Club-Coach Hecking macht Dampf: Opfer bringen

+
Dieter Hecking begann sein erstes Training als Club-Trainer mit einer Ansprache an die Mannschaft.

Nürnberg - Beim 1. FC Nürnberg hat das Unternehmen Klassenerhalt begonnen.

Am Montag, fünf Tage früher als ursprünglich geplant, hat der Krisen-“Club“ mit Dieter Hecking als neuem Trainer die Vorbereitungen auf die Rückrunde in der Fußball-Bundesliga aufgenommen. “Es geht um den Klassenerhalt. Dafür sind Opfer zu bringen“, sagte der 45-Jährige nach der ersten Trainingseinheit vor rund 1200 Zaungästen auf dem “Club“-Gelände am Valznerweiher. Hecking hatte den FCN-Profis fünf Tage Urlaub gestrichen, die er im Sommer womöglich wieder drauflegen will, “wenn wir in der Liga bleiben“.

Wenn Hecking den Tabellen-Vorletzten der Bundesliga vor dem achten Abstieg aus dem Fußball-Oberhaus rettet, verlängert sich der bis zum Saisonende laufende Vertrag automatisch um ein Jahr. “Wichtig ist, dass wir uns schnell aneinander gewöhnen“, sagte Hecking, der nach dem ersten Trainingsspiel festgestellt hatte, dass seine Mannschaft “willig, aber auch etwas unruhig“ sei.

Die Tops und Flops der Bundesliga-Hinrunde

Die Tops und Flops der Bundesliga-Hinrunde

Bei seinem Dienstbeginn nahm Hecking erste personelle Korrekturen im Kader vor. Der Nachfolger von Michael Oenning beförderte den 21- jährigen Philipp Wollscheid vom Regionalligateam des FCN in den Profikader. Der Abwehrspieler soll auch am Trainingslager im türkischen Belek vom 2. bis 9. Januar teilnehmen.

Peter Perchtold, Güngör Kaya und Tomasz Welnicki, die bisher zum Bundesliga-Aufgebot der Franken gehörten, sollen ab sofort mit der zweiten Mannschaft des 1. FC Nürnberg trainieren. Am Montag fehlten noch Javier Pinola und Isaac Boakye, die im Heimaturlaub sind. Auch Dario Vidosic und Matthew Spiranovic kommen verspätet nach Nürnberg. Beide sind derzeit in der australischen Nationalmannschaft beschäftigt.

Sportdirektor Martin Bader wird bis zur Öffnung des Transfermarktes am 1. Januar mögliche personelle Veränderungen sondieren. Der kroatische Nationalspieler Jurica Vranjes (29), der bei Werder Bremen auf der Abschussliste steht, könnte im Mittelfeld Peer Kluge ersetzen, der mit dem FC Schalke 04 in Verbindung gebracht wird. “So lange es keinen Ersatz gibt, werden wir keinen Spieler abgeben“, stellte Bader klar. “Die Tendenz für mich ist klar: Kluge soll bleiben“, betonte Hecking.

Als weitere Neuzugänge werden Per Nilsson von 1899 Hoffenheim und der gebürtige Nürnberger Michael Görlitz gehandelt. Der 22-jährige Mittelfeldakteur steht noch bei Halmstad BK in Schweden unter Vertrag.

dpa

Zurück zur Übersicht: Fußball

Auch interessant

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser

MEHR AUS DEM RESSORT