Nach Blitzstart im letzten Drittel überrollt

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Bietigheim – Die Starbulls begannen das zweite Playoff Halbfinale in Bietigheim furios – aber am Ende wurden sie von einem nie aufsteckenden Gegner regelrecht überrollt. *NEU: Video*

Video: Die Stimmen der Trainer

Vor 2.654 Besuchern in der EgeTrans-Arena führten die Rosenheimer Eishockeyspieler nach fünf Minuten bereits 2:0, doch letztlich mussten sie sich bei den Bietigheim Steelers mit 2:5 (2:0, 0:0, 0:5) geschlagen geben. Damit haben die Schwaben die Best of Seven-Serie zum 1:1 ausgeglichen. Vor allem im Schlussabschnitt machte das Team von Kevin Gaudet mächtig Dampf und holte sich so noch einen deutlichen Erfolg.

Dabei hatten die Starbulls zuvor einen wahren Traumstart hingelegt. Genau 39 Sekunden waren gespielt, der erste Wechsel noch nicht vollzogen, als Dominic Auger von halblinks wuchtig abzog. Der Ex-Rosenheimer Frederic Cloutier, der diesmal anstelle von Joey Vollmer den Steelers-Kasten hütete, ließ abprallen und Norman Hauner staubte aus kurzer Entfernung ab – 0:1 (1.). Und es kam noch besser: Nach einem tollen Angriff über die linke Seite und Vorarbeit von Andrej Strakhov ließ sich Kim Staal nicht stoppen und verlud Cloutier in der fünften Spielminute ein zweites Mal. Erst jetzt fanden die Schwaben besser in die Partie und hatten durch David Wrigley und Mark Heatley ernstzunehmende Torgelegenheiten. Rosenheim hielt aber mit harter Arbeit dagegen und verdiente sich die Führung nach 20 Minuten durchaus.

Nach dem ersten Kabinengang entwickelte sich ein heißer Playoff-Fight mit Chancen auf beiden Seiten. Greg Squires und Matt McKnight hätten es in zwei Drangperioden für die Cracks aus dem Ellental richten können. Der Ex-Landshuter Marco Schütz hätte dann nach einem Solo eigentlich spätestens treffen müssen, doch die Oberbayern fingen sich jeweils gerade rechtzeitig wieder und hatten selbst eine riesige Doppelchance zum dritten Tor. Doch weder Hauner noch Tyler McNeely konnten die Scheibe aus kurzer Distanz verwandeln.

In den letzten 20 Minuten wurden die Starbulls von den Hausherren allerdings regelrecht überrollt. Markus Gleich gelang im Powerplay in der 45. Minute zunächst der Anschlusstreffer, was dann auch das Publikum wieder aufweckte. Jetzt kam die große Zeit von Alexej Dmitriev, der zunächst das 2:2 markierte und dann bei der erstmaligen Bietigheimer Führung in Unterzahl Robin Weihager enteilte und Häkkinen keine Abwehrchance ließ. Im absoluten Finish kamen Hektik und Nickligkeiten ins Spiel, in der es neben zwei weiteren Treffern für Bietigheim durch Rene Schoofs und Dmitriev zahlreiche Strafzeiten für die Starbulls hagelte.

„Wir haben sehr gut begonnen, aber dann ab dem zweiten Drittel nachgelassen. Wir waren da zu weit weg vom Mann. Letztlich waren Überzahl und Unterzahl heute entscheidend“, sagte Starbulls-Coach Franz Steer und warnte zugleich vor überzogenen Erwartungen: „Ich habe nicht erwartet, dass wir hier locker durchmarschieren. Das wird eine enge Serie!“ Weiter geht es darin mit dem dritten Spiel am Mittwochabend (19.30 Uhr) im Kathrein-Stadion.

Das Spiel in der Statistik:

Bietigheim Steelers – Starbulls Rosenheim 5:2 (0:2, 0:0, 5:0)

Tore: 0:1 (1.) Norman Hauner (Dominic Auger, Shawn Weller), 0:2 (5.) Kim Staal (Andrej Strakhov), 1:2 (45.) Markus Gleich (Greg Squires, Mark Heatley – Überzahl-Tor), 2:2 (50.) Alexej Dmitriev (Matt McKnight, David Wrigley), 3:2 (55.) Alexej Dmitriev (Markus Gleich – Unterzahl-Tor), 4:2 (56.) Rene Schoofs (Mark Heatley, Patrik Vogl), 5:2 (59.) Alexej Dmitriev (Chris St. Jacques, Bastian Steingroß – Überzahl-Tor).

Schiedsrichter: Sven Fischer (Hamburg) und Markus Krawinkel (Moers).

Strafen: Bietigheim 20 – Rosenheim 35 plus Spieldauerstrafe gegen Florian Müller.

Zuschauer: 2.654.

Quelle: rosenheim24.de

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