CL-Finale

Bayern-Sieg der TV-Hit 2013

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Der FC Bayern holte gegen den BVB den Titel.

München - Fußball geht immer. Diese TV-Weisheit funktionierte auch 2013. Die Champions League hängte in der Sport-Hitliste sogar die Länderspiele ab.

Dank der Fußball-Champions-League stellt das ZDF den TV-Champion des Jahres. Das Endspiel zwischen dem FC Bayern München und Borussia Dortmund war 2013 mit 21,61 Millionen Zuschauern die meistgesehene Fernsehsendung. Die Live-Übertragung am 25. Mai aus London führt auch mit Abstand die TV-Sport-Hitliste vor den Halbfinal-Partien der Münchner in Barcelona (15,91 Millionen) und der Dortmunder gegen Real Madrid (13,69 Millionen) an.

Hinter dem DFB-Pokalfinale zwischen Triple-Sieger FC Bayern und dem VfB Stuttgart landeten die quotenträchtigen Länderspiele der Nationalmannschaft diesmal nur auf den Plätzen fünf und sechs. „Das Produkt Champions League hat sich bei uns schnell etabliert“, kommentierte ZDF-Sportchef Dieter Gruschwitz die Erfolgszahlen im Premierenjahr. „Sie haben auch eine Strahlkraft auf andere Sendungen.“

Kein Wunder, dass sich die Mainzer in der vorigen Woche die Champions-League-Rechte im Free-TV frühzeitig bis 2018 sicherten. Die geschätzten 50 Millionen Euro pro Saison scheinen gut angelegt zu sein, auch wenn im Super-Sportjahr 2014 mit den olympischen Winterspielen in Sotschi und der Fußball-WM in Brasilien das DFB-Team wahrscheinlich wieder die Nase vorn haben wird.

Bei großen Turnieren haben die Auftritte der deutschen Mannschaft fast immer die 20-Millionen-Marke geknackt. Die dürfte auch in Brasilien mehrfach übertroffen werden, zumal sich die Anstoßzeiten der meisten Spiele (18.00, 21.00 oder 22.00 Uhr) an der TV-Primetime in Europa und nicht an den klimatischen Verhältnissen im WM-Land orientieren.

„Die Nummer eins ist und bleibt Fußball“, erklärte ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky zu der frappierenden Dominanz in einem Übergangsjahr ohne WM oder EM. Unter den Top 20 befinden sich 19 Fußball-Spiele. Nur der Boxkampf von Wladimir Klitschko gegen Alexander Powetkin konnte mit 11,01 Millionen RTL-Zuschauern die Phalanx durchbrechen. Platz zehn wackelt aber noch, weil am Samstag Quotengarant FC Bayern das Endspiel der Club-WM bestreitet. Den 3:0-Sieg im Halbfinale verfolgten am Dienstag bereits 6,55 Millionen.

„Von Ausnahmen abgesehen, haben viele Sportarten im Sommer Probleme, auf Akzeptanz zu kommen. Es fehlt ein Konzept, sie zu bündeln“, erklärte Balkausky zu dem geringeren Interesse für andere Sport-Events. Achtungserfolge verbuchten das Handball-WM-Spiel Deutschland - Spanien (6,98 Millionen) sowie das Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen (6,62 Millionen).

Selbst die Formel 1 beklagt einen Zuschauerrückgang, die Dominanz des viermaligen Weltmeisters Sebastian Vettel ist zu groß. Kein Rennen übertraf die Zehn-Millionen-Marke, mit 7,45 Millionen Fans nimmt der Große Preis von Monaco derzeit Platz 33 ein.

Formel 1-Sender RTL, der im nächsten Jahr auf WM-Spiele im Fußball verzichtet, hofft nun auf die „größte Reglementänderung aller Zeiten“ in der Königsklasse des Motorsports. „2014 wird uns alle überraschen, weil die Karten durch die Technikrevolution völlig neu gemischt werden“, teilte RTL-Sportchef Manfred Loppe optimistisch mit.

dpa

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