Ein Monat Akklimatisierung nötig

Bedenkliche Hitze-Studie zu WM in Katar

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Das Lusail Iconic Stadium ist ein geplantes Fußballstadion im katarischen Lusail

London - Die teilnehmenden Mannschaften an der Fußball-WM 2022 in Katar benötigten bei einer Austragung im Sommer eine Akklimatisierungszeit von mindestens einem Monat.

 Dies ergab eine Studie der englischen Universität von Berfordshire. „Das körperliche Leistungsvermögen und die Entscheidungsfähigkeit wird in einem heißen Klima beeinträchtigt“, sagte Professor Brewer. Für die Studie wurden in einer Klimakammer die Bedingungen am Arabischen Golf nachgestellt. Sollte die WM im Sommer stattfinden, herrschen in Katar Temperaturen von bis zu 50 Grad Celsius.

Professor Brewer erläuterte, dass es grundsätzlich nicht unmöglich sei, sich auf diese extremen Bedingungen einzustellen. „Die Resultate sind grundsätzlich nicht überraschend. Wir haben aber herausgefunden, dass sich der Körper eines Spielers auf die extreme Situation einstellen kann, wenn er früh genug nach Katar reist“, so der Wissenschaftler. Dazuu seien mindestens vier Wochen Eingewöhnung notwendig. Brewer war früher beim englischen Fußball-Verband FA Chef der wissenschaftlichen Abteilung.

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Der englischen Fußball-Nationalmannschaft rät er zu seiner Umstellung ihres Spiels. „Das hohe Tempo, dass wir in der Premier League sehen, dürfte nicht die Art von Fußball sein, den man über 90 Minuten plus Verlängerung und Elfmeterschießen durchhalten kann“, erklärte Brewer, der den „Three Lions“ rät, langsam und geduldig zu spielen wie Welt- und Europameister Spanien.

Ob die WM in Katar wirklich im Hochsommer ausgetragen wird, ist allerdings mehr als fraglich. FIFA-Präsident Joseph S. Blatter hatte Mitte Juli erklärt, er strebe eine Verlegung in den Winter an. Diese gilt als wahrscheinlich, das Exekutivkomitee der FIFA muss aber noch darüber entscheiden.

sid

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