WM-Spiel 1: So jubelte der Altlandkreis

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Junge und ältere Fußballfans zogen an einem Strang, oder besser gesagt einem Ball bei den Public Viewings im Altlandkreis Wasserburg
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Altlandkreis - Zusammen Fußball schauen läuft verbreitet unter den Begriff "Public Viewing". Im Altlandkreis Wasserburg wurde daraus "Öffentlich gemeinsam Jubeln".

"Wir sehen uns im Finale wieder" waren die Worte eines Portugiesischen Fans, der in einer Bar in Wasserburg bei seinen Kumpels saß, und die Welt nicht mehr verstand. "Galgenhumor" grinste ein deutscher Fan, doch die Hoffnung sterbe bekanntlich zuletzt.

WM-Fans im Altlandkreis

Dennoch war der Endstand erwiesenermaßen ernüchternd für die Portugiesen. Einige waren derart enttäuscht, dass sie nach der Halbzeit das Lokal verließen. Carlos Santos, der Barbesitzer versteht zwar den Unmut der Landsleute, doch er blieb tapfer bei den Restlichen, die - wie er selbst, viele Tore sehen wollten. Tore sahen sie, ohne Zweifel, doch in Feierlaune waren vor allem die Deutschland-Fans, die am gleichen Tisch verweilten.

In einer Bar in Wasserburg haben Portugiesen mit Deutschen gemeinsam Spiel gekuckt.

"Wir sind nicht sauer auf unsere Spieler oder auf die deutschen Fans, die uns grad in die Ohren brüllen, wir sind von den vielen Schiedsrichterentscheidungen einfach nicht begeistert", hieß es von einem Portugiesen.

Trotz alledem sei noch nichts entschieden, ein nochmaliges Aufeinandertreffen im Endspiel sei durchaus möglich, erklärte ein Portugal-Anhänger.

Kleine Grüppchen feierten ebenso strahlend wie Große

In der Wasserburger Innenstadt kam es zu vielen Public Viewing-Veranstaltungen, doch es waren die überschaubaren Mengen an Fans, die gemeinsam im persönlichen Stammlokal mit Freunden den Mannen beim Siegen zuschauten. Einige Lokalitäten entschieden sich, das Flair von Draußen zu nutzen und stellten kurzerhand einen Fernseher für die Gäste in den Biergarten oder auf die Terrasse.

Im kleinen Städtchen Wasserburg war es bei den kleineren "Public Viewings" nicht weniger schön, als anderorts mit großen Menschen-Mengen.

Albaching feierte mit Grillfleisch und Würstl

Zu den "armen Würstln" gehörten die Albachinger WM-Fans sicher nicht, waren doch nur Deutschland-Fans unter ihnen. Dennoch waren Wurst und Fleisch gefragt:

In Albaching ist Feiern kein Problem.

Ein Grillfest wurde das WM-Spiel der Deutschen gegen Portugal beim SV Albaching. Das Zelt neben dem Vereinsheim wurde abgedunkelt, die Zuschauer saßen auf treppenartig aufgestellten Tribünen, durch Lautsprecher kam der Ton des Kommentators besonders gut zur Geltung. So verpasste auch der Grillmeister kein Tor, wenn auch lediglich nur nicht mit den Ohren. Die Stimmung war äußerst ausgelassen, verschiedenste Generationen kamen nach Albaching, um dort der Deutschen Mannschaft gemeinsam die Daumen zu drücken.

Pfaffing tischte groß auf

In großem Rahmen wurde am Feuerwehrhaus in Pfaffing dem Spiel entgegen gefiebert. Hier pfiffen es nicht die Spatzen von den Dächern, sondern es waren die Fans selbst, die sich gegenseitig mit Tröten und Fahnen in Siegerlaune brachten. 

Die Feuerwehr Pfaffing hatte wegen den vorausgegangenen Feierlichkeiten zur Fahrzeugweihe ohnehin zum Kesselfleischessen geladen, prompt wurde ein Public Viewing daraus, das hervorragend ankam und besonders angenehm im Altlandkreis auffiel.

Um die 300 Menschen waren gekommen, um sich weder das leckere Essen als auch die tollen Spielzüge entgehen zu lassen.

Der Nachteil: Viele Feuerwehrler bedienten, andere mussten in einem Raum ohne Fernsehbild für die Gäste arbeiten. Nicht weniger gut war die Stimmung, denn ein volles Haus sei schließlich immer gut, so ein fleißiger Helfer. Das Kesselfleisch mundete und der Spielverlauf schmeckte den vielen WM-Fans ebenso!

In Pfaffing trafen sich jung und etwas älter - es entstand der Eindruck, jeder verstehe sich mit dem anderen hervorragend.

Viele Fanartikel kamen in Pfaffing zum Einsatz.

Viele Fans waren im Trikot mit der deutschen Nummer 13 gekommen, was sich angesichts der starken Leistung von Thomas Müller als goldrichtig erwies. Und so wurde kräftig so mancher Fanartikel in Gebrauch genommen, gemeinsam geklatscht, gejubelt und gefreut.

Ganz egal, ob sich im Altlandkreis privat kleinere Gruppen zusammentaten, um das Spiel zu sehen, mit dem Freundeskreis ins Lieblingslokal schlenderten - oder aber in großer Runde beim Public Viewing aktiv waren, eines konnte im Altlandkreis Wasserburg bemerkt werden: Sich freuen ist ganz einfach!

Quelle: rosenheim24.de

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