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Waldkraiburg mit neuem Trainer: Einstand geglückt

Beste Eishockey-Unterhaltung bei den Löwen

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Mit dem 5:4 durch Daniel Huhn sorgten die Memminger für Ernüchterung bei den Waldkraiburgern.

Waldkraiburg - Für drei Punkte hat es am Ende zwar nicht gereicht, doch die Fans kamen gestern Abend in der Raiffeisen Arena voll auf ihre Kosten.

Die Löwen aus Waldkraiburg und der ECDC Memmingen lieferten sich ein klasse Spiel: Die Gastgeber kämpften wieder aufopferungsvoll, wie man das sehen möchte, und Tomas Martinec gab damit einen Heimeinstand an der Bande des Playoff-Meisters, der sich sehen lassen konnte.

Der neue Trainer macht offenbar alles richtig

Das hat es zuletzt auch nicht oft gegeben

Interimstrainer Rainer Zerwesz und Nachfolger Tomas Martinec gemeinsam auf der Bank.

beim EHC Waldkraiburg: Auf der Pressekonferenz nach der 4:6-Niederlage wurde der Heimtrainer mit frenetischem Applaus empfangen und auch anschließend zeigten sich die Löwen-Fans begeistert von ihrem neuen Übungsleiter Tomas Martinec, der die Geschicke inzwischen beim EHC leitet. Auch wenn er zu diesem Zeitpunkt erst den dritten Tag im Amt war, die richtigen Schrauben hatte er mit Rainer Zerwesz offenbar bereits gedreht. 

Die Waldkraiburger starteten richtig gut,

Basti Rosenkranz brachte die Löwen 2:0 in Führung.

gingen früh auf den Gegner und lagen nach nicht mal einer Minute in Führung: Ludwig Synowiec traf zum 1:0 (00:42). Bei den Löwen fehlten die fünf Stammkräfte Lukas Wagner, Michael Trox, Christian Ettwein, Tobias Thalhammer und Christof Hradek. Dafür kamen mit Daniel Schmidt, Alexander Kanzelsberger, Dennis Ladigan und Patrick Zimmermann vier Spieler zum Einsatz, die zuletzt wenig Eiszeit in der Oberliga hatten. Wenig später jagte Nico Vogl die Scheibe in Richtung Gäste-Keeper Florian Neumann und letzterer konnte diese nur abprallen lassen. Basti Rosenkranz stand dort aber bereit und erhöhte auf 2:0 (05:22)

Doch dann kam Memmingen ...

Dann jedoch brachten Milan Pfalzer (09:08) und Anti-Jussi Miettinen bei eigener Unterzahl (13:50) die Memminger mit ihren Treffern zurück in die Partie. Kurz vor dem Ende die nächste Überzahl für den ECDC und es dauerte nur elf Sekunden, da waren die Gäste plötzlich in Führung (19:27). Stark begonnen und nach dem 2:0 stark nachgelassen - das mussten sich die Löwen vorwerfen lassen. Doch in den folgenden 40 Minuten warfen die Löwen alles in die Waagschale und auch auf die Fans sprang der Funke über.

Der mittlere Abschnitt ging zwar übel los, denn Memmingens Neuzugang Galoha, der schon bei seinem Debüt am Freitag zwei Treffer erzielt hatte, erhöhte auf 4:2 für die Indianer (23:24), doch die Löwen zeigten sich unbeeindruckt und machten jetzt richtig Alarm. Fabian Kanzelsberger wurde folgerichtig von Brent Norris und Max Kaltenhauser perfekt in Szene gesetzt und jagte den Puck zum 3:4 in die Maschen (31:19). Wenig später verzog Norris dann knapp und Michail Sokolov traf nur die Latte. Doch die Arena tobte, die Fans standen auf, feuerten die Löwen an und versuchten, sie so zum Ausgleich zu peitschen.

Sogar der Keeper wurde geopfert

Dieser klappte aber erst in der 49.Minute- doch besser spät als nie, dachten sich die Fans und freuten sich, dass Fabian Kanzelsberger wieder zugeschlagen hatte und erfolgreich war (48:14). Jetzt ging es hin und her und Waldkraiburgs Tomas Rousek vergab sogar die Führung. Plötzlich allerdings zeigte Daniel Huhn seine ganze Klasse aus über 200 Zweitligaspielen und traf zum ernüchternden 5:4 für Memmingen (52:32). Seinen Job als Psychologe hatte Tomas Martinec aber bereits gut ausgeübt als neuer Trainer der Löwen. Keiner gab sich auf, man kämpfte weiter und versuchte erneut den Ausgleich zu schaffen. 

Korbinian Sertl lieferte im Waldkraiburger Tor wieder eine tolle Leistung ab.

Als 54 Sekunden vor dem Ende der EHC seine Auszeit nahm und 7 Sekunden später der starke Keeper Korbinian Sertl vom Eis geholt und durch einen weiteren Feldspieler ersetzt wurde, ging der Schuss aber nach hinten los. Galoha machte mit seinem zweiten Treffer des Spiels den 6:4-Endstand für die Gäste perfekt. Und dennoch gab es Applaus für Tomas Martinec, der den Löwen gemeinsam mit Rainer Zerwesz wieder richtig Leben eingehaucht und sie trotz der personellen Notlage an diesem Wochenende zu starken Leistungen getrieben hat - auch wenn es am Ende keine Punkte gab. Doch das könnte sich bald ändern, wenn man weiter so arbeitet und den Fans derartige tolle Unterhaltung bietet.

Das Spiel in Zahlen:

Eishockey Oberliga Süd 2017/ 2018, 21.Spieltag. EHC Waldkraiburg – ECDC Memmingen 4:6 (2:3 / 1:1 / 1:2). Tore: 1:0 00:42 Synowiec L. (Hämmerle D.), 2:0 05:22 Rosenkranz B. (Vogl N., Seifert Ph.), 2:1 09:08 Pfalzer M. (Barrein A., Stotz M.), 2:2 13:50 Miettinen A. (Huhn D. SH1), 2:3 19:27 Jainz M. (Schirrmacher S., Miettinen A. PP1), 2:4 23:24 Galoha K. (Schirrmacher S., Jainz M. PP2), 3:4 31:19 Kanzelsberger F. (Norris B., Kaltenhauser M), 4:4 48:14 Kanzelsberger F. (Norris B., Ullmann F.), 4:5 52:32 Huhn D. (Galoha K., Miettinen A.), 4:6 59:50 Galoha K. Strafen: EHC Waldkraiburg 12 Strafminuten, ECDC Memmingen 8 Strafminuten. Zuschauer: 647.

Pressemitteilung EHC Waldkraiburg

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