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«Deprimierte» Augsburger brauchen ein Wunder

Augsburgs Konstantinos Stafylidis (l) macht seinem Frust Luft. Foto: Stefan Puchner
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Augsburgs Konstantinos Stafylidis (l) macht seinem Frust Luft. Foto: Stefan Puchner

Das Abenteuer Europa League steht für den FC Augsburg nach einer bitteren Niederlage gegen Bilbao vor dem Abpfiff.

Augsburg (dpa) - Diese Niederlage tat dem FC Augsburg richtig weh. Trainer Markus Weinzierl flüchtete nach dem unglücklichen 2:3 (1:1) gegen Athletic Bilbao sofort in die Stadionkatakomben.

Das Abenteuer Europa League steht für den Debütanten FCA vor dem Ende, im letzten Spiel am 10. Dezember bei Partizan Belgrad müsste dem Bundesligisten schon ein kleines Fußball-Wunder gelingen. «Ein Punkt wäre viel wert gewesen. Jetzt müssen wir in Belgrad drei Tore erzielen», sagte Weinzierl und gab zu: «Erst mal sind wir deprimiert.»

Für das Weiterkommen müsste der FCA (6 Punkte) am letzten Spieltag mit 3:1 oder noch höher in Belgrad gewinnen, um Partizan (9) noch vom zweiten Platz zu verdrängen und Bilbao (12) in die Zwischenrunde zu begleiten. «Wir müssen in Belgrad das Unmögliche möglich machen», sagte Mittelfeldspieler Daniel Baier.

Vor 23 741 Zuschauern fehlte den Augsburgern die Reife und auch Qualität, um den 2:1-Vorsprung nach Toren von Piotr Trochowski (41. Minute) und Joker Raul Bobadilla (59.) über die Zeit zu bringen. «Der Plan ist aufgegangen bis zur 83. Minute», resümierte Weinzierl. Dann gelang Aritz Aduriz gegen eine unsortierte Augsburger Defensive der späte Doppelschlag (83./86.). Markel Susaeta hatte das 1:0 für die Basken erzielt (10.). «Es war sehr schwierig, aber wir haben unser Ziel erreicht», kommentierte Athletic-Coach Ernesto Valverde.

«Wir haben nicht lange Zeit, traurig zu sein», erklärte Weinzierl mit Blick auf das schon am Sonntag anstehende Bundesliga-Heimspiel des Tabellenvorletzten gegen den DFB-Pokalsieger VfL Wolfsburg. Dafür hatte er die Offensivspieler Bobadilla, Caiuby und auch Ja-Cheol Koo gegen Bilbao teilweise geschont. «Wolfsburg ist Favorit», weiß Weinzierl: «Wir wollen uns wehren und in der Außenseiterrolle überraschen.»

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