Starbulls: Wille und Moral reichten nicht zum Sieg

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Garmisch-Patenkirchen - Beim oberbayerischen Derby verloren die Starbulls vor einer Rekordkulisse von über 5100 Zuschauern in der Verlängerung. Immerhin behalten die Starbulls die Tabellenführung.

Zwischenbilanzen des Live-Tickers im Stadion

1. Drittel: Die Starbulls Rosenheim führen mit 4:1 gegen den SC Riessersee! Von einer Überlegenheit der Starbulls kann dabei aber keine Rede sein, denn die Spielanteile und die Großchancen halten sich bislang die Waage und das Schussverhältnis spricht für die Gastgeber. Aber die Starbulls nutzen ihre Chancen im Gegensatz zu den Gastgebern bislang konsequent. Und im Duell der Torhüter ist Pasi Häkkinen seinem Gegenüber Bryan Hogan, der zwar keinen großen Fehler gemacht hat aber beim dritten und vierten Gegentreffer recht unglücklich aussah, bislang deutlich voraus.

2. Drittel: Die Starbulls führen nur noch mit 4:2. In den ersten Minuten nach der ersten Pause ging die Partie so abwechslungsreich und gutklassig weiter wie im ersten Durchgang mit Chancen auf beiden Seiten. Den Starbulls gelang es aber immer besser, die Offensivbemühungen der Gastgeber effektiv zu unterbinden. Selbst gingen die Grün-Weißen mit der Drei-Tor-Führung im Rücken in der Vorwärtsbewegung kein Risiko ein. Der zweite Riesserseer Treffer fiel schließlich bei angezeigter Strafe aus heiterem Himmel, er gab der zuvor immer einfallsloser agierenden Krinner-Elf aber wieder merklich auftrieb.

3. Drittel: Die Starbulls verliere in Garmisch gegen den SC Riessersee nach 4:1-Führung nach dem ersten Drittel mit 4:5 nach Verlängerung. Das Endergebnis geht in Ordnung, denn während die Gastgeber sich von einem dem Spielverlauf nicht entsprechend hohen Rückstand nach dem ersten Drittel nicht entmutigen ließen und viel Willen und Moral zeigten, versäumten die Starbulls im zweiten Drittel die Vorentscheidung mit einem weiteren Treffer. Im letzten Drittel kam dann einfach zu wenig.

Hier können Sie das gesamte Spiel im Live-Ticker nachlesen.

Der Vorbericht zum Samstagsspiel

Nur zwei Tage nach der erfolgreich verteidigten Tabellenführung geht es für den "Weihnachtsspitzenreiter" Rosenheim zum oberbayerischen Derby nach Garmisch-Partenkirchen. Dort erwartet die Innstädter ab 19.30 Uhr ein heißer Empfang, denn der gastgebende SC Riessersee erwartet zu diesem Spiel mit 3500 Zuschauern eine Rekord-Kulisse.

Keine Zeit zum Verschnaufen

Nachdem die Weihnachtstage für die Starbulls zu wahren Festspielen mutiert waren und dem Team um Kapitän Stephan Gottwald die Tabellenführung einbrachten, bleibt indes keine Zeit zum verschnaufen, denn der Spielplan hat es in sich. Acht Spiele sind in dreizehn Tagen in der DEL2 zu absolvieren!

Wohl dem, der jetzt auf das Gros seines Kaders zurückgreifen kann. Bis auf die Verletzten Max Renner und Leopold Tausch stehen SBR- Coach Franz Steer alle Spieler zur Verfügung und machen somit ein Auftreten mit vier Sturmreihen möglich. Bei diesem vollen Terminkalender möglicherweise ein entscheidender Wettbewerbsvorteil.

Defensivspezialisten treffen aufeinander

Viele Experten sind sich einig: Hier und jetzt werden die Weichen gestellt für die Positionierungen in der Tabelle. Wer jetzt bremst verliert! Das Nachbarschaftsduell der beiden oberbayerischen Altmeister dürfte es durchaus in sich haben, auch wenn die Fans sich sicherlich nicht auf ein Offensivspektakel gefasst machen sollten. Beide Kontrahenten stellen die besten Defensivreihen in der DEL2 und sind bekannt für ihr gutes "Backchecking". 

Da wird Geduld und Disziplin zur obersten Tugend werden, denn ein gutes Überzahlspiel könnte durchaus der mögliche Schlüssel zum Erfolg sein. Der SC Riessersee ist in dieser Saison zuhause eine Macht und hat zwölf seiner sechszehn Heimspiele gewonnen. Zwar konnten die Starbulls ihr erstes Gastspiel unter der Zugspitze mit dem knappsten aller Ergebnisse mit 1:0 für sich entscheiden, jedoch konterten die

Werdenfelser beim Rückspiel in Rosenheim umgehend und gewannen ihrerseits mit 2:1. Zuletzt wurde sogar Landshut mit 5:0 aus der Halle geschossen und ein 5:2 Auswärtssieg beim ESV Kaufbeuren gefeiert.

Play-off-Kandidat geworden

Der Lohn ist der aktuell siebte Rang mit reichlich Vorsprung auf einen Nicht-Play-off-Platz. Keine Frage, diese von Toni Krinner geführte Mannschaft ist in dieser Saison zu einem ernsthaften Play-off Kandidaten gereift, der man durchaus auch mehr zutrauen kann. Als Turm in der Schlacht stellt sich bisher der so famos haltende Torhüter Bryan Hogan dar, der von einer jungen, gut instruierten deutschen Verteidigung unterstützt wird.

Toni Krinner hat den Hebel seit seinem Engagement beim zehnmaligen Deutschen Meister ganz klar beim defensiven Verhalten angesetzt und gilt nicht umsonst als ein Musterschüler von Trainerlegende Hans Zach. Aber auch in der Offensive wissen die Werdenfelser durchaus zu gefallen und können auf Stützen wie Lubor Dibelka, Jaroslav Kracik, Morten Lie, Andrew Bohmbach oder Maximilian Kastner verweisen, die allesamt wissen wo das gegnerische Tor steht.

Grade die Neuverpflichtung des vormaligen Landshuters Kracik hat der Mannschaft zusätzliche Stabilität verliehen und macht diese Truppe noch gefährlicher. Da wartet also Schwerstarbeit auf Rosenheims Eishockeyspieler, die zu diesem Spiel auch wieder von einer großen Schar an Fans begleitet werden wird. Wird es den Starbulls ein zweites Mal in dieser Saison gelingen die Festung Olympia-Eissport-Zentrum zu stürmen?

Pressebericht Starbulls Rosenheim e.V. (O.L.)

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Ruprecht

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