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In Bad Tölz über 35 Jahre ohne Punkt

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Will auch heute im Heimspiel gegen Passau wieder über ein Tor jubeln: Starbulls-Neuzugang Konstantin Firsanov, der von seinem Trainer gelobt wird.

Rosenheim - Geht es nach dem Gesetz der Serie, dann sind für die Eishockeyspieler der Starbulls Rosenheim an diesem Wochenende maximal drei Punkte drin und zwar die aus dem heutigen Heimspiel gegen Passau. **Live-Ticker ab 19.30 Uhr**

Das hat zwei Gründe: Passau ist die einzige Mannschaft, gegen die Rosenheim in den bisherigen drei Saisonspielen noch nicht verloren und nur einen Punkt abgegeben hat - ein Heimsieg ist also Pflichtprogramm. Doch dann kommt es: Am Sonntag gastieren die Rosenheimer Eishockeyspieler in Bad Tölz und hier schafften die Kufenflitzer aus der Innstadt in den letzten 35 (!) Jahren keinen Sieg. Ja nicht einmal einen Punkt durften die Rosenheimer von den "Buam" mit nach Hause nehmen.

Live-Ticker ab 19.30 Uhr

OVB-Statistiker Manfred Eder wurde zuletzt von einem Sitzplatzbesucher im Eisstadion gefragt, wann denn Rosenheim zuletzt ein Punktspiel in Bad Tölz gewonnen habe. Eder begann in seinem Archiv lange zu blättern, ohne fündig geworden zu sein. Neunmal reiste ein Rosenheimer Eishockey-Team zu Punktspielen nach Bad Tölz, brachte noch nie einen Punkt mit nach Hause und schoss auch noch nie mehr als zwei (!) Tore. Die Starbulls verloren in der Oberliga 0:4, 1:2, 1:4, 2:8 und zuletzt 2:5. Davor spielten beide Teams lange Zeit in verschiedenen Klassen und in den 70er-Jahren versuchte es der EV Rosenheim viermal in der 1. Bundesliga. Die Ergebnisse: 1:6, 2:4, 0:4, 1:5. Sogar als Bad Tölz in der Saison 1975/76 als Tabellenletzter auf Grund des schlechteren Torverhältnisses gegenüber Riessersee und Rosenheim aus der Bundesliga absteigen musste, gelang dem damaligen EVR kein Punkt in Tölz. Es scheint also, als wäre ein gewisser Nachholbedarf vorhanden...

"Diese Serie müssen und wollen wir beenden", fordert Starbulls-Trainer Franz Steer und setzt dabei auf seine drei ausgeglichen besetzten Sturmreihen, "die alle für ein Tor gut sind, wobei sich Konstantin Firsanov hervorragend eingefügt hat", freut sich Steer über die Spiel- und Trainingsleistungen des Deutsch-Russen.

Bevor es nach Tölz geht wollen die Starbulls allerdings erst die Heimaufgabe gegen Passau lösen. "Das wird nach dem Trainerwechsel in Passau schwer genug, denn die Black Hawks haben sich bisher unter Wert verkauft. Da ist mehr Potential vorhanden", erklärte Steer.

Der neue Passauer Trainer Craig Streu, der zuletzt die Hannover Indians in der 2. Bundesliga trainierte, kam erst vergangenen Freitag in Passau an und sein "Einstandswochenende" war nicht schlecht: Einem 5:3-Heimsieg gegen Klostersee folgte ein 4:3-Erfolg in Landsberg. Passaus Top-Scorer ist der Kanadier John Sicinski, der bisher 22 Treffer für sein Team erzielte. Bereits zwölf Tore schoss der Ex-Rosenheimer Daniel Bucheli.

Über die Taktik am Sonntag in Bad Tölz ist sich Steer noch nicht ganz im Klaren. "Abwarten und kommen lassen oder von Beginn an draufgehen", zwischen diesen beiden Varianten wird sich Steer entscheiden. Hoffentlich wählt der Starbulls-Coach richtig, damit das Gesetz der Serie endlich gebrochen wird und man beruhigt in die kurze Olympia-Pause gehen kann.

bz/Oberbayerisches Volksblatt