Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

EM-Titel ist das Ziel

DFB-Team: Löw plant den Umbau - mit wem?

DFB Team Joachim Löw Umbau
+
Bundestrainer Jogi Löw.

Frankfurt - Joachim Löw will sein Weltmeister-Team erst im Herbst durch neue Spieler ergänzen - und denkt dabei an die Vergangenheit.

Joachim Löw kann sich noch gut an jenen 29. Juni 2009 in Malmö erinnern. Der Fußball-Bundestrainer saß damals auf der Tribüne des Swedbank Stadions, und sah begeistert zu, wie UEFA-Präsident Michel Platini dem Kapitän der deutschen Auswahl den EM-Pokal übergab. Es war „nur“ die Trophäe der U21-Europameisterschaft, doch fünf Jahre später war dieser Kapitän, ein gewisser Sami Khedira, mit dem Trainer Löw und fünf weiteren „Helden von Malmö“ Weltmeister.

Wer Löws aktuelle Pläne verstehen will, muss diese Geschichte kennen. Der Bundestrainer hofft, dass sich die Geschichte von damals in ähnlicher Form wiederholt. Am liebsten bereits in gut 15 Monaten bei der EM in Frankreich, gerne aber auch bei der WM 2018 in Russland. Spätestens dann will er sein Weltmeister-Team „neu definiert“ haben, wie er es jetzt ausdrückte. Die Spieler, auf die er dann setzt, müssen sich zuvor aber eine Stufe tiefer beweisen - wie Khedira, Manuel Neuer, Jerome Boateng, Benedikt Höwedes, Mats Hummels und Mesut Özil in Schweden.

„Das Erfolgserlebnis 2009 hat ihnen damals einen Schub gegeben“, sagte Löw am Dienstag. Vier dieser sechs Spieler waren ein Jahr später bei der WM in Südafrika dabei (Höwedes und Hummels fehlten), alle sechs und der in Schweden ebenfalls erfolgreiche Marcel Schmelzer bei der EM 2012. 2014 bildeten die zu Männern gewordenen Jungs von Malmö das Rückgrat der Weltmeister-Elf. Schweden, erzählt etwa Khedira gerne, war auf dem Weg dahin ein erster, entscheidender Schritt.

Den sollen andere Talente im Sommer bei der U21-EM in Tschechien (17. bis 30. Juni) gehen. Deshalb verzichtet Löw bei den ersten beiden Länderspielen des Jahres (noch) auf sie, stattdessen kommen die Nachwuchskräfte bei den Tests der Junioren am Freitag gegen Italien und am Montag in England zum Einsatz.

„Ich sehe jetzt keine Notwendigkeit, junge Spieler zu holen“, sagte Löw, erst im „heißen Herbst“ mit den EM-Qualifikationsspielen gegen Polen, in Schottland und Irland sollen „die neuen Gesichter mit den bestehenden, vertrauten zusammenwachsen“. Er sei sich mit Löw einig, sagte U21-Coach Horst Hrubesch, „dass es für die Entwicklung junger Spieler am wichtigsten ist, in einer Turniersituation Verantwortung zu übernehmen“. Siehe Khedira und Co. 2009. Fünf Profis aus dem aktuellem U21-Kader durften schon bei Löw vorspielen, Hrubesch traut „ein bis vier weiteren Spielern“ den baldigen Sprung zu.

Löw bescheinigte U21-Kapitän Kevin Volland, Max Meyer, Leon Goretzka sowie Emre Can eine „große Perspektive“. Can will sich über seinen Klub FC Liverpool „aufdrängen“, wie er forsch betonte, die EM 2016 sei sein „nächstes Ziel“. Löw hat überdies Marc-Andre ter Stegen, den Mainzer Johannes Geis oder Bremens Davie Selke im Blick. Für verdiente Nationalspieler wie die Weltmeister Roman Weidenfeller und Lukas Podolski oder Mario Gomez dürfte es bald eng werden.

Zunächst aber soll es die „Klasse von 2015“ ihren inzwischen berühmten Vorgängern nachmachen. „Das Ziel ist klar definiert: Der EM-Titel“, sagte Hrubesch. Zuerst mit der U21 - dann unter Löw.

SID

Kommentare