"Stadt steht vor der Entscheidung"

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Jetzt hat sich Starbulls-Vorstand Willi Graue zu Wort gemeldet und einige Worte aus Sicht des Vereins zum Thema Kathrein-Stadion verloren.

Rosenheim - Die Zukunft des Kathrein-Stadions ist ungewiss. Jetzt hat sich Starbulls-Vorstand Wilhelm Graue zu Wort gemeldet und einige Dinge klargestellt:

Wie berichtet, hatte das Ergebnis eines Brandschutzgutachtens für große Aufregung im Umfeld der Starbulls Rosenheim und offenbar auch bei den Verantwortlichen von Verein und Stadt gesorgt. Im Zuge dieses vernichtenden Zeugnisses musste die Zuschauerkapazität des altehrwürdigen Eisstadions an der Jahnstaße (Baujahr 1961, überdacht seit 1973) von 6.300 auf jetzt 4.750 Fans reduziert werden. Das sind satte 1.600 Zuschauer weniger.

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Fast 1.600 Plätze weniger

Da stellt sich natürlich die Frage, ob dies nicht mit kräftigen Einnahmeverlusten für den Hauptnutzer, die Starbulls Rosenheim, verbunden ist? "Wir können mit den erlaubten 4.750 Zuschauern bei normalen Spielen durchaus leben. Einnahmen fehlen uns allerdings dann, so bald Schlagerspiele anstehen wie gegen Landshut oder in den Play Offs. Wir reden da von fünf bis sechs Spielen in der Saison, wo dann plötzlich jeweils über 1.000 Zuschauer weniger ins Stadion dürfen. Das ist für uns natürlich ein krasser Einnahmenausfall", sagte jetzt Starbulls-Vorstand Willi Graue, der gleichzeitig an die Fans appellierte: "Vielleicht können wir das ja kompensieren, wenn die Leute registrieren, dass auch zu den normalen Spielen mehr Leute kommen können und nicht wie jetzt gegen Kaufbeuren nur gut 1.900 Zuschauer."

Gegen den "Vorwurf", dass durch diese Einnahmeverluste der Etat der Profi-Mannschaft durcheinandergewirbelt werden könnte, wehrt sich Graue allerdings energisch: "Durcheinandergewirbelt wird hier gar nichts. Wir sind ja keine Hasardeure. Wir planen vorsichtig. Das wird schon klappen. Da sehe ich keinesfalls schwarz.“ 

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Dennoch werden sich Graue, seine Vorstandskollegen und vor allem auch die Stadt Rosenheim schnell überlegen müssen, wie es weitergeht. Denn glaubt man ersten (unbestätigten) Schätzungen, ist mindestens ein zweistelliger Millionenbetrag notwendig, um das gut 50 Jahre alte Kunsteisstadion in einen Zustand zu versetzen, der einigermaßen dem heutigen Standard entsprechen würde. Graue sieht es sogar noch ein wenig krasser: "Fakt ist, dass man dieses Stadion wohl kaum mit einem vertretbaren Kostenaufwand in einen Zustand versetzen könnte, wie es für Stadien dieser Art heutzutage üblich ist."

Doch was ist dann richtige Lösung? Kommt sogar der von einigen Fans geforderte Neubau? "Da kann ich nur eines sagen: Wir nehmen uns jetzt alle in den Arm und schunkeln: Wer soll das bezahlen...“, so Graue und hatte damit die Lacher während dieser Pressekonferenz auf seiner Seite. Er ging aber gleich zum Wesentlichen über: "Dieses Brandschutzgutachten und die Reduzierung der Zuschauerkapazität ist nicht das einzige Problem, was wir hier im Stadion haben! Wir haben ein Stadion, das mittlerweile in die Jahre gekommen ist und in vielerlei Hinsicht nicht mehr den heutigen Anforderungen entspricht. Ob das nun die Bau-Energetik oder was anderes ist, da gibt es viel zu tun. Es hat zuletzt Begehungen mit der Stadt gegeben, wo klar wurde, dass es an vielen Ecken fehlt. Die Stadt steht nun vor der Entscheidung, ob man saniert oder ob man den Fokus auf etwas Neues richtet."

Genau über diese Frage - aufwändige Sanierung oder kompletter Neubau - werden sich die Verantwortlichen nun in den kommenden Monaten Gedanken machen. Graue: "Wir müssen gemeinsam nachdenken, wie wir diese Sache bewältigen können." Der Ausgang ist aktuell völlig offen.

mw

Quelle: rosenheim24.de

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