Verbessertes Powerplay und dreimal Trabucco

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Starbulls Rosenheim

Rosenheim – Die Starbulls haben sich am Freitag aus ihrer Mini-Krise geschossen. Gegen Kaufbeuren führten verbessertes Überzahlspiel und drei Tore von Mario Trabucco zum Sieg. *NEU: Fotos*

Nach den zwei derben Pleiten vergangenes Wochenende gegen Kassel (2:7) und in Frankfurt (1:5) haben die Rosenheimer Eishockeyspieler trotz eines frühen Rückstandes und zähem Beginn in die Erfolgsspur zurückgefunden und vor 2.112 Besuchern im Kathrein-Stadion den ESV Kaufbeuren mit 4:1 (0:1, 3:0, 1:0) geschlagen. Für die Allgäuer war es bereits die achte Niederlage in Folge, Rosenheim verteidigte durch den Erfolg dagegen knapp den zweiten Tabellenplatz in der DEL2. Ausschlaggebend für den Erfolg gegen die Rot-Gelben waren harte Arbeit, drei Tore von Mario Trabucco und vor allem drei Überzahltore. „Unsere Quote von bis dato fünf Prozent haben wir dadurch ordentlich nach oben geschraubt“, sagte Starbulls-Coach Franz Steer.

Starbulls gegen Kaufbeuren

Der hatte vorher einen zerfahrenen Beginn gesehen, wobei die Gäste gleich ihre allererste Powerplay-Möglichkeit durch Max Schmidle zum 0:1 nützten (4.). Anschließend wirkten die Hausherren zwar bemüht, wirklich gefährlich wurde es aber nicht, zumal Kaufbeuren vor allem bei gleicher Spielerzahl auf dem Eis gut verteidigte.

„Wir haben ein gutes erstes Drittel gespielt und verdient geführt“, befand ESVK-Trainer Uli Egen, der nach der ersten Pause aber nicht mehr zufrieden sein konnte. Seine Spieler „zogen“ einige dumme Strafen, gleichzeitig erhöhten die Starbulls in den Druck. In der 24. Minute fischte sich der diesmal bärenstarke Mario Trabucco die Scheibe aus der Luft und knallte sie zum Ausgleich in die Maschen. Jetzt wollten die Innstädter die Partie unbedingt drehen – und wurden in der 35. und 37. Minute belohnt. Erst fälschte „El Capitano“ Stephan Gottwald einen Schlenzer von Tyler McNeely zum 2:1 ab, dann war es wieder Trabucco, der den Puck nach Vorlage von Andrej Strakhov per Direktabnahme zum 3:1 versenkte. Alle drei Starbulls-Treffer fielen dabei im Powerplay, was Steer auf veränderte Trainingsmethoden zurückführte: „Wir haben im Training zum einen mehr Direktschüsse geübt, zum anderen gebührt das Lob auch meinem Co-Trainer Martin Reichel, den ich mit den Überzahl-Formationen in die Kabine zum Video schauen geschickt hatte.“

Der letzte Abschnitt ist schnell erzählt: Kaufbeuren war bemüht, das Ruder noch einmal herumzureißen, biss sich aber – abgesehen von einem Pfostenschuss – an der konsequenten Defensive der Grün-Weißen die Zähne aus. Da half es auch nichts, dass Egen bereits dreieinhalb Minuten vor Schluss Torhüter Thorsten Knorr vom Eis nahm und es nach einer Starbulls-Strafe kurzzeitig sogar mit zwei Feldspielern mehr versuchte. Vielmehr fiel 76 Sekunden vor dem Ende die Entscheidung, als sich Simon Fischhaber links durchtankte und für Trabucco auflegte, der mit seinem dritten Treffer an diesem Abend für die endgültige Entscheidung sorgte.

Video: Die Stimmen der Trainer

„Ich kann man meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Sie hat vor allem bei Fünf gegen Fünf bis zum Schluss alles versucht“, sagte Egen, während Kollege Steer sich vor allem über die gute Reaktion seiner Mannschaft nach den beiden verkorksten letzten Spielen freute: „Wir haben das Frankfurt-Spiel lange im Video aufgearbeitet. Das Team hat hart gearbeitet, außerdem hat Patrick Ehelechner stark gehalten.“ Das werden die Starbulls auch am morgigen Sonntag tun müssen, wenn sie ab 18.30 Uhr bei den heimstarken Roten Teufeln in Bad Nauheim gastieren.

Das Spiel in der Statistik:

Starbulls Rosenheim – ESV Kaufbeuren 4:1 (0:1, 3:0, 1:0)

Tore:0:1 (4.) Max Schmidle (Daniel Menge, Matt Waddell – Überzahl-Tor), 1:1 (24.) Mario Trabucco (ohne Assist – Überzahl-Tor), 2:1 (35.) Stephan Gottwald (Tyler McNeely, Michael Rohner – Überzahl-Tor), 3:1 (37.) Mario Trabucco (Andrej Strakhov, Sergio Somma – Überzahl-Tor), 4:1 (59.) Mario Trabucco (Simon Fischhaber, Michael Rohner – ENG).

Schiedsrichter: Cori Müns (EHC Klostersee).

Strafen: Rosenheim 12 – Kaufbeuren 14.

Zuschauer: 2.112.

redro24/mw

Quelle: rosenheim24.de

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