Fischtown Pinguins – Starbulls Rosenheim

"Goldtor" von Kunes im hohen Norden

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Bremerhaven - Nach zuletzt drei Pleiten gegen die Klubs aus Hessen und dem Heimsieg gegen Kaufbeuren haben die Starbulls nun auch auswärts wieder in die Erfolgsspur gefunden.

Am Freitagabend siegten die Rosenheimer Eishockeyspieler vor 3.215 Zuschauern beim amtierenden Meister in Bremerhaven mit dem knappsten aller Ergebnisse. Die Mannschaft von Trainer Franz Steer setzte sich bei den Fischtown Pinguins mit 1:0 (0:0, 0:0, 1:0) durch und verteidigte dadurch den zweiten Tabellenplatz in der DEL2.

Bis es aber so weit war, mussten die Oberbayern ein hartes Stück Arbeit an der Nordsee verrichten. Nach zehn Stunden Busfahrt waren die Beine schwer wie Blei – dennoch hatten die Gäste durch Mario Trabucco, der frei vor Keeper Jonas Langmann auftauchte, die große Chance zur frühen Führung (5.). Nach rund zehn Minuten übernahmen die Hausherren mehr und mehr die Initiative, scheiterten aber immer wieder an der konsequenten Rosenheimer Abwehr oder dem souveränen Schlussmann Patrick Ehelechner.

Nach dem ersten Wechsel fuhr Bremerhaven ein Break in Unterzahl, doch Kapitän Marjan Dejdar setzte die Scheibe knapp am Kasten vorbei – Glück für die Starbulls (23.), die nun zunehmend unter Druck gerieten. Die Möglichkeiten für die Seestädter häuften sich nun. Die wohl beste vergeigte Viktor Beck mit einem „One Timer“ in der 37. Minute.

Gleich zu Beginn der letzten 20 Minuten probierte es Tyler McNeely nach Vorarbeit von Trabucco mit der Rückhand – Langmann war jedoch zur Stelle. Rosenheim konnte das Geschehen nun aber wieder offener gestalten und ging in der 44. Minute in Führung, als Langmann beim Schuss von Tim Kunes von der blauen Linie die Sicht versperrt war. Der Puck ging durch Freund und Feind hindurch ins Netz – 0:1.

In der letzten Viertelstunde bewiesen die Grün-Weißen riesigen Kampfgeist, schmissen sich in die Schüsse und überstanden so auch eine über eineinhalbminütige doppelte Unterzahl kurz vor Schluss schadlos. Knapp war es bei einer Einzelaktion von Brock Hooton, die jedoch Ehelechner entschärfte (58.). Auf der Gegenseite verpasste Trabucco (58.) die Vorentscheidung, aber auch so reichte es für die Starbulls letztlich zu einem denkbar knappen und unter dem Strich auch etwas glücklichen Auswärtserfolg.

„Oft stelle ich mir gute Sachen vor. Dann spielen wir gut, verlieren aber das Spiel. Heute war es eben ein bisschen anders“, meinte Starbulls-Coach Franz Steer bei der Pressekonferenz. „Wir sind ganz gut aus der Kabine gekommen und hatten gleich zu Beginn eine dicke Möglichkeit. Ab der 10. Minute hat aber bis zum Anfang des letzten Drittels Bremerhaven das Spiel gemacht und sich viele Chancen erarbeitet. Wir haben dann die eine Chance genutzt, um hier einen insgesamt glücklichen Sieg mitzunehmen. Ich bin sehr froh über die Punkte, denn ich habe eigentlich nicht so wirklich daran geglaubt.“

Steers Kollege Mike Stewart, der übrigens bald Team Canada beim Deutschland-Cup in München betreuen wird, war natürlich tief enttäuscht: „Es ist frustrierend für uns. Wir haben das Spielgeschehen über weite Strecken dominiert. Powerplay, Penaltykilling, Forechecking, neutrale Zone – alles war gut bei meiner Mannschaft. Doch wenn du letztlich keine Tore schießt, kannst du natürlich kein Spiel gewinnen.“ Das taten die Starbulls, die nun natürlich nachlegen wollen, wenn sich am Sonntag ab 17 Uhr die Eispiraten Crimmitschau im Kathrein-Stadion vorstellen.

Das Spiel in der Statistik:

Fischtown Pinguins – Starbulls Rosenheim 0:1 (0:0, 0:0, 0:1)

Tor: 0:1 (44.) Tim Kunes (Andrej Strakhov, Mario Trabucco – Überzahl-Tor)

Schiedsrichter: Eugen Schmidt (Bielefeld)

Strafen: Bremerhaven 10 – Rosenheim 8

Zuschauer: 3.215

redro24/mw

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Fölsner

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