Doppelpass: Bruchhagen attackiert Breitner

Stoiber verrät Stand bei Reus-Transfer

Edmund Stoiber
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Edmund Stoiber.

München - Heribert Bruchhagen ist am Sonntag im "Doppelpass" auf Paul Breitner losgegangen. Edmund Stoiber plauderte derweil über das Thema Marco Reus.

Heribert Bruchhagen.

Eintracht Frankfurts Vorstandsvorsitzender Heribert Bruchhagen war am Sonntag zu Gast in "Der Volkswagen Doppelpass" bei Sport1 und hat sich unter anderem zur aktuellen Situation bei Eintracht Frankfurt geäußert. Dazu konterte er den Vorwurf von Paul Breitner, dass die anderen Vereine unfähig seien. Auch Edmund Stoiber, Aufsichtsratsmitglied beim FC Bayern München, fand Breitners Aussagen „zweifelsohne überzogen“. Ein möglicher Wechsel von Marco Reus zum FC Bayern sei weiter eine „ernsthafte Überlegung“. Bruchhagen und Stoiber sprachen auch über das vergangene Woche bekannt gewordene Fehlverhalten des BVB-Stars.


Die wichtigsten Aussagen aus der Sendung.

Heribert Bruchhagen auf Sport1 ... 


… über Paul Breitners Vorwurf, die anderen Vereine seien unfähig: „Er hat sich in die Hängematte der Wohlfühloase FC Bayern gelegt, obwohl er irgendwo anders einen Managerposten bekommen hätte. Das einzige Mal, dass er Verantwortung übernommen hat, war als Corporal im Film 'Potato Fritz'! Da hat er ein Team geführt. Es steht ihm nicht zu, das zu sagen. Er hat das überpointiert und vielleicht auch aus einer Weinlaune heraus gesagt. Paul Breitner weiß gar nicht, wie schwer es ist, beispielsweise Manager in Nürnberg zu sein.“

… über die auslaufenden Verträge von Kevin Trapp und Carlos Zambrano: „Wir haben diesen Spielern Angebote gemacht, bei denen sich die Eintracht sehr weit aus dem Fenster gelehnt hat. Wir sind sehr optimistisch, dass die Spieler die Verträge auch annehmen. Aber: Wenn einer geht, kommt ein anderer!“

… über die Krise in Dortmund: „Man reagiert auf die neue Situation ein bisschen hyperaktiv und nicht souverän genug. Das 0:1 gegen die Hertha am vergangenen Spieltag war sinnbildlich. Da konnte Julian Schieber durch die komplette Abwehr mit einem leichten Wackler spazieren. Von den zehn Niederlagen hat der BVB neunmal das Spiel dominiert. Sie konnten ihr dominantes Spiel nur nicht in Tore ummünzen. Ich bin aber überzeugt von der kämpferischen Einstellung von Jürgen Klopp. Ich bin mir sicher: In der Tabelle der Rückrunde wird Dortmund Zweiter! Es klingt jetzt blöd, aber für mich hat Borussia Dortmund gewonnen. Und zwar deswegen, wie sie in dieser schweren Situation auftreten. Dieser Zusammenhalt ist die beste Voraussetzung, die Krise zu meistern. Jürgen Klopp hat auch schon in Mainz schwere Rückschläge erlitten.“

… über das Fehlverhalten von Marco Reus: „Das war natürlich sehr unvernünftig. Aber Marco Reus muss sich auch ziemlich allein gelassen gefühlt haben. Ich frage mich: Wo waren denn die Berater, die eigentlich die Lebensplanung der Spieler organisieren sollen und damit Millionen verdienen?“ Das Ganze hat aber auch was Gutes für den BVB: Ich glaube Marco Reus ist jetzt eher geneigt dazu, seinen Vertrag zu verlängern.“

Edmund Stoiber auf Sport1 ...

… über die Krise in Dortmund: „Das Potenzial ist Champions-League-mäßig. Sie haben dort begeisternde Spiele abgeliefert. Einige Spiele sind zu Beginn unglücklich verloren gegangen. Jetzt sind sie aber insgesamt schwächer geworden. Werder Bremen ist jetzt nicht gerade ein Überflieger. Ich kann mir das vorstellen, was da passiert: Dort sind so viele Spitzenspieler und die denken, dass der Verein eigentlich ganz woanders hingehört. Jetzt verändert sich was im Kopf, jetzt kommt die Angst dazu! Mats Hummels zum Beispiel tut sich im Moment sehr schwer. Die Pause tut den Dortmundern jetzt gut. Jeder Sieg muss in der Rückrunde aber unendlich hart erarbeitet werden. Es wird ein schwieriger Balanceakt zwischen Champions League-Achtelfinale gegen Juventus Turin und Abstiegskampf in der Bundesliga werden. Diese Situation müssen sie jetzt psychologisch annehmen. Ich halte es aber für ausgeschlossen, dass der BVB da unten nicht rauskommt.“

… über das Fehlverhalten von Marco Reus: „Das ist in der Tat ein gravierendes Delikt. Das ist eine ganze bittere Angelegenheit für den Jungen und das wird auch sein Leben verändern. Er hat ja nach Ansicht der Außenwelt kein strenges Urteil bekommen. Das wirkt nach.“

… über einen möglichen Transfer von Marco Reus zu den Bayern: „Ein Transfer ist eine ernsthafte Überlegung, aber zurzeit nicht aktuell. Ein Marco Reus will aber auch mal vorne stehen.“

… über Paul Breitners Vorwurf, die anderen Vereine seien unfähig: „Das ist sicherlich nicht die Meinung des FC Bayern München. Paul Breitner ist kein Diplomat. Da hat er zweifelsohne überzogen.“

Hätten Sie's bei allen gewusst? Prominente FC-Bayern-Fans

Welche Promis drücken eigentlich dem FC Bayerndie Daumen? Die einen bekennen sich öffentlich zum Rekordmeister, bei anderen munkelt man es leiser oder lauter. Hier sehen Sie eine Auswahl. © dpa
Boris Becker ist wohl DER Bayern-Edel-Fan schlechthin. Und: Der Ex-Profi und Sandy-Ex sitzt im Verwaltungsbeirat des Rekordmeisters. © dpa
Til Schweiger ist großer Anhänger der Roten. Mit Respekt für die anderen. Einst postete er bei Facebook: "Man muss es einfach mal sagen, auch als FC Bayern-Fan: Borussia Dortmund is einfach ne saugeile Truppe, angefangen von Watzke über Klopp bis zur gesamten Mannschaft!!!! Chapeau für diese saucoole Reaktion!!!!! Ganz gross!!!! Til". Es ging seinerzeit um die Reaktion der Dortmunder auf ein YouTube-Video, in dem Bastian Schweinsteiger die Dortmunder per Gesang als "H***nsöhne" verspottet hatte. © dpa
Helmut Markwort, Chefredakteur des Nachrichtenmagazins Focus, ist Bayern-Anhänger und Mitglied des Aufsichtsrates. © dpa
Comedian Michael Mittermeier drückt den Roten die Daumen. "Ich bin ja schon als kleiner Bub ins Stadion gegangen und hab dem Beckenbauer zugejubelt. Das bleibt für immer", so Mittermeier zum Kölner Stadt-Anzeiger. © picture-alliance/ dpa
Nach seiner Wahl zum Ministerpräsidenten wurde zunächst wild spekuliert: Welchem bayerischen Club drückt Horst Seehofer am meisten die Daumen? Dann hat er sich als Bayern-Fan geoutet. © dpa
Der große Edmund Stoiber ist natürlich auch Riesenfan. © dpa
Top-Schauspielerin Veronika Ferres soll eine Rote sein. © picture alliance / dpa
Kai Pflaume moderiert zwar Fußball-Übertragungen, ist aber tief im Herzen wohl nicht ganz unparteiisch. © dpa
Sportreporter Uli Köhler (l., hier auf einem älteren Foto aus seiner Zeit bei Arena) ist eigentlich auch zur Neutralität verpflichtet. Doch sein Herz soll für den FC Bayern schlagen. © obs/arena
Eigentlich kein echter Bayern-Fan, er macht sogar mit Vorliebe Witze über die Jungs von der Säbener. Aber: Harald Schmidt hat einen Mitgliedsausweis. © dpa
Deutschlands größter Entertainer Thomas Gottschalk ist Bayern-Fan. © picture alliance / dpa
Alfons Schuhbeck kocht nicht nur für die Stars von der Säbener Straße, er drückt ihnen auch die Daumen. © picture alliance / dpa
Auch Elmar Wepper hat einen Mitgliedsausweis. © picture alliance / dpa
In der Brust von Reporterlegende Günther Koch sollen zwei Herzen schlagen: eines für den FC Bayern, eines für den 1. FC Nürnberg. © dpa
Robbie Williams soll den FC Bayern mögen und trainierte sogar mal mit. © AFP
Moterator und Mädchenschwarm Markus Kavka ist glühender Anhänger des Rekordmeisters. © dpa
Moderatorin Andrea Kiewel lässt in ihren Sendungen immer wieder ihre Begeisterung für den FC Bayern durchschimmern. © picture alliance / dpa
Das Herz von Schauspielerin Senta Berger schlägt rot. © dpa
Wenn's dem FC Bayern gut geht, geht es auch Wladimir Klitschko gut. © dpa
Willy Astor (l.) komponierte die Bayern-Hymne "Stern des Südens" - und das kommt natürlich nicht von ungefähr. © dpa
Der Münchner Tennisprofi Philipp Kohlschreiber drückt dem hiesigen Bundesligisten die Daumen. © dpa
Peter Brugger von der Band Sportfreunde Stiller kabbelt sich gerne mal mit Kollege Florian Weber. Denn Sportfreund Peter ist Bayern-Fan, Sportfreund Florian ein Sechzger. © dpa
Schauspielerin Christiane Paul ist glühende Bayern-Anhängerin. © dpa
Kerner-Gattin Britta drückt dem FC Bayern die Daumen - ihr Johannes B. vermeidet als seriöser Journalist natürlich klare Bekenntnisse. © dpa
Schauspieler Thomas Darchinger ist großer Bayern-Fan. © dpa
Das Herz des hessischen SPD-Politikers Thorsten Schäfer-Gümbel schlägt rot - politisch wie fußballerisch. © dpa
Felix Neureuther ist eng mit Bayern-Star Bastian Schweinsteiger befreundet. Logisch, dass das Ski-Ass auch eine Schwäche für die "Roten" hat. © dpa
Bernd Michael Lade stammt aus Berlin, ist "Tatort"-Kommissar in Leipzig - aber großer Bayern-Fan. © dpa
Noch zwei, die von "DSDS" bekannt sind und den Münchnern die Daumen drücken: zum einen Menowin Fröhlich. © dpa
Zum anderen Pietro Lombardi. © dpa
"Seit meiner Kindheit, da war ich jedes Wochenende bei meiner Oma und die war ganz großer Bayern-Fan", erklärte Eishockey-Ikone Stefan Ustorf gegenüber dem Tagesspiegel. © dpa
Roland Kaiser erklärt gegenüber der tz: "Ich mag den Verein aus verschiedenen Gründen. Erstens kenn ich kaum einen anderen Verein, der bisher im sozialen Bereich dermaßen aktiv war, der sich dermaßen um ehemalige Spieler bemüht und der sich so anständig verhält wie die Bayern – einige Bundesliga-Klubs würde es ohne ihre Hilfe ja nicht gar nicht mehr geben. Und zweitens spielen sie exzellenten Fußball" © dpa
Und das sind natürlich die allerprominentesten der Bayern-Fans: Die zigtausend Roten in der Allianz-Arena © picture alliance / dpa

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