Starbulls: Kommt noch ein Neuer?

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Trifft er bald nicht gegen (wie damals im Kaufbeurer Trikot gegen Norm Maracle), sondern für die Starbulls ins Tor: Levi Nelson.
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Rosenheim – Am Donnerstag schließt die Eishockey-Transferliste. Bleibt die Frage, ob die Starbulls bis dahin noch einmal zuschlagen und einen neuen Spieler verpflichten.

Der Trainer der Rosenheimer Eishockeyspieler Franz Steer wollte sich dazu allerdings nur bedingt in die Karten blicken lassen. Wie er jetzt auf Anfrage unserer Redaktion verriet, werde der Markt aber zu jeder Zeit sondiert: „Ich bekomme täglich Spieler via E-Mail oder Fax angeboten.“

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Da aber die Zuschauerzahlen und die damit verbundenen Einnahmen heuer nicht die besten sind, muss der Coach sehr sorgfältig abwägen, ob er überhaupt noch einen Neuen holt und ob der mögliche Neuzugang wirklich die nötigen (Torjäger-) Qualitäten hat und auch in allen Belangen in die Mannschaft passt. „Oft ist es nämlich so, dass es bei Spielern, die im Januar auf dem Markt sind, irgendeinen Haken gibt. Denn ansonsten würde der betreffende Spieler jetzt gerade keinen Verein suchen“, weiß Steer. Deshalb gilt: Sofern noch ein neuer Spieler geholt wird – wenn dann ein ausländischer Stürmer – muss es hundertprozentig passen.

Als sicher darf deswegen derzeit nur angenommen werden, dass es im Fall der Fälle wohl Ryan del Monte treffen würde, der dann zum Zuschauen verdammt wäre. Denn im bisherigen Saisonverlauf konnte der Kanadier bis auf wenige Ausnahmen (z.B. beim Halbfinal-Erfolg im Pokal in Schwenningen) nur bedingt überzeugen. In bislang 29 Liga-Einsätzen gelangen dem Mittelstürmer bislang acht Tore und elf Beihilfen (19 Punkte). Zum Vergleich: Die Liga-Spitze hält derzeit bei um die 50 Scorerpunkte, wobei diese Akteure einige Spiele mehr auf dem Buckel haben, weil del Monte zu Saisonbeginn ja länger verletzt war.

Steer an Levi Nelson dran?

Insgesamt stuft Steer die Wahrscheinlichkeit, dass in den zweieinhalb Tagen bis zum Ende der Frist noch ein Neuer kommt, aber eher als gering ein: „Da müsste jetzt kurzfristig schon noch eine Granate auftauchen, die dann auch noch finanzierbar sein muss!“ Das Geld war auch der Grund, warum sich ein bei Steer hoch im Kurs stehender Akteur jetzt für ein Engagement in Norwegen bei den Stavanger Oilers entschieden hat.

Aber es schweben auch noch die Namen anderer Kandidaten im Raum. Der Interessanteste davon ist mit Sicherheit Levi Nelson. Der 24-jährige Kanadier machte sich letzte Saison bei seinem Engagement in Kaufbeuren einen Namen, als er in 31 Spielen 28 Tore und 16 Assists erzielte. Er wäre mit Sicherheit ein Mann, der weiß, wo das Tor steht. Aber ob es mit dem zuletzt bei den Greenville Road Warriors in der EHCL engagierten Stürmer klappt, darauf wollte sich Steer nicht festlegen: „Wir müssen abwarten, was bis Donnerstag noch passiert!“

Stephens-Rückkehr kein Thema

Vom Tisch ist dagegen eine mögliche Rückkehr von Mitch Stephens. Der Stürmer war nachweislich letzte Woche in Rosenheim und hat sich dort mit Starbulls-Kapitän Stephan Gottwald getroffen. Mit einer möglichen Verpflichtung hatte dies allerdings überhaupt nichts zu tun. „Das ist kein Thema. Mitch hat einen gut dotierten Vertrag in Italien. Dort gefällt es ihm auch sehr gut. Gotti und er sind gut befreundet und haben sich lediglich auf einen Kaffee getroffen“, so Steer, der abschließend klar stellt, dass er nicht auf Teufel komm raus noch unbedingt eine Verpfllichtung haben muss: „Ob es mit einem anderen Spieler besser wird, ist sowieso immer die Frage. Ich hole mir jedenfalls nicht freiwillig ein Problem ins Haus! Wenn nichts Passendes kommt, spiele ich gegebenenfalls auch mit unseren DNL-Spielern, die sind nämlich jung und willig!“ Die Fans müssen also abwarten, ob sich noch was tut...

Martin Weidner

Quelle: rosenheim24.de

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