Erster FIFA-Boss, der vor ein US-Gericht muss

FIFA-Skandal: Figueredo soll ausgeliefert werden

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FIFA-Funktionär Eugenio Figueredo.

Zürich - Von den sieben im Rahmen des FIFA-Skandals in Zürich verhafteten Verdächtigen wird nun der erste in die USA ausgeliefert: Uruguays Eugenio Figueredo.

Die Schweizer Behörden haben im Zuge des FIFA-Skandals dem Auslieferungsantrag der US-Justiz für Eugenio Figueredo (Uruguay) zugestimmt. Der frühere Vizepräsident des Weltverbands sowie des südamerikanischen Kontinentalverbands CONMEBOL ist damit der erste der sieben in Zürich verhafteten Verdächtigen, der zwangsweise in die USA überstellt wird.

Dem 83-Jährigen wird vorgeworfen, „beim Verkauf von Marketingrechten für die Copa America der Jahre 2015, 2016, 2019 und 2023 von einem uruguayischen Sportvermarktungsunternehmen Bestechungsgelder in Millionenhöhe angenommen zu haben“, teilte das Bundesamt für Justiz (BJ) am Donnerstag mit. Zudem soll sich Figueredo „in den Jahren 2005 und 2006 namentlich durch die Verwendung von gefälschten medizinischen Gutachten die US-Staatsbürgerschaft erschlichen“ haben.

Auch Webb stimmt Auslieferung zu 

Zuvor hatte FIFA-Vizepräsident Jeffrey Webb (Kaimaninseln) seiner Auslieferung freiwillig zugestimmt und gilt in den Korruptionsermittlungen der US-Behörden als möglicher Kronzeuge. Insgesamt stehen 14 Verdächtige auf der US-Liste. 

Die Vorwürfe gegen Figueredo, der „durch die Annahme von Bestechungsgeldern für die Vergabe von Sportmarketingverträgen den Wettbewerb massiv beeinflusst“ habe, seien auch nach schweizerischem Recht strafbar, gab das BJ bekannt. Daher seien sämtliche Voraussetzungen für eine Auslieferung erfüllt. Eine mögliche Beschwerde des Verdächtigen beim Bundesstrafgericht muss innerhalb von fünf Tagen beim BJ angekündigt werden.

sid

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