Dynamo Dresden: Keine Geschäfte mit der NPD

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Fans von Dynamo Dresden bereiten Sicherheitskräften immer wieder Probleme. Ein Teil der Fans wird der rechten Lager zugerechnet.

Dresden - Drittligist Dynamo Dresden hat ein Schreiben an den NPD-nahen Verlag “Deutsche Stimme“ mit dem Angebot von VIP- und Logenplätzen bedauert und zurückgezogen.

 “Das Angebot ist nichtig. Wir machen keine Geschäfte mit der NPD“, sagte Vereinssprecher Peter Tauber am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur dpa und fügte an: “Auch wenn wir als Verein unpolitisch sind, haben wir ein ganz klares Bekenntnis gegen Rechts.“

In einem von Vermarktungspartner “Sportfive“ verschickten und von Dynamo-Hauptgeschäftsführer Stefan Bohne sowie Trainer Ruud Kaiser unterzeichneten Brief werden der “Deutsche Stimme Verlagsgesellschaft mbH“ in Riesa VIP -Angebote unterbreitet. Herausgeber ist laut Innenministerium Nordrhein-Westfalen der Bundesvorstand der NPD.

“Das ist sehr bedauerlich. Sowas darf nicht passieren“, sagte Dynamo- Sprecher Tauber. Insgesamt habe die Vermarktungs-Agentur “Sportfive“ 18 000 Adressen über einen externen Dienstleister eingekauft. Maßgabe dabei sei gewesen, dass keine Vereine oder Parteien darunter sein dürfen. “Wenn man 18 000 Adressen einkauft, kann man das nicht manuell nachbearbeiten. Das ist nicht möglich“, sagte Tauber. Er kündigte an, dass intern bei “Sportfive“ geprüft werden soll, wie es zu dem Vorfall gekommen sei.

dpa

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