Steer: "Das kann niemand auffangen"

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Gegen die Bietigheim Steelers haben die Starbulls Rosenheim nur knapp verloren.

Rosenheim - Trotz der Pleite gegen Bietigheim ist Starbulls-Trainer Franz Steer stolz auf sein Team, hadert aber mit den Ausfällen. Die Steelers zollen den Rosenheimern Respekt.

Die Starbulls Rosenheim haben gegen die Bietigheim Steelers mit 2:3 verloren. Wieder gab es keine Punkte. Aber: Sie haben gezeigt, dass sie Eishockey spielen können. Sie haben gezeigt, dass sie den souveränen Tabellenführer massiv unter Druck setzen können. Und sie haben gezeigt, dass sie füreinander kämpfen können. "Wir hatten im ersten Drittel eine Torchance, Rosenheim hat uns nur unter Druck gesetzt", sagte der Bietigheimer Trainer Kevin Gaudet. Und in der Tat, Bietigheimer war lange nicht mehr so nah am Rande der Niederlage.

Starbulls gehen zweimal in Führung

Die 1733 Zuschauer sahen ein gutes und taktisch diszipliniertes Eishockeyspiel, in dem die Starbulls die gefährlichere Mannschaft waren. Dementsprechend gingen sie zweimal durch Mondo Hilger mit seinem ersten Saisontor und Mario Trabucco in Führung. Bietigheim konnte aber immer wieder ausgleichen und schließlich auch den Führungs- und damit auch Siegtreffer erzielen. Die Starbulls kämpften trotz fünf Ausfällen und zwei angeschlagenen Spielern, erarbeiteten sich Chance um Chance, aber die Scheibe wollte nicht so oft rein wie sie hätte sollen. Bezeichnend: Rosenheim hatte zwei Pfosten- und einen Lattentreffer.

Herausragend bei Bietigheim war David Wrigley. Erst traf er nach einem Bully zum 1:1, dann mit einem sehenswerten Handgelenkschuss in den Winkel zum 2:2. Das dritte Bietigheimer Tor fiel dann kurios. Die Scheibe flog hoch aufs Tor von Patrick Ehelechner, ein Rosenheimer und ein Bietigheimer versuchten die Scheibe aus der Luft zu fischen. Sie fiel dennoch aufs Eis, sprang stark nach rechts weg und landete bei Archie Skalbeck, der Ehelechner keine Chance ließ. Es bewahrheitete sich, was Starbulls-Trainer Franz Steer schon vor dem Spiel sagte. Zum einen braucht Bietigheim sehr wenige Chancen zum Torerfolg, und die dreckigen Tore für Rosenheim wollen einfach nicht fallen.

Starbulls-Pleite gegen Bietigheim Steelers

Chance am Schluss

Am Ende verwalteten die Steelers das Ergebnis und spielten clever die Uhr runter. Um ein Haar wäre aber doch noch der Ausgleich gefallen. Ein langer Pass aus der eigenen Zone erreichte Tyler McNeely, der alleine auf Sinisa Martinovic zufahren konnte. Der Bietigheimer Goalie parierte den Handgelenkschuss auf der Fanghandseite aber stark und hielt auch den Nachschuss 29 Sekunden vor Schluss.

Steer war nach dem Spiel dennoch stolz auf seine Mannschaft. Sie habe gut nach dem Spiel gegen Frankfurt reagiert, habe taktisch klug und diszipliniert gespielt. Er haderte aber auch mit der Pechsträhne: „Wenn der Beppo Frank nach der Strafe, die für mich keine war, gesperrt wird, dann tut uns das weh. Ich muss mit jungen Verteidigern spielen, die machen nun mal Fehler, da fehlt noch die Konstanz. Ein Marcus Götz hat in der Nacht mit Magen-Darm-Problemen zu kämpfen gehabt, der hat fast durchgespielt. Tyler McNeely war lange verletzt und richtig fit war er heute auch nicht. Maximilian Vollmayer hat sich am Donnerstag im Training verletzt und Simon Fischhaber spielt mit einer Handverletzung. Das kannst du irgendwann nicht mehr auffangen, niemand kann das.“

Trotzdem, die Starbulls können mit stolz geschwellter Brust aus diesem Spiel gehen, „denn so ein hartes Spiel hatten wir lange nicht mehr“, sagte Gaudet am Ende anerkennend.

Pressebericht Starbulls Rosenheim e.V. (C.B.)

Quelle: rosenheim24.de

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