Viertelfinale als Minimalziel

Bierhoff: WM-Halbfinale wäre Erfolg

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Stapelt Oliver Bierhoff bewusst tief?

München - Für Manager Oliver Bierhoff wäre die WM-Mission der deutschen Fußball-Nationalmannschaft 2014 in Brasilien nicht allein im Falle des angestrebten Titelgewinns gelungen.

„Für mich wäre es ein Erfolg, wenn wir wie bei den vergangenen vier Turnieren unter den besten vier wären“, sagte Bierhoff vor der Zusammenkunft des Nationalteams am Montag in München in einem „Kicker“-Interview. Als „Minimalziel“ bezeichnete der 45-Jährige das Viertelfinale, das in der öffentlichen Wahrnehmung wohl schon als Misserfolg bewertet würde. Die DFB-Auswahl tritt am kommenden Freitag in Italien an, vier Tage später folgt zum Jahresabschluss der Klassiker in England.

Zurückhaltend äußerte sich der seit 2004 als Manager amtierende Bierhoff zu möglichen persönlichen Konsequenzen bei einem frühen Turnier-K.o. Bundestrainer Joachim Löw hatte solche für sich bei einem fatalen WM-Aus angekündigt. „Ich müsste es von der Situation abhängig machen. Ich werde jetzt nicht von vorneherein sagen, wenn das eintrifft, höre ich auf“, sagte Bierhoff und verwies auf nicht zu beeinflussende Unwägbarkeiten bei einem Turnier. Der DFB hatte die Verträge mit Löw und Bierhoff nach der erfolgreichen Qualifikation für Brasilien vorzeitig um zwei Jahre bis zur EM 2016 verlängert.

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Kritisch bewertet Bierhoff die Erweiterung des Teilnehmerfeldes bei dem Turnier in Frankreich auf 24 Mannschaften. Die Qualifikation sei „entwertet“. Die Verantwortlichen im Fußball seien „gut beraten, wenn man das nicht weiter aufbläht - die Vereinswettbewerbe wie die Verbandsturniere“, mahnte der Manager. Beim Format von 32 Teams bei der Weltmeisterschaft sollte man es „belassen“, empfahl Bierhoff.

dpa

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