Unstimmigkeiten zwischen Vorstand und Stadt Rosenheim

Liegt das neue Starbulls-Stadion jetzt auf Eis?

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Rosenheim - Es kriselt zwischen der Stadtverwaltung und dem Vorstand der Starbulls. Schuld ist ein Interview zu möglichen Standorten für das geplante, neue Eisstadion:

In der Sitzung des Stadtrats am Mittwochabend fand Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer deutliche Worte in Richtung des Vorstands der Rosenheimer Starbulls: "Ich werde das Fass Eishockey nicht mehr anfassen" und "die Konsequenz ist, dass ich niemanden mehr so schnell in mein Büro lasse", so Bauer, nachdem sie im öffentlichen Teil der Sitzung auf mögliche, neue Standorte für ein Eisstadion in Rosenheim angesprochen wurde. Liegt das Projekt jetzt aus heiterem Himmel auf Eis?

Was ist passiert?

An Ostern hatte die OVB-Heimatzeitung von einem Erfolg in der Standort-Diskussion um das neue Eisstadion der Starbulls berichtet. Starbulls-Vorstand Jost Fischer zeigte sich überzeugt, dass "der Durchbruch bei der Standortfrage für das neue Eisstadion unmittelbar bevorsteht."

Auf dem Kunstrasen des TSV 1860 Rosenheim sollte der Ersatz-Bau entstehen, die Fußballer sollten auf einen neuen Platz in Westerndorf St. Peter ausweichen. Ein Parkhaus mit 400 Plätzen sollte das Angebot bis 2020 abrunden.

Die Stadt Rosenheim reagiert verstimmt

Informationen, die anscheinend nicht für die Öffentlichkeit bestimmt waren. Auf Nachfrage beim Wirtschaftsdezernenten der Stadt Rosenheim, Thomas Bugl, erklärte dieser am Donnerstag: "Die Stadt gibt grundsätzlich über interne Gespräche keinerlei Auskunft." Den Ausführungen der Oberbürgermeisterin in der öffentlichen Sitzung des Stadtrats vom Mittwoch sei nichts mehr hinzuzufügen. Er zeigte sich weiter sehr erstaunt, dass so viele Details an die Öffentlichkeit gedrungen seien, handelte es sich beim Termin mit dem Vorstand der Starbulls im Rosenheimer Rathaus doch um ein vertrauliches Hintergrundgespräch. Ob und wie die Planungen in Sachen Eisstadion also weitergehen, bleibt zunächst unklar.

Das sagt der Starbulls-Vorstand:

Auf Nachfrage von rosenheim24.de äußert sich die Vorstandschaft der Rosenheimer Starbulls schriftlich zum Thema:

"Am 08.03.2016 fand im Rathaus zunächst unter Anwesenheit von Pressevertretern die Vertragsunterzeichnung zwischen der emilo GmbH und der Stadt Rosenheim statt.

Im unmittelbaren Anschluss hierzu fand ein weiteres geplantes Gespräch zwischen den Vereinsvertretern der Starbulls Rosenheim, Frau Oberbürgermeisterin Bauer, sowie Dezernenten und Mitarbeitern der Stadtverwaltung statt. Hierbei waren auch zwei Stadträte zweier Parteien im Rosenheimer Stadtrat anwesend, welche wohl auf Einladung der Stadt zu diesem Gespräch hinzugezogen wurden. Neben weiterer Themen wurde unter anderem auch über die „Standortfrage“ zum Bau eines neuen Eisstadions gesprochen."

Waren die Gespräche vertraulich?

Weiter heißt es in der Stellungnahme in Bezug auf den vertraulichen Charakter des Gesprächs:

"Von Seiten des Vereins wurde Frau Oberbürgermeisterin Bauer mitgeteilt, dass aufgrund der - mittlerweile ja schon jahrelangen Stadiondiskussion - aus Sicht der Bevölkerung unklar sei, wie denn nunmehr die Stadt grundlegend - zu diesem Thema positioniert sei.

Hierauf wurde entgegnet, dass möglicherweise nach Außen ein falscher Eindruck entstehen würde. Die Stadt und auch Frau Oberbürgermeisterin Bauer selbst seien durchaus für einen Stadionneubau. Nie sei Gegenteiliges kommuniziert worden. Dies könne ruhig auch nach außen getragen werden."

Zweite Eisfläche für alle Nutzer dringend nötig

Dass die Unstimmigkeiten jetzt den Neubau des Stadions verhindern könnten, sieht die Vorstandschaft der Starbulls kritisch:

"Aus Sicht des Vereins würde dies allen bisherigen Aussagen und Bemühungen aller Beteiligten sowie dem in tatsächlicher Hinsicht bestehenden Erfordernis widersprechen. Zudem hat sich an der eigentlichen Situation und der damit erforderlichen Notwendigkeit eines Stadionneubaus bzw. Erstellung einer zweiten Eisfläche – dies nicht nur für den Starbulls Rosenheim e. V., sondern für alle Nutzer des Eisstadions - nichts geändert, sodass aus hiesiger Sicht die Planungen, Klärung der offenen Fragen sowie die politische und auch baurechtliche Umsetzung dringend fortzuführen sind."

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © red/pa

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