WM-Quartier verteidigt

DFB-Elf testet gegen Kamerun

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Joachim Löw will gegen Volker Finkes Kamerun testen.

Berlin - Das wird ein echter Prüfstein. Die DFB-Elf hat sich mit Blick auf Gruppengegner Ghana Kamerun als „Sparringspartner“ ausgesucht. Außerdem verteidigt der DFB die Quartierswahl.

Die Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien zieht beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) alle in den Bann. Im Campo Bahia glauben die DFB-Macher genau das richtige Quartier gefunden, in Kamerun den optimalen „Sparringspartner“ im vorletzten WM-Test ausgewählt zu haben. „Diese Partie hat einen großen Reiz für beide Mannschaften“, sagte Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff am Freitag in einer DFB-Mitteilung.

Mönchengladbach erlebt am 1. Juni 2014 den vorletzten Härtetest. Die Afrikaner kommen mit dem deutschen Trainer Volker Finke. „Mit Blick auf das WM-Vorrundenspiel gegen Ghana ist Kamerun natürlich ein hervorragender Gegner“, meinte Hans-Dieter Flick in einem Interview auf „Sport1“. Die bisherigen zwei Begegnungen gewann jeweils die deutsche Mannschaft. Offen ist noch der Gegner am 6. Juni in Mainz.

Mit Nachdruck dementierte Generalsekretär Helmut Sandrock noch einmal, der DFB sei Bauherr des WM-Quartiers Campo Bahia. „Es wird nicht von uns, nicht für uns und nicht nach unseren Wünschen errichtet“, sagte der 57-Jährige in einem am Freitag veröffentlichten Interview auf der DFB-Homepage. Die Anlage nahe der Stadt Porto Seguro sei „eine hervorragende Option für uns“, erklärte Sandrock und fand Unterstützung beim Löw-Assistenten Flick. „Das ist was Besonderes. Das Campo Bahia ist wie ein kleines Dorf. Wir waren alle begeistert“, sagte Flick in einem Interview auf „Sport1“.

Erst nachträglich wurde das Campo Bahia zusammen mit anderen Anlagen in den Hotel-Katalog des Weltverbandes FIFA aufgenommen. Im August 2012 hatte sich der DFB noch für eine Hotelanlage in der Nähe von Sao Paulo entschieden und den Komplex bei der FIFA blocken lassen. Als nach der Gruppenauslosung am 6. Dezember feststand, dass die DFB-Elf alle Vorrundenspiele im Norden austrägt, wurde die Suche aus klimatischen und logistischen Gründen neu ausgerichtet.

„Uns hat die Lage überzeugt, die Nähe zum Flughafen in Porto Seguro“, betonte Sandrock. Das geblockte Hotel nahe Sao Paulo wurde an die FIFA zurückgegeben. Dort wird nun die russische Auswahl Quartier machen. „Und wir haben uns dafür entschieden, dieses Basecamp für die WM anzumieten“, sagte Sandrock.

Es sei auch nicht ungewöhnlich, dass ein Trainingsplatz für die deutsche Mannschaft extra gebaut wird. „Das war in Danzig bei der EM 2012 auch so“, stellte der DFB-Generalsekretär klar. Damals sei der Platz anschließend einer Jugendmannschaft zur Verfügung gestellt worden. „Auch 2014 wird es wieder so sein. Der DFB ist um Nachhaltigkeit bemüht.“ Dass sowohl das Campo Bahia als auch der Trainingsplatz noch im Bau sind, schreckt Sandrock nicht. „Wir sind felsenfest davon überzeugt, dass pünktlich zur WM alles fertig sein wird. Man sollte einfach auch mal Vertrauen haben.

Bevor der deutsche WM-Tross sein „kleines Dorf“ beziehen kann, bestreitet die DFB-Elf noch Testspiele in Deutschland. Das WM-Jahr startet mit einem Testmatch gegen WM-Teilnehmer Chile in Stuttgart (5. März), dann folgt die Partie gegen Polen (13. Mai) in Hamburg. Am 21. Mai geht es ins Trainingslager nach Südtirol. Die Partien gegen Kamerun und den noch zu findenden Gegner am 6. Juni in Mainz beschließen die Vorbereitung.

dpa

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