Schwenningen nimmt Revanche

+
Für Michael Baindl und die Starbulls gab es am Sonntagabend in Schwenningen nichts zu holen.

Schwenningen – Nichts zu holen gab es für die Starbulls bei ihrem Gastspiel im Schwarzwald. Die ersatzgeschwächte Steer-Truppe kam dort am Ende deutlich unter die Räder.

Vor 1.945 Zuschauern – Minusrekord für den SERC in dieser Saison – verloren die Rosenheimer Eishockeyspieler am Abend letztlich völlig zurecht mit 0:5 (0:2, 0:3, 0:0) bei den Schwenninger Wild Wings. Dabei passten aus Gästesicht weder Überzahlspiel noch Zweikampfverhalten, so dass man sich über die Höhe der Niederlage am Ende nicht beschweren durfte. Den Hausherren gelang hingegen die eindrucksvolle Revanche für die aus ihrer Sicht bittere 1:2-Last-Minute-Niederlage am Dienstag im DEB-Pokal-Halbfinale.

Das Spiel hatte noch gar nicht richtig begonnen, da lagen die Starbulls schon zurück: Nach 54 Sekunden war es Matthias Forster, der einem Schuss von Alexander Dück mit der Kelle die entscheidende Richtungsänderung gab – 1:0 für Schwenningen (1.). Rosenheim antwortete mit zwei Möglichkeiten für Greg Squires, der aber ansonsten – genau wie seine Kollegen – diesmal ziemlich blass blieb. In Minute 7 war der zweite Treffer für die Schwarzwälder fällig, als Marcus Götz im Powerplay abzog und mit einem Schuss von der blauen Linie erfolgreich war. In der Folge fing sich Rosenheim zwar etwas, aber dennoch waren die Wildschwäne dem dritten Treffer meist näher, als die Grün-Weißen den Anschluss.

Bitter wurde es dann in den zweiten 20 Minuten. Von immer stärker werdenden Hausherren wurden die viel zu passiven und vor allem in Überzahl völlig harmlosen Rosenheimer nun phasenweise sogar vorgeführt. Körperspiel und Aggressivität in der neutralen Zone (wie am Dienstag) fehlten von grün-weißer Seite jetzt völlig. Erst traf der Amerikaner Dan Hacker nach Vorarbeit von Alex Leavitt und Jason Pinizzotto zum 3:0, wobei Torwart Pasi Häkkinen, der ansonsten der beste Rosenheimer war, nicht gut aussah (29.). In der 34. und 36. Minute fielen dann die weiteren Treffer für den SERC. Erst ging der Kanadier Stefan Meyer nach einem dicken Faux-Pas von Max Meirandres (Scheibenverlust nach Ausrutscher) an der gegnerischen blauen Linie auf und davon und verwandelte frei vor Häkkinen eiskalt ins linke Eck, dann knallte Hacker die Scheibe nach einer Traumkombination mit Leavitt trocken unter die Latte.

Im Schlussabschnitt hatte die Partie angesichts des klaren Spielstandes nur noch den Charakter eines besseren Trainingsspiels. Schwenningen nahm nun den Fuß vom Gas und gewährte Michi Fröhlich zu Beginn zwei ganz gute Gelegenheiten zum Ehrentreffer. Mehr kam aber nicht mehr von den ersatzgeschwächten Oberbayern, die diesmal ohne Andrej Strahkov, Robert Schopf, Beppi Mayer (alle krank), den verletzten Niko Senger und den gesperrten Beppo Frank – dieser wurde vom Sportgericht für drei Spiele plus ein Match auf Bewährung gesperrt – auskommen mussten. Die Blau-Weißen verzeichneten durch Götz im Finish noch einen Pfostenschuss, ehe der rabenschwarze Abend aus Rosenheimer Sicht endlich ein Ende fand.

So war es nicht verwunderlich, dass der am Dienstag noch sichtlich angesäuerte SERC-Coach Stefan Mair diesmal zufrieden war: „Wir haben konzentriert begonnen und viel Druck gemacht. Ab dem zweiten Drittel haben wir die Partie völlig kontrolliert und fast nichts mehr zugelassen.“ Sein Kollege Franz Steer musste seine Mannschaft hingegen deutlich kritisieren: „Wir haben zwar gar nicht schlecht begonnen und hatten beim Stand von 2:0 Pech mit einem Pfostenschuss. Aber dann waren wir nicht spritzig genug, zu weit vom Gegner weg, hatten kein Positionsspiel und haben dann auch noch leichte Fehler gemacht.“ Diese abstellen wollen und müssen die Starbulls beim nächsten Auswärtsspiel am Freitag. Um 20 Uhr treten die Grün-Weißen dann in der Olympiahalle von Garmisch-Partenkirchen beim SC Riessersee an.

Das Spiel in der Statistik:

SERC Wild Wings – Starbulls Rosenheim 5:0 (2:0, 3:0, 0:0)

Tore: 1:0 (1.) Matthias Forster (Alexander Dück), 2:0 (7.) Marcus Götz (Pierre-Luc Sleigher, Dan Hacker – Überzahl-Tor), 3:0 (29.) Dan Hacker (Alex Leavitt, Jason Pinizzotto), 4:0 (34.) Stefan Meyer (Philipp Schlager, Maximilian Hofbauer), 5:0 (36.) Dan Hacker (Alex Leavitt).

Schiedsrichter: Markus Kämpfer (Bern/Schweiz).

Strafen: Schwenningen 8 – Rosenheim 8.

Zuschauer: 1.945.

Martin Weidner

Quelle: rosenheim24.de

Zurück zur Übersicht: Starbulls Rosenheim

Auch interessant

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser

MEHR AUS DEM RESSORT