „Spielentscheidend waren die Special Teams. Vor allem defensiv muss ich meiner Mannschaft da ein Riesenkompliment machen, wie sie sich da in die Schüsse geschmissen haben.“ Zum Lohn gibt es für seine Spieler nun am Wochenende frei, ehe am Montag die Vorbereitung auf das Semifinale beginnt. Dort könnten dann auch wieder die zuletzt verletzten Micky Rohner, Robert Schopf und Fabian Zick mit dabei sein.

Das Spiel in der Statistik:

Starbulls Rosenheim – Dresdner Eislöwen 4:3 n.V. (1:0, 0:2, 2:1, 1:0)

Tore: 1:0 (19.) Kim Staal (Max Renner, Robin Weihager – Überzahl-Tor), 1:1 (25.) Arturs Kruminsch (Sami Kaartinen, Patrick Cullen), 1:2 (29.) Sami Kaartinen (Patrick Cullen), 2:2 (44.) Max Hofbauer (Max Renner, Robin Hanselko – sechster Feldspieler), 2:3 (53.) Thomas Supis (Sami Kaartinen), 3:3 (58.) Tyler McNeely (Shawn Weller, Norman Hauner), 4:3 (62.) Andrej Strakhov (Dominic Auger, Kim Staal – Überzahl-Tor, GWG).

Schiedsrichter: Bastian Haupt (Kempten).

Strafen: Rosenheim 15 plus Spieldauerstrafe für Marcus Marsall – Dresden 26.

Zuschauer: 3.046.

redro24/mw

Quelle: rosenheim24.de

Zurück zur Übersicht: Starbulls Rosenheim

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser