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Ein Starbulls-Abend zum Vergessen

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Rosenheim - Es war ein Abend zum Vergessen: Die Starbulls bezogen am Abend nicht nur die höchste Saisonniederlage, sondern mussten noch eine weitere Hiobsbotschaft verkraften.

Rosenheims Trainer Franz Steer hatte bereits nach dem Weißwasser-Spiel vor Wochenfrist (5:3) eindringlich gewarnt: „Mit solchen Leistungen gewinnst du in der DEL2 nicht oft!“ Das mussten die Grün-Weißen fünf Tage danach gegen die Kassel Huskies schmerzlich erfahren. Vor 2.157 Besuchern setzte es für die Rosenheimer Eishockeyspieler am Freitagabend eine derbe 2:7 (1:3, 0:2, 1:2)-Heimpleite gegen den Neuling. Obwohl Steer bei der Pressekonferenz danach selten „milde“ Worte wählte, stimmte im Rosenheimer Spiel diesmal so gut wie gar nichts: Zu weit weg von den Gegenspielern, zu wenig Druck im Powerplay und viel zu viele individuelle Fehler waren letztlich die Gründe für die deutliche Abreibung.

Starbulls-Pleite gegen Kassel

Drei Gegentore in gut zehn Minuten

Diese begann schon im ersten Drittel: Die Nordhessen starteten – wie von Steer bereits im Vorfeld vorausgesagt – offensiv und mutig und spielten die Starbulls in den ersten zehn Minuten regelrecht an die Wand. Michael Christ hatte halbrechts im Powerplay viel zu viel Platz und traf flach ins kurze Eck. Das 0:1 (5.) war der einzige Gegentreffer, den Timo Herden im Starbulls-Kasten vielleicht hätte halten können. Ansonsten wurde der junge Goalie von seinem Vorderleuten bemerkenswert oft im Stich gelassen. So auch in der 9. Minute, als zwei Kassler in Unterzahl auf Herden zustürmten und kein Verteidiger in Sicht war, um John Zeiler daran zu hindern, den Puck im Nachsetzen zum 0:2 im Kasten zu versenken. 139 Sekunden später kam es noch schlimmer, als Daniel Kunce einen „Break“ eiskalt zum 0:3 (11.) abschloss. Erst jetzt fingen sich die Hausherren ein wenig, beim 1:3 durch Tim Kunes (15.) war aber trotzdem viel Glück im Spiel.

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Alle Spiele vom Freitag in der Statistik

Wer nach der ersten Pause aus Starbulls-Sicht auf Besserung hoffte, wurde bitter enttäuscht. Zum ersten Mal bereits in der 24. Minute, als Alexander Heinrich – Herden war die Sicht verdeckt – zum 1:4 von der blauen Linie traf. Endgültig entschieden war die Partie dann in der 39. Minute, als Heinrich bei einer 4:4-Situation nicht angegriffen wurde und dann seelenruhig den fünften Treffer für die Mannschaft von Rico Rossi und Rob Leask besorgen konnte. Am besten gefiel den Starbulls-Anhängern da noch die tätliche Auseinandersetzung zwischen Max Vollmayer und Matt Tomassoni. Der junge Rosenheimer Verteidiger hatte davor Kassels ehemaligen KHL-Torhüter Mika Järvinen über den Haufen gefahren. Für Vollmayer war das Spiel anschließend beendet, der Kassler Verteidiger durfte nach 14 Minuten in der Kühlbox weiterspielen.

Ehelechner für Herden nach 40 Minuten

In den letzten 20 Minuten, in denen Patrick Ehelechner für Herden zwischen den Starbulls-Pfosten stand, gelang Rosenheim durch Kapitän Stephan Gottwald zwar zunächst der zweite eigene Treffer (43.), doch an der klaren Niederlage konnte dies nichts mehr ändern. Zeiler (50.) und der Ex-Crimmitschauer Austin Wycisk (zehn Sekunden vor dem Ende) stellten am Ende auf 7:2 im Duell zweier ehemaliger DEL-Klubs. Rossi hatte hinterher eine nüchterne Erklärung für den souveränen Auftritt seiner Mannschaft: „Das erste Tor fiel in Überzahl, das zweite in Unterzahl. Danach ist alles optimal für uns gelaufen. Wir haben heute nichts Besonderes gemacht, sondern wir wollten das Spiel einfach halten. Das ist uns gelungen!“

Kollege Steer konnte natürlich nicht zufrieden sein, wollte mit seiner Mannschaft aber nicht zu hart ins Gericht gehen: „Im ersten Drittel haben wir drei Chancen hergegeben und drei Tore kassiert. Den anderen Treffern sind jeweils individuelle Fehler vorausgegangen. Im Gesamten waren wir heute einfach nicht in der Lage, das Spiel so zu gestalten, wie wir uns das vorgestellt haben.“

Kreuzbandriss bei Renner

Die vielen Verletzungen wollte der Coach jedoch nicht als Ausrede gelten lassen, auch wenn er zugab, dass der Ausfall von zwei Stammverteidigern (Marcus Götz und Max Renner) schon wehgetan hätte. Während Steer auf den Deutsch-Schweden (genauso wie auf Andrej Strakhov und Fabian Zick) wohl nächste Woche wieder zurückgreifen kann, wird der andere in dieser Saison voraussichtlich kein Spiel mehr machen: Der Defender hat sich nämlich einen Kreuzbandriss zugezogen, wird nächste Woche operiert und anschließend mindestens ein halbes Jahr ausfallen.

Video: Die Stimmen der Trainer

Das Spiel in der Statistik:

Starbulls Rosenheim – EC Kassel Huskies 2:7 (1:3, 0:2, 1:2) 

Tore: 0:1 (5.) Michael Christ (Alexander Heinrich – Überzahl-Tor), 0:2 (9.) John Zeiler (Mike Collins – Unterzahl-Tor), 0:3 (11.) Daniel Kunce (Jens Meilleur), 1:3 (15.) Tim Kunes (Simon Fischhaber, Stephan Gottwald), 1:4 (24.) Alexander Heinrich (Marco Habermann), 1:5 (39.) Alexander Heinrich (John Zeiler), 2:5 (43.) Stephan Gottwald (Marinus Kritzenberger, Max Hofbauer), 2:6 (50.) John Zeiler (Adriano Carciola), 2:7 (60.) Austin Wycisk (Dominik Patocka).

Schiedsrichter: Sirko Hunnius (Berlin).

Strafen: Rosenheim 25 plus Spieldauerstrafe für Max Vollmayer – Kassel 24.

Zuschauer: 2.157.

redro24/mw

Quelle: rosenheim24.de

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