Nach Streit wegen Kovac

FC Bayern: Neue Spekulationen um James Rodriguez - und ein Fragezeichen

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Der FC Bayern will James offenbar kaufen - und dann?

Beim FC Bayern bleiben oder doch zurück zu Real Madrid? Die Zukunft von James Rodriguez ist ungewiss. Jetzt gibt es Neuigkeiten vom FCB, die dem Kolumbianer nicht gefallen.

  • James Rodriguez‘ Zukunft beim FC Bayern München ist weiter offen.
  • FC Bayern hat dank Kaufoption alle Trümpfe in der Hand.
  • James Rodriguez spielt allerdings unter Niko Kovac keine tragende Rolle.
  • Zidanes Rückkehr zu Real dürfte nicht für ein Comeback bei den Königlichen sprechen.
  • Alle aktuellen News zu Real Madrid finden Sie hier.

News vom 18. April 2019: Das Drama um James Rodriguez geht in die nächste Runde. Der Kolumbianer, der am Donnerstag das Training abbrechen musste und für die Partie gegen Werder Bremen fraglich ist, wie tz.de* berichtet, ist aktuell von Real Madrid ausgeliehen, aber der FC Bayern besitzt eine Kaufoption.

Die will der FCB offenbar ziehen. Wie Don Balon berichtet, soll es in den vergangenen Tagen zu einem ersten Treffen zwischen den Verantwortlichen des Rekordmeisters und James‘ Beratern gekommen sein. Dabei sollen die Gespräche eine klare Tendenz aufgezeigt haben.

FC Bayern: Wird James gekauft und direkt weitergereicht?

Laut des Berichts soll die Grundlage für eine feste Verpflichtung von James gelegt worden sein, zu dem die Bayern wohl aktuell tendieren. James selbst soll von dieser Aussicht aber nicht sehr angetan sein. Ein Grund dafür ist offenbar das schwierige Verhältnis des Kolumbianers zu Niko Kovac.

Don Balon berichtet weiter, dass die Bayern ernsthaft erwägen James‘ seinen Wunsch zu erfüllen. Allerdings wollen sie ihn trotzdem kaufen. Die Lösung: Bayern kauft James und transferiert ihn direkt mit Gewinn weiter. Diese Variante hatte Hasan Salihamidzic allerdings Anfang des Jahres noch kategorisch ausgeschlossen.

Nächster Zoff der Bayern-Bosse? Zukunft von James spaltet Rummenigge und Hoeneß

News vom 11. April 2019: Noch ist James Rodriguez nur an den FC Bayern ausgeliehen, doch der Rekordmeister hat eine Kaufoption für den Kolumbianer. Für 42 Millionen Euro könnte der FCB ihn fest verpflichten. Ob die Münchner diese Option nutzen, steht in den Sternen. Die Bosse des FCB sind sich jedenfalls nicht einig - nicht nur bei diesem Thema, wie tz.de* berichtet.

Wenn es nach Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge geht, ist ein Kauf die beste Lösung, wie Don Balon berichtet. Wenn es nicht klappen sollte mit dem Mittelfeldspieler, könne man ihn immer noch gewinnbringend verkaufen.

Hoeneß contra Rummenigge - wer entscheidet über James?

Präsident Uli Hoeneß hingegen steht einem Kauf von James eher ablehnend gegenüber. Für ihn sprechen die Leistungen und das Auftreten gegenüber dem Trainer Niko Kovac und dem Sportdirektor Hasan Salihamidzic gegen eine Verpflichtung. Aber: „Wir müssen es in der Gesamtbetrachtung am Ende entscheiden. Er ist im Großen und Ganzen ein großartiger Spieler“, so Hoeneß. Er will die Entscheidung über den Verbleib James‘ dem Trainer überlassen. 

Für den Torschützenkönig der WM 2014 James dürfte es im Augenblick keine angenehme Zeit sein. Wenn Bayern die Kaufoption nicht zieht, geht es für ihn am Ende der Saison wieder zurück nach Madrid. Dort scheint man aber im Moment ohne den Mittelfeldspieler zu planen.

Auch bei den Profis selbst herrscht derzeit wohl wenig Einigkeit. Robert Lewandowski und Kingsley Coman gerieten im Training handfest aneinander. Dabei wird es aber wohl kaum um James Rodriguez gegangen sein. 

Ganz anderes Ziel für James? Ex-Schwiegervater erklärt, wo der Bayern-Star gerne spielen würde

News vom 10. April 2019: Im Sommer wird sich die sportliche Zukunft von James Rodriguez entscheiden. Im Augenblick hält der FC Bayern noch eine Kaufoption für den von Real Madrid ausgeliehenen Mittelfeldspieler. Doch die wird man in München wahrscheinlich nicht ziehen. Aber auch die Madrilenen wollen den Kolumbianer nicht zurück und überlegen, ihn zu verkaufen.

Einen möglichen Abnehmer brachte jetzt Rodriguez‘ Ex-Schwiegervater Hernan Ospina ins Gespräch, berichtet das Sportportal spox.com. Demnach würde er gerne in Italien für den SSC Neapel spielen. Dort ist nämlich ein alter Bekannter des Mittelfeld-Stars angestellt. Seit einem Jahr trainiert Carlo Ancelotti den Serie A-Verein. Die beiden kennen sich sowohl aus der Zeit bei Real Madrid, wie auch von Ancelottis Zeit bei den Bayern.

Trotz spanischer Staatsbürgerschaft: Wohl keine James-Rückkehr nach Madrid 

News vom 9. April 2019: James Rodriguez ist mittlerweile in Spanien eingebürgert - damit schienen alle Türen für eine Rückkehr zu den Königlichen weit aufgestoßen. Denn nach den Verpflichtungen von Eder Militao, Vinicius Junior und Rodrygo Goes ist das Kontingent für Nicht-EU-Ausländer bei Real Madrid aufgebraucht.

Real Madrid: Zinedine Zidane sortierte James Rodriguez schon einmal aus

Dank seines spanischen Passes, könnte James also problemlos in Madrid auflaufen. Wäre da nicht die Rückkehr von Erfolgscoach Zinédine Zidane. Denn die Marca beschreibt James‘ Wechsel in die Bundesliga beinahe als eine Art Flucht vor dem französischen Star-Trainer. Im Laufe der Saison 2016/17 war James in der Hackordnung bei den Galaktischen stetig weiter abgefallen. Das Champions League Finale gegen Liverpool erlebte er gar von der Tribüne aus. Kaum vorstellbar also, dass der damalige 60-Millionen-Mann unbedingt wieder unter Zizou trainieren möchte. Zumal er im vergangenen Jahr auch in Deutschland nur selten Weltklasse andeuten konnte, wie tz.de konstatiert*.

James Rodriguez: Bei Hazard-Transfer fast chancenlos in Madrid 

Erschwerend hinzu kommtdas Mega-Paket, das Real Madrid für Chelseas Eden Hazard schnüren will, von dem tz.de* berichtete. Nicht nur, dass die Madrilenen damit einen absoluten Weltklasse-Spieler als direkten Konkurrenten für James verpflichten würden, selbst die Galaktischen benötigen für einen 100-Millionen-Euro-Transfer, plus wahrscheinlichem Monster-Gehalt, zusätzliches Kleingeld. Ein Verkauf des Wackelkandidaten liegt daher nahe. Ob der FC Bayern die Kauf-Klausel im Leihvertrag des Kolumbianers zieht, oder eben nicht, wird dabei kaum eine Rolle spielen. Einen Abnehmer für den begabten Offensiv-Regisseur zu finden, wird ein Leichtes sein.

Der Hintergrund der Debatte um James‘ Staatsangehörigkeit: Der spanische Verband gestattet nur drei Profis aus Nicht-EU-Ländern und ist mit dieser Regelung einer der strengsten Europas. Während die Deutsche Fußball Liga (DFL) beispielsweise nur vorschreibt mindestens zwölf deutsche Lizenzspieler und acht „Local Players“ im Kader zu führen. Als Local Player bezeichnet die DFL einen Spieler, der im Alter von 16 bis 22 Jahren mindestens drei Jahre lang im aktuellen Verein ausgebildet wurde, die Staatsangehörigkeit spielt hier keine Rolle.

Lesen Sie auch: In der Halbzeitpause des Pokal-Spiels der Bayern gegen Heidenheim ist Salihamidzic mit den Schiedsrichtern aneinander geraten. Das DFB-Sportgericht hat ihn nun mit einer Geldstrafe belegt.

mb

*tz.de ist Teil des Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes

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