„Wir hatten nur ein einziges Problem!“

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Rosenheim – Das hatten sich die Starbulls anders vorgestellt: Trotz ordentlicher Leistung kassierten sie gegen den bisherigen „Lieblingsgegner“ Garmisch eine bittere Derbyniederlage.

Video: Die Tore des Spiels

Vor einer tollen Kulisse von 3.109 Besuchern im Kathrein-Stadion boten die Rosenheimer Eishockeyspieler zwar keineswegs eine schlechte Leistung, doch da die Konsequenz vor des Gegners Tor fehlte, verloren sie das Oberbayern-Duell gegen den SC Riessersee letztlich nicht unverdient mit 1:2 (0:1, 1:0, 0:1). Die Tabellenführung in der DEL2 sind die Grün-Weißen damit übrigens auch los, weil Konkurrent Landshut deutlich mit 6:2 in Kaufbeuren gewann.

Wieder Unterzahl-Tor kassiert

Die Hausherren begannen die Partie druckvoll und bestürmten gleich zu Beginn den Kasten von SCR-Goalie Bryan Hogan. Aber schon in dieser frühen Phase deutete sich irgendwie an, dass das mit dem Toreschießen an diesem Samstagabend irgendwie nicht so leicht werden würde. Und in der 7. Minute wurden die Starbulls dann eiskalt erwischt: Im ersten eigenen Powerplay ließ sich Robin Weihager – der Schwede gab übrigens in mehreren Szenen gar keine gute Figur ab – an der eigenen blauen Linie leichtfertig die Scheibe abluchsen. Andrew Bohmbach stürmte sofort in Richtung Tor und überwand Pasi Häkkinen mit einem trockenen Handgelenksschuss ins lange Eck – 0:1. „Das war ein Tor aus heiterem Himmel, aber sehr wertvoll für uns“, urteilte Garmischs Coach Toni Krinner hinterher. Rosenheim antwortete auf den bereits fünften "Shorthander" eines Gegners in dieser Spielzeit mit wütenden Angriffen, doch mit dem Glück des Tüchtigen retteten sich die Werdenfelser in die erste Pause.

Auch der Mittelabschnitt blieb äußerst umkämpft: Riessersee stand nun deutlich besser und die Starbulls brauchten einige Minuten, um wieder Druck zu erzeugen. Der Ausgleich war ein Tor des Willens: Nachdem Tyler McNeely eine halbe Minute vorher schon den Außenpfosten getroffen hatte, setzte er nach Vorarbeit von Norman Hauner und Beppo Frank energisch nach und drosch die Scheibe aus kürzester Entfernung förmlich in die Maschen – 1:1 (28.). Angetrieben von der tollen Kulisse wollten die Gastgeber das Spiel nun endgültig drehen, doch Garmisch blieb bei seinen Entlastungsangriffen gefährlich.

Starbulls wirken müde

So war es dann auch in den letzten 20 Minuten, wo sich die Starbulls in der 45. Minute den letztlich entscheidenden Gegentreffer einfingen. George Kink kam nach einem exakten Zuspiel mit viel Tempo ins Rosenheimer Drittel und schlenzte den Puck dann exakt ins linke Kreuzeck – 1:2. Logisch, dass die letzte Viertelstunde dann im Zeichen der Hausherren stand. Deren Willen war zwar eindeutig erkennbar, doch nach den vielen Spielen in den letzten Wochen war der Kräfteverschleiß doch deutlich erkennbar. Anders ist es nämlich nicht zu erklären, warum die Steer-Truppe zwischen der 51. und 56. Minute in fünfminütiger Überzahl keine einzige klare Torchance herausspielen konnte.

Am Ende hätte die Brechstange aber beinahe noch Erfolg gebracht: Robin Hanselko traf noch den Querbalken, ehe Häkkinen vom Eis ging und Rosenheim mit Sechs gegen Vier – ein Garmischer musste noch auf die Strafbank – zur finalen Offensive ansetzte – leider erfolglos, denn es blieb beim 1:2.

Starbulls vs. Garmisch

Steer nicht unzufrieden

„Ich bin froh und glücklich über die drei Punkte. Es war ein hart umkämpftes Spiel, das auch Rosenheim hätte gewinnen können. Der Schlüssel zum Erfolg war aus meiner Sicht heute eine sehr gute Torhüterleistung, gutes Unterzahl-Spiel und ein großer Kampf. Außerdem haben wir die Tore zum richtigen Zeitpunkt gemacht“, so Krinner bei der Pressekonferenz weiter. Kollege Franz Steer wirkte zwar enttäuscht, war aber mit der Leistung seiner Mannschaft nicht unzufrieden: „Wir haben sehr gutes Eishockey gespielt und nur die Tore nicht gemacht. Das war unser einziges Problem. Ich kann deswegen keinem einen Vorwurf machen. In solchen Situationen fehlt dir halt vielleicht die Qualität eines Staal oder Weller, die dann halt ein Tor machen.“

Die beiden Genannten werden den Starbulls aber übrigens auch am Dienstag nicht zur Verfügung stehen, wenn die Starbulls um 20 Uhr bei den Dresdner Eislöwen ihr letztes Spiel vor der Länderspielpause bestreiten.

Das Spiel in der Statistik:

Starbulls Rosenheim – SC Riessersee 1:2 (0:1, 1:0, 0:1)

Tore: 0:1 (7.) Andrew Bohmbach (ohne Assist – Unterzahl-Tor), 1:1 (28.) Tyler McNeely (Norman Hauner, Beppo Frank), 1:2 (45.) George Kink (Florian Vollmer, Andreas Pauli)

Schiedsrichter: Sascha Westrich (Zweibrücken)

Strafen: Rosenheim 20 – Riessersee 27 plus Spieldauerstrafen gegen Maximilian Kastner und Robert Dee

Zuschauer: 3.109

redro24/mw

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Ruprecht

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