Lebenslange Sperre aufgehoben

Ex-Freundin mischte Dopingmittel ins Getränk

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Berlin - Ein perfider Racheplan seiner Ex-Freundin hat dem russischen Bankdrücker und Paralympics-Teilnehmer Gundus Ismajilow eine neunjährige Dopingsperre eingehandelt.

Die 2004 ausgesprochene lebenslange Verbannung des Aserbaidschaners wurde nun aufgehoben, nachdem seine Ex-Partnerin in einem Gerichtsverfahren zugegeben hatte, ihm die verbotene Substanz im Athletendorf von Athen ins Getränk gemischt hatte. Die beiden hatten sich zuvor getrennt, die Partnerin sah ihre Tat als Bestrafung an.

Ismajilow wurde vor 13 Jahren als Wiederholungstäter lebenslang gesperrt. Bei den Paralympics 2000 in Sydney war er schon wegen eines verpassten Dopingtests aufgefallen. 2004 stellte man bei ihm die Einnahme des anabolen Steroids Stanozolol fest.

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„Das ist ein besonderer Fall mit besonderen Begleitumständen“, sagte Toni Pascual vom Antidoping-Komitee des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC). Dass der Fall noch einmal vor Gericht aufgerollt wurde, sei legitim. „Ein Athlet, der unter dem alten Anti-Doping-Code lebenslang gesperrt wurde, hat die Möglichkeit, seinen Fall neu behandeln zu lassen, wenn es ausreichend Hinweise für seine Unschuld gibt“, sagte Pascual.

SID

Rubriklistenbild: © dpa

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