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Operation nach Tritt

Schock für die Bayern: Thiago fällt lange aus

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Thiago Alcantara

München - Schlechte Nachrichten für den Triple-Sieger: Der FC Bayern München muss für längere Zeit auf Neuzugang Thiago verzichten.

Diese Nachricht ist ein Schock! Bayerns Neuzugang Thiago Alcantara hat sich beim Derby-Sieg gegen Nürnberg das Syndesmoseband gerissen. Pause: Sieben Wochen! Der Spanier wird am Montag schon operiert werden.

Mit traurigem Blick schlich Thiago nach dem Nürnberg-Spiel aus der Kabine in Richtung Auto. Die Kulturtasche unterm Arm, den Fuß mit einem dicken Druck-Kühl-Verband eingepackt. Es schien fast, als ahnte Thiago bereits, was sich bei einer Kernspintomographie bestätigte: Das Syndesmoseband, eine knorpelige Membran, die im Sprunggelenk Wadenbein und Schienbein zusammenhält, ist gerissen. Eine Verletzung, die operativ behandelt werden muss und eine relativ langwierige Reha nach sich zieht. Prognose: sieben Wochen Trainingspause.

Die Nachricht platzt in die allgemeine Jubelstimmung, die gerade bei den Bayern herrscht. Drei Spiele, drei Siege, die Mannschaft versteht den Trainer immer besser, dazu das Götze-Comeback. Und ein Franck Ribéry, dem anzumerken ist, wieviel Spaß ihm das Fußball spielen gerade macht. Dazu passend: Sein Muskel-Jubel nach dem wichtigen 1:0 gegen Nürnberg. Im Vollsprint riss sich der Franzose das Trikot vom Leib, warf es zu Boden und lief mit nacktem Oberkörper eine halbe Stadionrunde in Richtung Bayern-Bank. Dazu zeigte er seine Muskeln und schaute grimmig.

Ribéry hinterher: „Es war sehr emotional, im Derby zu treffen und es war so ein wichtiges Tor, weil die erste Hälfte so schwierig war. Deswegen bin ich zu Rafinha und Pizarro gelaufen.“ Die warteten an der Bank, sprangen aber ängstlich zur Seite, als Mucki-Franck angestürmt kam.

Die teuersten Transfers der Bundesliga

Die teuersten Transfers der Bundesliga-Geschichte

Geld regiert die Welt - und auch die Transfergeschäfte im Fußball. Klicken Sie sich durch die Rangliste der teuersten Bundesliga-Transfers (die Ablösesummen beruhen teilweise auf Schätzungen). © picture alliance / dpa
Shinji Kagawa: Der Japaner kam 2010 für 350.000 € zu Borussia Dortmund und wechselte nach zwei erfolgreichen Jahren für 16 Millionen € im Sommer 2012 zu Manchester United. © picture alliance / dpa
Luiz Gustavo: 16 Millionen € ließen sich die Wolfsburgern den Brasilianer, der beim FC Bayern kaum mehr zum Zug kam, im August 2013 kosten. © picture alliance / dpa
Evanilson (r.): Der Rechtsverteidiger wechselte im Zuge des komplizierten Amoroso-Deals zum FC Parma. Rund 17 Millionen Euro war er den Italienern wert. © picture-alliance / dpa/dpaweb
Luiz Gustavo: Wurde im Januar 2011 ohne das Wissen Ralf Rangnicks für 17 Millionen € nach München verkauft, Rangnick und Hoffenheim trennten sich kurz darauf. © picture alliance / dpa
Marco Reus: Als Borussia Dortmund im Januar 2012 den Wechsel von Marco Reus zur neuen Saison bekannt gab, hatten die Schwarz-Gelben das Tauziehen gegen den FC Bayern für sich entschieden und profitierten von Reus Ausstiegsklausel. 17,1 Millionen € erhielt Borussia Mönchengladbach. © picture alliance / dpa
Mesut Özil: Für 18 Millionen € wechselte Mesut Özil 2010 zu Real Madrid und erwies sich als richtiger Volltreffer für die Königlichen. © picture alliance / dpa
Nigel de Jong: 19 Millionen € spülte der Verkauf des Holländers an Manchester City im Januar 2009 in die Kassen des Hamburger Sportvereins; bis heute die höchste Ablöse, die der HSV je für einen Spieler bekommen hat. © picture-alliance/ dpa
Roy Makaay: Mit 19,7 Millionen € Ablöse war Roy Makaay 2003 der damalige Rekordeinkauf des FC Bayern. © picture alliance / dpa
Carlos Eduardo: Verließ die TSG Hoffenheim im Sommer 2010 für 20 Millionen € in Richtung Russland zu Rubin Kasan. © picture alliance / dpa
Emerson (l.): Wurde im Sommer 2000 vom AS Rom für umgerechnet 20 Millionen € von Bayer 04 Leverkusen losgeeist. © picture-alliance / dpa
Andre Schürrle (r.): 22 Millionen € mussten die "Blues" 2013 an Bayer 04 Leverkusen überweisen, um sich die Dienste des deutschen Nationalspielers zu sichern. © picture alliance / dpa
Kevin de Bruyne (Mitte): Mit dem jungen Belgier rüstet der VfL Wolsburg weiter auf. 22 Millionen € bezahlten die Wölfe im Januar 2014 für den belgischen Nationalspieler. © picture alliance / dpa
Manuel Neuer: Der Torwart wechselte 2011 unter lautstarken Protest vieler Bayernfans für 22 Mio € vom FC Schalke 04 an die Säbener Straße. © picture alliance / dpa
Arjen Robben: Der niederländische Flügelspieler wechselte 2009 für 24 Mio € von Real Madrid zu den Bayern. © picture alliance / dpa
Marcio Amoroso: Borussia Dortmund kaufte den Stürmer 2001 für 25 Mio € vom FC Parma. © picture-alliance / dpa/dpaweb
Owen Hargreaves (l.): Der ehemalige Münchner wechselte 2007 für eine Ablösesumme von 25 Mio € zu seinem Lieblingsclub Manchester United. © picture-alliance/ dpa
Thiago Alcantara (l.): Der Spanier folgte seinem Ex-Trainer Pep Guardiola 2013 für 25 Mio € von Barcelona an die Isar. © picture alliance / dpa
Franck Ribery: Der Flügelflitzer kam 2007 für 25 Mio € von Olympique Marseille zum FC Bayern. © picture alliance / dpa
Diego: Der offensive Mittelfeldspieler wechselte 2009 für 27 Mio € von der Bremer Weser nach Italien zu Juventus Turin. © picture-alliance/ dpa
Henrich Mchitarjan (r.): Der Götze-Ersatz kam 2013 von Schachtjor Donezk zum Championsleague-Finalisten Borussia Dortmund. © picture alliance / dpa
Mario Gomez: Der Nationalstürmer kam 2009 für die damalige Rekordsumme von 30 Mio € vom VfB Stuttgart nach München. © picture alliance / dpa
Edin Dzeko: Der ehemalige Wolfsburger verließ den Werksclub 2010 und wechselte für 37 Mio. € zu Manchester City. © picture alliance / dpa
Mario Götze: Kaum ein Wechsel schlug derart hohe Wellen in den letzten Jahren als der Transfer vom Dortmunder Youngster zu den Bayern. 37 Millionen € überwies der FC Bayern nach Dortmund. © picture alliance / dpa
Javier Martinez: Der Baske ist der bis dato teuerste Transfer in der Bundesligahistorie. Bayern München überwies 40 Millionen € an seinen Heimatclub Athletic Bilbao. © picture alliance / dpa
Toni Kroos
Toni Kroos: Der gebürtige Greifswalder wechselte nach dem WM-Sieg mit Deutschland im Juli 2014 vom FC Bayern zu Real Madrid. Angeblich 30 Millionen Euro soll der Transfer den Königlichen wert gewesen sein. © dpa

Ribéry trifft – Bayern lässt die Muskeln spielen! Es war Ribérys erstes Kopfballtor seiner Karriere. Nicht nur der Schlüssel zum Sieg, sondern auch ein gutes Omen! Immerhin wird am Donnerstag Europas Fußballer des Jahres bekannt gegeben. Eine Wahl, die Ribéry natürlich gerne gewinnen würde. Seine Konkurrenten: Lionel Messi und Cristiano Ronaldo. Für Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge kann es nur einen Sieger geben. „Ich wünsche Franck, dass er Europas Fußballer des Jahres wird, er hat es verdient. Man hat wieder gesehen, dass er Extraklasse darstellt. Es wäre schön, wenn das auch europaweit so gesehen wird und nicht nur in Deutschland. Im Grunde spricht nichts gegen ihn als Sieger“, sagte Rummenigge nach dem Nürnberg-Spiel.

Der Titel des besten Fußballers Europas – es wäre nach dem Triple auch die persönliche Krönung für einen fantastischen Fußballer. „Mit dem Kopfballtor ist er jetzt Favorit, ganz klar. Also, wenn er es jetzt nicht wird, dann weiß ich es auch nicht“, sagte Bastian Schweinsteiger.

Zuvor aber werden die Bayern versuchen, den Dortmundern zumindest kurzfristig die Tabellenführung wieder abzuknöpfen: Am Dienstag (Anstoß: 18.30 Uhr) steht das wegen des Supercups vorgezogene Bundesligaspiel in Freiburg auf dem Programm. „Die haben jetzt Unentschieden gespielt – das war wichtig für sie nach ihren zwei Schlappen. Und sie werden versuchen, am Dienstag nachzulegen. Aber wir wollen gewinnen und mit zwölf Punkten aus vier Spielen starten“, sagt Rummenigge. Verteidiger Jerome Boateng prognostiziert: „Das wird ein hartes Stück Arbeit, Freiburg wird tief stehen. Wir müssen versuchen, schneller den Ball zu bewegen und zu Torchancen zu kommen.“ Und genau dafür haben sie ja einen Mann: Franck Ribéry.

jj, tos, thi

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