Blatter lobt Südafrika-Fans - Noch kein Turnierfazit

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Zu den bislang 14 Spielen des Confederations Cup 2009 strömten durchschnittlich 35 000 Fans in die Stadien Südafrikas.

Johannesburg - Joseph Blatter hält die Zeit für ein Urteil über den Confederations Cup noch nicht für gekommen, den Fans in Südafrika zollte der FIFA -Präsident aber schon vor dem Finale ein Sonderlob.

"Wir haben ein wundervolles Fair Play der Zuschauer gesehen. Mehr als 90 Prozent waren Südafrikaner", sagte der Chef des Fußball-Weltverbandes am Freitag in Johannesburg. Ein generelles Turnier-Urteil wollte Blatter erst nach dem Endspiel zwischen Brasilien und den USA ziehen. "Es gibt Bereiche, die wir verbessern müssen", sagte der Schweizer und deutete konkret lediglich Defizite im Transportbereich an. "Nicht alle Fans konnten es rechtzeitig zu den Spielen schaffen."

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Positiv äußerten sich die Organisatoren vor dem Final-Wochenende über den Testlauf für die erste Fußball-WM auf dem afrikanischen Kontinent. "Insgesamt sind wir zufrieden, mit dem was wir gesehen haben", sagte FIFA -Vizechef Issa Hayatou , der auch OK-Vorsitzender des Weltverbandes für das Turnier ist. Der lokale Turnierchef für 2010, Irvin Khoza , stellte die Bedeutung der ohne größere Pannen geglückten Generalprobe für den Kap-Staat heraus. "Noch nie haben wir Südafrikas Menschen so geeint gesehen. Wenn man schaut, was auf den Rängen passiert ist, ist das eine hervorragende Werbung." Durchschnittlich mehr als 35 000 Zuschauer bei den bisher 14 Turnier-Spielen wurden als Erfolg gewertet.

Blatter zeigte sich wie in den vergangenen Tagen als Afrika-Freund. Bei entsprechender Leistung der sechs afrikanischen Teams bei der WM 2010 werde er sich für einen weiteren Startplatz bei den folgenden Turnieren stark machen, versprach der Schweizer. Die Vuvuzela-Debatte beendete der FIFA -Chef mit einem Plädoyer für musikalische Fan-Freiheit. "Es ist ein Instrument, um Freude auszudrücken. Es ist nicht an uns, diesbezüglich einzuschreiten. Jeder Kontinent hat seine eigene Geräuschkulisse", sagte Blatter zu den umstrittenen Fan-Tröten. Auf ein offizielles Loblied des Präsidenten müssen die Organisatoren aber noch bis Montag warten. Erst dann will sich Blatter schlussendlich äußern.

Von Arne Richter, dpa

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