Starbulls Rosenheim zu Gast beim SC Riessersee

Starbulls kassieren Derby-Pleite in Garmisch

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Rosenheim - Ohne mitgereiste Fans fängt sich der Tabellenzweite beim SC Riessersee eine Niederlage ein. Die Starbulls ließen viele gute Möglichkeiten liegen.

Letztlich gehen die drei Punkte zu Recht an den SC Riessersee. Die Gastgeber waren über 60 Minuten das in der Defensive und im Spielaufbau besser organisierte und insgesamt das zweikampfstärkere und abgezocktere Team.

Natürlich hätte die Partie aus Sicht der Starbulls kaum unglücklicher laufen können: Ein frühes Gegentor bei eigener Überzahl nach einem schlimmen Scheibenverlust und drei Riesserseer Überzahltreffer, bei denen die jeweilige Strafzeit in keinster Weise nachvollziehbar war, sondern vielmehr jeweils ein gegnerischer Akteur in die Kühlbox hätte wandern müssen.

Allerdings müssen sich die Starbulls ihrerseits den Vorwurf gefallen lassen, erst nach einem schwachen Drittel aufgewacht zu sein und wieder mal ein 5-gegen-3-Überzahlspiel ungenutzt verstreichen zu lassen. Außerdem beraubte man sich gleich mehrerer Überzahlsituationen durch völlig überflüssige Strafzeiten wieder selbst.

Hier können Sie die Partie im Live-Ticker nachlesen

Für die Starbulls geht es am Sonntag mit dem Heimspiel gegen die Heilbronner Falken weiter. Bully im Kathrein-Stadion ist um 18 Uhr.

Vorbericht:

Rosenheims Eishockeyspieler schlagen sich bisher vorzüglich, belegen hinter Spitzenreiter Bremerhaven mit zwei Punkten Rückstand den zweiten Tabellenplatz und haben sogar noch die Aussicht, die Norddeutschen vom Platz an der Sonne zu verdrängen. Doch das Restprogramm hat es durchaus in sich.

Sicherlich kein normales Spiel, in Anbetracht der Vorkommnisse, die zuletzt auch zu einem Spielabbruch beim letzten Aufeinandertreffen beider Kontrahenten in Rosenheim geführt hatten. Dies sieht auch die Liga-Leitung so und lässt die morgige Begegnung im Olympia- Eisportzentrum im "Vier-Mann System" durchführen. Es werden neben zwei Linienrichtern, zwei Hauptschiedsrichter eingesetzt, einem System, wie es normalerweise nur in der Play-off Runde zur Anwendung kommt.

"Den Anfang vom Ende" macht am morgigen Freitag um 20.00 Uhr gleich einmal das mit Spannung erwartete oberbayerische Derby beim SC Riessersee. Sicherlich kein normales Spiel, in Anbetracht der Vorkommnisse, die zuletzt auch zu einem Spielabbruch beim letzten Aufeinandertreffen beider Kontrahenten in Rosenheim geführt hatten. Dies sieht auch die Liga-Leitung so und lässt die morgige Begegnung im Olympia- Eisportzentrum im "Vier-Mann System" durchführen. Es werden neben zwei Linienrichtern, zwei Hauptschiedsrichter eingesetzt, einem System, wie es normalerweise nur in der Play-off Runde zur Anwendung kommt.

Der sportliche Wert dieser Begegnung könnte höher gar nicht eingeschätzt werden, denn beide Mannschaften dürfen sich zu den Spitzenteams in der DEL2 zählen. Während die Starbulls sogar noch um die Tabellenführung kämpfen, geht es für den SC Riessersee noch um ein mögliches Heimrecht im Viertelfinale. Die Werdenfelser belegen aktuell mit 87 Punkten den fünften Platz und sind dabei nur einen Punkt hinter dem Viertplatzierten Ravensburg gelistet. Damit ist der zehnmalige Deutsche Meister eines der Überraschungsteams in der DEL2.

Das letzte Wochenende brachte höchst unterschiedliche Ergebnisse für die von Toni Krinner trainierte Mannschaft. Etwas überraschend verlor man das Heimspiel gegen Kellerkind Heilbronn, konnte sich aber im Rückspiel dann rehabilitieren und drei Punkte aus der Käthchenstadt entführen.

Sportlich machten es da die Starbulls etwas besser und gewannen ihrerseits ihre Doppelaufgabe gegen Weißwasser. 6:3 und 6:4 lauteten die Ergebnisse für die Innstädter, die somit auch den Makel abgelegt haben dürften, gegen die Lausitzer zumeist das Nachsehen zu haben.

Zweite Chance für Weller

Gestört wurde die Konzentration auf die kommenden Aufgaben jedoch von einem Ereignis Anfang der Woche. Starbulls-Stürmer und Goldhelm Shawn Weller wurde in der Nacht von Montag auf Dienstag in einen Autounfall verwickelt, in dem auch Alkohol im Spiel gewesen sein soll. Der 27-jährige Amerikaner, der sich diesen Vorfall sehr zu Herzen nimmt, fürchtete im Anschluss um seinen Job bei den Starbulls. SBR-Coach Franz Steer sah aber von einer Suspendierung ab und möchte seinem Spieler eine zweite Chance geben. "Es hat nichts damit zu tun, weil Shawn Topskorer bei uns ist, sondern einzig damit, weil er ein guter Junge ist, der eine zweite Chance verdient hat", so Steer im Nachgang dieser Ereignisse.

"Wer mich kennt, der weiß genau, das ich auch nicht davor zurückschrecken würde, meinen besten Spieler zu suspendieren, wenn der Charakter nicht stimmt. Shawn ist am Boden zerstört und weiß genau, was er getan hat. Er bedauert diesen Vorfall zutiefst und wird für die Folgen gerade stehen. Die Mannschaft, der Trainer und der Verein stehen hinter ihm und wir lassen ihm in dieser Ausnahmesituation nicht im Regen stehen. Zusammenhalt ist bei uns keine hohle Phrase."

Auf das kommende Spiel in Garmisch-Partenkirchen angesprochen antwortete Steer: "Für uns ist das ein Auswärtsspiel wie jedes andere auch. Wir wollen wie immer gewinnen und bereiten uns auf ein schweres Spiel vor." Pressemeldungen und Zeitungsberichte aus Garmisch will er nicht kommentieren, sondern sich viel mehr auf seine Aufgabe als Trainer konzentrieren. Wieder mit von der Partie wird der zuletzt verletzt ausgefallene Kim Staal sein. Nicht zur Verfügung stehen wird krankheitsbedingt Kapitän Stephan Gottwald und hinter dem Einsatz von Maximilian Hofbauer steht ein dickes Fragezeichen.

Radio Charivari überträgt dieses Spiel wieder in Ausschnitten live und auch rosenheim24 bietet den gewohnten Live- Ticker an.

Pressebericht Starbulls Rosenheim e.V. (O.L.)

Quelle: rosenheim24.de

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