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Ein echter Zweitliga-Test

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Verteidiger Tim Kunes soll das Starbulls-Spiel mit genauen Pässen aus der Abwehr heraus aufbauen.

Rosenheim - Das wird am Freitagabend eine erste richtige Standortbestimmung für die Starbulls, wenn die Rosenheimer Eishockeyspieler um 19.30 Uhr die Ravensburg Towerstars empfangen.

Dann heißt es Zweitliga-Aufsteiger gegen einen Mitfavoriten für die Meisterschaft. Die Ravensburger haben sich seit ihrem Aufstieg vor drei Jahren in der 2. Liga etabliert und die Truppe von Trainer Peter Draisaitl will in der Saison 2010/2011 ganz vorne mitspielen. Die Mannschaft dafür haben die Ravensburger, denn wer sich mit Brian Maloney (Straubing) und Alex Leavitt (Kassel) zwei kanadische Top-Stürmer aus der DEL verstärkt, dazu mit Frederik Cabana einen weiteren kanadischen Angreifer mit Torjägerqualitäten aus Heilbronn holt, darf durchaus zum Favoritenkreis gezählt werden. Mit Ben Thomson steht ein weiterer torgefährlicher kanadischer Stürmer (letzte Saison 72 Punkte) zur Verfügung, sodass sich die Starbulls-Abwehr um Torhüter Norm Maracle auf genügend Arbeit einstellen darf.

"Das wird heute sicher ein richtig guter Test und wir wollen schon zeigen, dass wir mithalten können", freut sich Trainer Franz Steer auf den Vergleich mit dem Liga-Konkurrenten mit dem man sich am Sonntag, 19 Uhr, in Ravensburg gleich noch einmal misst.

Eine Leistung wie in Peiting wird allerdings gegen die Towerstars nicht reichen. "Da waren wir läuferisch schwach und haben zu viele Zwei-gegen-Eins-Situationen zugelassen", monierte Franz Steer. Allerdings war es für die Starbulls auch das dritte Spiel innerhalb von fünf Tagen und das in der harten Vorbereitungszeit. Deshalb sollte man zum jetzigen Zeitpunkt keine Wunderdinge von der Mannschaft erwarten. Schon gar nicht von Neuzugang Stephen Werner, der nach einjähriger Pause in Peiting sein erstes Spiel absolvierte und einen sehr guten Eindruck hinterließ. "Allerdings wird es bei ihm noch ein paar Wochen dauern bis er seine volle Leistung abrufen kann. Die lange Spielpause, die Umstellung auf die größere Eisfläche, ein neues Umfeld - das braucht seine Zeit", glaubt Steer, der bei Stephens aber sehr gute Ansätze (präziser Schuss, gewonnene Bullys) gesehen und den Willen etwas zu erreichen erkannt hat.

Fehlen wird heute voraussichtlich Marius Möchel, der nach dem ersten Spiel in Bruneck mit 32 Stichen am Unterkiefer genäht werden musste. "Er könnte zwar spielen, er will auch, aber wir sollten jetzt kein Risiko eingehen", erklärte Steer abschließend.

bz/Oberbayerisches Volksblatt

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