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Starbulls schenken erneut 2:0-Führung her

Rosenheim - Trotz einer 2:0-Führung mussten sich die Starbulls Rosenheim am Freitagabend bei den Ravensburg Towerstars mit 5:2 geschlagen geben.

Live-Ticker zum Nachlesen

Statistik:

Tore:

  • 0:1 - Gregory Squires (Überzahl-Tor 2) (Matthew Caruana) 9:01
  • 0:2 - Andrej Strakhov (Michael Fröhlich) 21:12
  • 1:2 - Tobias Bräuner (Stephan Vogt) 25:56
  • 2:2 - Andreas Gawlik (Tobias Bräuner, Radek Krestan) 35:11
  • 3:2 - Frederik Cabana (ohne Assist) 37:23
  • 4:2 - Adam Hall (ohne Assist) 57:04
  • 5:2 - Radek Krestan (Empty Net) (Sebastian Schwarz) 59:40

Strafen:

  • Starbulls Rosenheim - Gregory Squires - (Behinderung), 2 MIN, 3:52
  • Ravensburg Towerstars - Alex Katjuschenko - (Haken), 2 MIN, 7:12
  • Ravensburg Towerstars - Radek Krestan - (Hoher Stock), 2 MIN, 8:46
  • Starbulls Rosenheim - Bryan Schmidt - (Beinstellen), 2 MIN, 11:51
  • Ravensburg Towerstars - Brian Maloney - (Ellbogen-Check), 2 MIN, 15:43
  • Ravensburg Towerstars - Johann Katjuschenko - (Spielverzögerung), 2 MIN, 26:31
  • Starbulls Rosenheim - Max Meirandres - (Halten), 2 MIN, 32:59
  • Ravensburg Towerstars - Matt Kelly - (Haken) (Strafschuss) PS, 42:44
  • Ravensburg Towerstars - Tobias Bräuner - (Stock-Check), 2 MIN, 53:32

Bilanz nach 20 Minuten:

Die Starbulls führen mit 1:0. Das Schussverhältnis spricht sicher zu Gunsten der Gastgeber, aber die Rosenheimer machen das hier richtig gut und clever und können sich auf einen souveränen Pasi Häkkinen zwischen den Holmen verlassen, der vor allem in den Unterzahlsituationen der Garant dafür war, dass Ravensburg nicht zum Ausgleich kam. Deren NHL-Profi Adam Hall hat viel Eiszeit, sogar in Unterzahl, Akzente setzen konnte er aber noch nicht.

Bilanz nach 40 Minuten:

Die Gastgeber haben das Spiel gedreht, die Starbulls - nicht zum ersten Mal in dieser noch jungen Spielzeit - eine 2:0-Führung aus der Hand gegeben. Sogar das 3:0 war möglich und in den ersten Minuten des zweiten Spielabschnitts wäre das nicht unverdient gewesen, denn da hatten die Grün-Weißen das Spiel klar im Griff. Dann aber drehte Ravensburg auf und zwang die Starbulls-Defensive zu Fehlern. Und dann kam auch noch Pech hinzu, denn Cabanas "Alibi-Schuss" war eigentlich völlig ungefährlich, doch von Augers Körper segelte die Scheibe unberechnbar für Häkkinen zum Ravensburger Führungstor ins Netz.

Bilanz nach 60 Minuten:

Die Starbulls verlieren mit 5:2. Aus Rosenheimer Sicht eine völlig unnötige Pleite: 2:0 geführt, das 3:0 ausgelassen und schließlich einen Penalty zum möglichen 3:3 verschossen, das auch später in Überzahl noch möglich war, als Rohner das leere Tor nicht traf und Daxlberger völlig frei aus Nahdistanz scheiterte. Der Sieg der Towerstars am Ende sicher zu hoch, aber auch nicht unverdient, denn die Gastgeber boten hier Eishockey der gehobenen Zweitligaklasse und nutzen die wenigen aber entscheidenden Defensivfehler der Steer-Truppe eiskalt aus.

Ein ausführlicher Bericht folgt!

Lesen Sie hier den Vorbericht:

Erstmals gegen NHL-Star

Premiere für die Starbulls-Eishockeyspieler heute, Freitag, 20 Uhr, beim Gastspiel in Ravensburg: Die Rosenheimer spielen erstmals gegen einen NHL-Profi, denn die Towerstars haben NHL-Stürmer Adam Hall aus Tampa Bay verpflichtet, der gestern Mittag in Ravensburg angekommen ist und eine Stunde später vorgestellt wurde. Nach Wayne Simmonds, Chris Stewart (beide Crimmitschau), Rick Di Pietro, Matt D'Agostini (beide Riessersee) und T.J. Galiardi (Bietigheim) ist Hall der sechste NHL-Lockout-Spieler. Nummer sieben hat bei Heilbronn angeheuert und ist ein echter Kracher: Der 24-jährige Torhüter Jonathan Bernier ist die Nummer zwei vom aktuellen Stanley-Cup-Gewinner Los Angeles Kings, für die er letzte Saison 16 Spiele bestritt.

Michael Rohner ist mit zwei Toren und drei Assists bisher punktbester Starbulls-Verteidiger. Foto Ziegler

Und was ist mit den Starbulls und einem NHL-Spieler? "Kein Interesse, auch wenn mir täglich Spieler aus der NHL angeboten werden", sagt Starbulls-Coach Franz Steer. Warum Steer kein Interesse hat, ist relativ einfach erklärt: "Erstens haben wir keinen Bedarf, zweitens stehen wir ganz gut da und drittens, und das ist der Hauptgrund, kann ich das moralisch nicht vertreten. Ich kann doch nicht vor der Saison Spielern sagen, wir können ihnen nicht mehr bezahlen und dann holen wir uns einen NHL-Spieler für einen Monat." Wenn dann würde Steer eine solche Verpflichtung vorher mit der Mannschaft besprechen. Wenn sich allerdings einer seiner Ausländer verletzen und längerfristig ausfallen sollte, würde Steer einen Ersatz für die komplette Saison suchen "und nicht für einen Monat". Würde man Steer vor die Wahl stellen, Stephen Werner, Corey Quirk oder einen NHL-Star - Steers deutliche Antwort lautet: "Ganz klar: Werner oder Quirk."

Jetzt muss sich Steer mit NHL-Spielern beim Gegner auseinandersetzen. Ravensburgs NHL-Spieler Adam Hall ist 32 Jahre, Amerikaner, der Außen und Center spielen kann. Er bestritt bisher 565 Hauptrunden-Spiele in der NHL und 49 Play-off-Spiele. Zuletzt spielte Hall in Tampa Bay, wo er noch einen Vertrag bis 2013 besitzt und in der vergangenen Spielzeit auf zwei Tore und fünf Assists in 57 Spielen kam. Der Zweit-Runden-Pick der Nashville Predators aus dem Jahr 1999 lief in der NHL auch bereits für die Predators, die New York Rangers, die Minnesota Wild und die Pittsburgh Penguins auf. Während des Lockouts 2004/05 spielte Hall beim finnischen Zweitligisten KalPa Kuopio. Hall, der die fünfte Ausländerposition bei Ravensburg einnimmt, spielt mit ziemlicher Sicherheit zusammen mit seinem Spezl Brian Maloney, der den Deal einfädelte, und mit dem Ex-Rosenheimer Tommi Hannus. Die Towerstars haben aber auch noch andere torgefährliche Spieler (Cabana, Oravec, Krestan) in ihren Reihen und zählen deshalb zu den Meisterschaftsmitfavoriten. Bislang hinken die Towerstars allerdings hinter den Erwartungen her, das soll sich aber mit Adam Hall ändern.

Den Starbulls fehlen beim heutigen Gastspiel zwei Spieler: Ryan del Monte soll langsam aufgebaut werden und wird voraussichtlich am Sonntag im Heimspiel gegen Hannover laut Steer "ein paar Einsätze bekommen". Marcus Marsall soll seine Sprunggelenksverletzung, die er seit Saisonbeginn mit sich herumschleppt, auskurieren. "Deshalb kann er seine große Stärke, die Schnelligkeit, nicht voll ausspielen", sagt Steer. Mit ziemlicher Sicherheit einsatzfähig ist Michael Baindl, der im Heimspiel gegen Bremerhaven nach einem Check angeschlagen ausschied.

Steer wird trotz der Ausfälle in Ravensburg und zu Hause gegen Hannover mit vier Reihen spielen und deshalb wird Verteidiger Max Renner neben Robin Hanselko und Dominik Daxlberger in der vierten Reihe stürmen.

Am Sonntag kommt Hannover als Gast an die Mangfall und wieder einmal können die Indians die hohen Erwartungen (noch) nicht erfüllen - zumindest zu Hause, denn bislang noch kein Heimsieg. Dafür konnten die Hannoveraner auswärts schon zweimal die volle Punktzahl einfahren: in Kaufbeuren und in Heilbronn, was für die Starbulls Warnung genug sein dürfte.

bz/Oberbayerisches Volksblatt

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