Starbulls verlieren im Penaltyschießen

Derbypleite: Steer findet klare Worte

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Rosenheim - Nach der 2:7-Klatsche am Freitag in Weißwasser waren die Starbulls im Oberbayern-Derby auf Wiedergutmachung aus. Leider gelang dieses Vorhaben nur sehr bedingt. *NEU: Videos*

Die Höhepunkte des Spiels im Video:

Denn vor 2.865 Besuchern im recht gut gefüllten Kathrein-Stadion mussten sich die Rosenheimer Eishockeyspieler am Sonntagabend dem SC Riessersee mit 1:2 (0:0, 0:0, 1:1, 0:1) nach Penaltyschießen geschlagen geben. Kein Wunder, dass Starbulls-Trainer Franz Steer deswegen nur bedingt mit dem Auftritt seiner Mannschaft zufrieden war: „Wir hatten Top-Chancen, das Spiel zu entscheiden. Momentan fehlt uns allerdings auch ein wenig das Scheibenglück und zudem machen wir hinten Anfängerfehler, die zu Gegentoren führen. Das ist unser Hauptproblem.“

Doch der Reihe nach: Die ersten beiden Spielabschnitte kann man recht schnell zusammenfassen. Die Zuschauer sahen ein ziemlich ausgeglichenes Spiel mit vielen Zweikämpfen und nur wenigen klaren Chancen, wobei die Gäste aus dem Werdenfelser Land mutig begonnen und die Grün-Weißen zu Beginn kurzzeitig gehörig unter Druck gesetzt hatten. „Doch je länger das Spiel gedauert hat, desto besser haben wir es in den Griff bekommen“, so Steer.

Da Garmisch aber auch im zweiten Drittel sehr konsequent und diszipliniert weiterspielte, war das Durchkommen für die Gastgeber sehr schwer. Dennoch wäre in einer Drangphase Mitte des Spiels fast die Führung fällig gewesen, als Gottwald & Co. den starken SCR-Keeper Korbinian Sertl für kurze Zeit unter Dauerbeschuss nahmen.

Doch so richtig „krachte“ es im Derby erst im letzten Drittel. Es lief die 44. Minute, als die Rosenheimer im eigenen Drittel in der Ecke die Scheibe verloren. Der Ex-Landshuter Jaroslav Kracik schaltete sofort und bediente seinen im Slot lauernden tschechischen Landsmann Lubor Dibelka, der die Scheibe eiskalt unter der Latte des Starbulls-Tores versenkte. Jetzt standen die Innstädter gehörig unter Druck, doch in Überzahl war es schließlich Tyler McNeely, der den Puck zum Ausgleich im Riesserseer Tor unterbrachte (54.).

Jetzt wurde es dramatisch: Nach umstrittenen Pfiffen von Schiri Ulpi Sicorschi mussten Stephan Gottwald und Robin Weihager auf die Strafbank, doch Garmisch konnte die eineinhalbminütige doppelte Überzahl nicht zum Siegtreffer nützen. Dann bekamen die Starbulls nochmal ein Powerplay und hatten dicke Gelegenheiten durch Shawn Weller und Kim Staal. Doch beinahe wäre das Ganze in die Hose gegangen: Nach einem üblen „Bock“ von Weihager lief Morten Lie nämlich mutterseelenallein auf Pasi Häkkinen zu. Doch dem Dänen versagten 61 Sekunden vor Schluss die Nerven.

So retteten sich die Starbulls in die Verlängerung, wo nichts Nennenswertes mehr passierte. Beim anschließenden Penaltyschießen blieben die Rosenheimer erfolglos, während Dibelka und Andrew Bohmbach eiskalt einnetzten. Strittig blieb jedoch, ob das Garmischer Tor beim Penalty von Weller schon vor dem Abschluss des Amerikaners verschoben war oder nicht. Sicorschi sah jedenfalls kein Vergehen und so ging der Zusatzpunkt an die Gäste.

Fotos vom Spiel

Starbulls gegen den SC Riessersee

„Jede Mannschaft ist glücklich, wenn sie in Rosenheim gewinnen kann. Wir haben heute eine hervorragende Mannschaftsleistung geboten. Daher bin ich insgesamt sehr zufrieden“, analysierte Gästecoach Toni Krinner, der eigentlich nur ein kleines Manko bei seinem Team sah: „Bei der 5:3-Überzahl und dem Break kurz vor Schluss hätten wir das zweite Tor machen können und damit drei Punkte mitnehmen können.“

Steer hingegen wird sich in dieser Woche mit einigen Akteuren wohl eingehender unterhalten: „Ich muss mit ein paar Leuten ein ernsthaftes Wort reden, denn da passt momentan einfach die Form nicht. Weshalb das so ist, werden wir feststellen und dann entsprechend reagieren.“ Ein Lob hatte der Coach allerdings für Neuzugang Matthias Bergmann parat: „Er hat wirklich zwei gute Spiele abgeliefert!“

Video: Die Stimmen der Trainer

Das Spiel in der Statistik:

Starbulls Rosenheim – SC Riessersee 1:2 n.P. (0:0, 0:0, 1:1, 0:1)

Tore: 0:1 (44.) Lubor Dibelka (Jaroslav Kracik, Tim Regan), 1:1 (54.) Tyler McNeely (Shawn Weller, Michael Rohner – Überzahl-Tor), 1:2 (GWG) Lubor Dibelka.

Schiedsrichter: Ulpi Sicorschi (Waldkraiburg).

Strafen: Rosenheim 10 – Riessersee 10.

Zuschauer: 2.865.

redro24/mw

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Franz Ruprecht

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