Staal-Tore entscheiden Playoff-Fight

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Rosenheim – Nichts für schwache Nerven war Spiel drei im Playoff-Viertelfinale der Starbulls gegen Dresden. Letztlich behielten die Gastgeber jedoch knapp die Oberhand. *NEU: Videos*

Video: Die Tore des Spiels

Die 2.811 Besucher im Kathrein-Stadion bekamen am Sonntagabend einen echten Playoff-Fight geboten, in dem die Rosenheimer Eishockeyspieler zwar viele Chancen ausließen, aber unermüdlichen Kampfgeist an den Tag legten und deshalb am Ende zurecht mit 4:2 (1:2, 1:0, 2:0) gegen die Dresdner Eislöwen gewannen. Damit sind die Grün-Weißen in der Best-of-Seven-Serie mit 2:1 in Führung gegangen. Matchwinner war Kim Staal. Der dänische Nationalspieler verwandelte im letzten Drittel einen Penalty eiskalt und machte dann Sekunden vor der Schlusssirene mit dem vierten Tor alles klar.

Kein Zentimeter Eis wurde verschenkt

Die Begegnung war von der ersten Sekunde an heiß umkämpft. Kein Zentimeter Eis wurde verschenkt, die Checks hart zu Ende gefahren und – wie in den Playoffs üblich – war auch die eine oder andere kleine Nickligkeit dabei. In der 7. Minute durften zunächst die Hausherren feiern, als Robin Hanselko der wichtige Führungstreffer gelang. Doch der Torjubel der Fans war noch gar nicht verklungen, da schepperte es schon auf der anderen Seite. Nach Vorlage des Ex-Ravensburgers Lukas Slavetinsky traf Andre Mücke von halbrechts maßgenau unter die Latte – 1:1, nur 15 Sekunden später (7.). Und es sollte noch besser für die Sachsen kommen, als Bruce Becker in der 17. Minute im Powerplay blitzschnell reagierte und einen Abpraller aus kurzer Entfernung zum 1:2 über die Linie drückte.

Die Rosenheimer kamen mit viel Wut im Bauch aus der Kabine aufs Eis zurück. Doch zunächst klappte auch das zweite doppelte Überzahl-Spiel an diesem Abend nicht so recht. Dennoch wurden die Aktionen der Grün-Weißen nun zielgerichteter. Sie belohnten sich schließlich in der 35. Minute, als der Schwede Robin Weihager die Scheibe im Powerplay fulminant unter die Querlatte hämmerte. Eislöwen-Keeper Kevin Nastiuk, der wieder eine starke Partie ablieferte, konnte da nur verdutzt hinterherschauen.

Die letzten fünf Sekunden machten alles klar

Im Schlussabschnitt blieben die Hausherren die spielbestimmende Mannschaft, ehe im Schlussteil dann die Stunde von Staal schlug. Der Däne verwandelte zunächst den nach absichtlichem Torverschieben verhängten Penalty mit aller Ruhe und Erfahrung zum 3:2 (52.). In der Folge verpasste Rosenheim bei guten Möglichkeiten mehrmals die Vorentscheidung, hatte aber auch einmal Glück, als SBR-Goalie Pasi Häkkinen kurz vor Schluss nicht wusste, wo die Scheibe nach dessen Parade gelandet war. Letzten Endes waren noch fünf Sekunden auf der Uhr, als die Scheibe über Max Renner und Shawn Weller zu Staal kam, der zum 4:2-Endstand ins verwaiste Tor der Sachsen traf.

„Wir haben das Spiel lange offen gehalten. Je länger das Spiel gedauert hat, haben wir aber Rosenheim zu viele Möglichkeiten durch eigene Scheibenverluste ermöglicht. Darauf hatten wir keine passende Antwort. Auswärts muss man außerdem die eigenen Chancen besser nützen“, bilanzierte Gästetrainer Thomas Popiesch.

Dresden hat Chancen verpasst

Kollege Franz Steer kritisierte zwar das eigene Powerplay, aber lobte den Kampfgeist seiner Truppe: „Dresden war sehr aggressiv und ist gut auf den Körper gegangen. Wir hatten zweimal doppelte Überzahl und haben damit Riesenchancen liegen lassen. So etwas rächt sich normal. Da hätten wir mehr draus machen müssen. Mir hat aber imponiert, wie sich meine Jungs in die Schüsse geschmissen und gefightet haben. Das war heute schon sehr gutes Playoff-Eishockey.“ Dieses werden die Starbulls auch am Dienstag zeigen müssen, wenn sie zum vierten Spiel der Serie wieder in Dresden antreten müssen. Spielbeginn ist um 20 Uhr in der Energieverbund-Arena.

Video: Die Stimmen der Trainer

Das Spiel in der Statistik:

Starbulls Rosenheim – Dresdner Eislöwen 4:2 (1:2, 1:0, 2:0)

Tore: 1:0 (7.) Robin Hanselko (Florian Müller, Robin Weihager), 1:1 (7.) Andre Mücke (Lukas Slavetinsky), 1:2 (17.) Bruce Becker (Thomas Supis, Vincent Schlenker – Überzahl-Tor), 2:2 (35.) Robin Weihager (Andrej Strahkov – Überzahl-Tor), 3:2 (52.) Kim Staal (Penalty), 4:2 (60.) Kim Staal (Shawn Weller, Max Renner – ENG).

Schiedsrichter: Ralph Bidoul (Sonthofen).

Strafen: Rosenheim 18 – Dresden 14.

Zuschauer: 2.811.

redro24/mw

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Starbulls Rosenheim

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