Prozessdauer entsprach Sachlage

Hoeneß-Prozess: "Keine politische Einflussnahme"

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Im Fall Uli Hoeneß gab es laut Münchner Staatsanwaltschaft keine politische Einflussnahme.

München - Die Münchner Staatsanwaltschaft hat erneut die schnelle Abwicklung des Verfahrens gegen Steuersünder Uli Hoeneß und den Verzicht auf Revision verteidigt.

„Die Terminierung auf vier Tage entsprach der Sachlage“, sagte der Sprecher der Behörde, Ken Heidenreich, am Mittwoch der dpa. Bei dem Prozess sei durch die geplante Befragung von nur wenigen geladenen Zeugen keine längere Dauer zu erwarten gewesen.

Hoeneß war vom Münchner Landgericht wegen Steuerhinterziehung in Millionenhöhe zu einer Haftstrafe von dreieinhalb Jahren verurteilt worden. Der 62-Jährige war danach von seinen Ämtern als Präsident und Aufsichtsratschef des FC Bayern München zurückgetreten und hatte auf Rechtsmittel gegen das Urteil verzichtet.

Heidenreich betonte, dass die Staatsanwaltschaft unabhängig entschieden habe, keine Revision einzulegen. „Es gab keine politische Einflussnahme“, sagte er. „Das ist unser Verfahren, dann entscheiden auch wir.“

Heidenreich schloss erneut eine Verwicklung des FC Bayern in die Hoeneß-Affäre aus. „Woher das Geld kam, haben wir komplett geklärt. Es bestand von Anfang an kein Bezug zum FC Bayern“, sagte er mit Blick auf Berichte über Details zum Konto von Hoeneß in der Schweiz und die Herkunft der Gelder.

dpa

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