Auch Kanzlerin bleibt hart

WM am Arbeitsplatz: Der Chef bestimmt die Regeln

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Mit diesem Outfit zur Arbeit kommen? Das ist dann doch eher nicht ratsam...

Berlin - Dekorationen in Schwarz-Rot-Gold und Tippspiele mit den Kollegen: Während der Fußball-WM in Brasilien müssen Fans beim Mitfiebern am Arbeitsplatz einiges beachten.

Selbst die fußballbegeisterte Kanzlerin Angela Merkel bleibt während der WM hart. Ob denn ihre Angestellten auf „WM-frei“ während des Turniers in Brasilien hoffen dürften, wurde die CDU-Politikerin gefragt. Doch in ihrer Funktion als Chefin sagte die 59-Jährige Nein - wenn auch freundlich verpackt und etwas umständlich formuliert.

„Wegen der Zeitverschiebung laufen die Spiele ja eher am deutschen Abend, da wird das eine oder andere Spiel sicher sowieso problemlos zu sehen sein“, sagte die CDU-Politikerin in der vergangenen Woche in einem Interview.

WM-Extrawürste gibt es im Kanzleramt also nicht. Und auch alle anderen Arbeitnehmer müssen auf das Wohlwollen ihrer Chefs hoffen. Denn die geben auch während des wichtigsten Fußballturniers der Welt die Regeln vor. Das gilt sogar für schwarz-rot-goldene Fan-Utensilien am Arbeitsplatz.

„Ein Recht auf private Dekoration am Arbeitsplatz gibt es für Arbeitnehmer nicht“, erklärt Swen Walentowski vom Deutschen Anwaltverein: „Als Eigentürmer der Räumlichkeiten kann der Arbeitgeber das Schmücken des Arbeitsplatzes untersagen.“ Ein Ignorieren könnte sogar schwere Folgen haben: Schlimmstenfalls kann sogar eine Abmahnung drohen.

Ohnehin gilt generell: Sobald die Arbeit beeinträchtigt wird, kann der Chef eingreifen - auch wenn das nur das letzte Mittel sein sollte. Abhilfe können allerdings Sondervereinbarungen zwischen Geschäftsführung und Betriebsrat schaffen. Darin können dann auch abweichende Regelungen zu den sonstigen Gepflogenheiten im Büro festgelegt werden.

Das sind die WM-Trikots der 32 Teilnehmer

Das sind die WM-Trikots der 32 Teilnehmer

Luiz Gustavo präsentiert das neue Trikot der brasilianischen Nationalmannschaft. Es ist wie immer in der klassischen Kombination gelb-blau-weiß mit grünen Akzenten gehalten. © Nike
Klassisch in rot-weißem Karo-Muster tritt die kroatische Nationalmannschaft um Bayern-Stürmer Mario Mandzukic an. Neu sind dabei die komplett in Rot gehaltenen Ärmel. © Nike
Kroatiens Ausweichtrikot ist dagegen in blau gehalten. Lediglich auf den Schultern verläuft ein rot-weißes Karo-Muster. © Nike
Bei den Mexikanern wird es zackig. Das grüne Heimtrikot... © Adidas
... und auch das rote Auswärtstrikot fallen einem durch zackenförmige Akzente ins Auge. © Adidas
Die "unzähmbaren Löwen", wie die Spieler Kameruns genannt werten, tragen ihr Wappentier auch auf dem Trikot. Sowohl beim grünen Heim-, als auch beim gelben Auswärtsdress sind der Spitzname des Teams und der Löwe eingarbeitet. © Puma
Ganz in rot geht die spanische Nationalmannschaft die Mission "Titelverteidigung" in Brasilien an. © Adidas
Ungewohnt kommt hingegen das neue Auswärtstrikot der Spanier daher. In schwarz-grün ist die "Furia Roja" (Rote Furie) noch nie aufgelaufen. © Adidas
Klassisch angehaucht ist auch das neue WM-Trikot der Niederlande. Im traditionellen orange gehalten wurde beim Logo die klassische Ausführung in weiß auf das Jersey gestickt. © Nike
In rot-blauer Kombination tritt die Nationalmannschaft Chiles an. 2014 tritt "La Roja" bereits zum neunten Mal bei einer WM-Endrunde an. © Puma
Die "Socceroos" aus Australien präsentieren sich wie immer in gelb-grünen Heimtrikots. © Nike
Auswärts dagegen spielen die Kicker aus "Down Under" ganz in Dunkelblau. © Nike
Die erste WM-Teilnahme seit 16 Jahren werden die Spieler der kolumbianischen Nationalmannschaft in gelben Heimtrikots bestreiten. © Adidas
Ob Superstar Radamel Falcao nach seinem Kreuzbandriss wieder rechtzeitig fit wird, steht in den Sternen. Alternativ können die "Los Cafeteros" auch in roten Dressen auflaufen. © Adidas
Den Ausrüster gewechselt hat Griechenland, die Farben blieben aber gleich. Die Spielkleidung liefert nicht mehr Adidas, sondern Nike. Die Hellenen treten entweder komplett in weiß oder komplett in blau an. © Nike
Wie gewohnt in orangem Gesamtoutfit tritt das Team der Elfenbeinküste mit Yaya Touré an. © Puma
Auswärts tragen "die Elefanten" dagegen ein sattes Grün. © Puma
Der ehemalige Dortmunder Shinji Kagawa im blauen Trikot der japanischen Nationalmannschaft. © Adidas
Beim Auswärtstrikot setzen die Japaner auf ein giftiges Grün. © Adidas
Der zweimalige Weltmeister Uruguay trägt himmelblau, kombiniert mit schwarzen Hosen. © Puma
Als Ausweichjersey steht den Urus eine komplett weiße Garnitur zur Verfügung. © Puma
Die "Ticos", wie die Nationalelf von Costa Rica genannt wird, tritt in roten Hemden mit blauem Querstreifen an. Kombiniert wird es mit blauen Hosen und weißen Stutzen. © AFP
England wechselte 2013 nach 59 Jahren den Ausrüster. Statt von Umbro werden die "Three Lions" nun von Nike eingekleidet. Das Heimtrikot erinnert ein wenig an das deutsche Weltmeister-Jersey von 1974. © Nike
Auswärts treten die Engländer wie gewohnt in roten Trikots an. © Nike
Der Vize-Europameister von 2012 präsentiert sich wie immer in Azurblau: Italiens Heimtrikot zieren ein Knopfkragen und weiße Streifen an den Seiten. Das Auswärtstrikot ist mit blauen Nadelstreifen auf weißem Grund versehen. © AFP
Das Team der Schweiz tritt in roten Trikots und weißen Hosen in Brasilien an. Markant: Das schweizer Kreuz ist in etwas hellerem Rot in das Trikot integriert. © Puma
Alternativ treten die Schweizer mit umgekehrter Farbaufteilung an: Weißes Trikot, rote Hosen, weiße Stutzen. © Puma
Das Trikot der Nationalmannschaft lehnt sich an die Farben der Nationalflagge des Landes an: gelb-blau-rot. © AFP
In sehr schlichten Trikots wird die französische Nationalmannschaft in Brasilien auf dem Platz stehen. © Nike
Sollte die "Équipe Tricolore" nicht in blauen Dressen auflaufen können, so agiert sie in diesen weißen Jersey mit grauen Querstreifen. © NIKE
Ganz in weiß mit einem großen blauen "H" auf der Brust spielt das Team aus Honduras. Erst zu dritten mal (nach 1982 und 2010) sind die "Catrachos" bei einer WM mit dabei. © AFP
Ezequiel Lavezzi und Lionel Messi präsentieren das neue Heimtrikot der argentinischen Nationalmannschaft. Am klassischen hellblau-weiß-gestreiften Design hat sich nicht viel verändert. Lediglich ein leichter Farbverlauf in den blauen Balken ist neu. © Adidas
Das Auswärtstrikot der "Gauchos" ist in verschiedenen dunkelblau Tönen gestaltet. Die Streifen sind hierbei im Gegensatz zum Heimtrikot quer angeordnet. © Adidas
Erstmals präsentiert sich Bosnien und Herzegowina auf der WM-Bühne. Die Drachen, wie das Team genannt wird, spielen in blauen Trikots mit weißen Applikationen an Kragen, Ärmel und Hosen. © AFP
Die iranische Nationalmannschaft läuft in Trikots des Herstellers uhlsport auf. Auffallend ist der Leopardenkopf unterhalb des Wappens. © AFP
Auch auf den roten Auswärtstrikots lässt sich der Leopard erkennen. © AFP
Die Nationalmannschaft Nigerias läuft in grünen Heimtrikots auf. © Adidas
Als Alternative besitzen die "Super Eagles" einen weiß-grünen Trikotsatz. © Adidas
Das Trikot der deutschen Nationalmannschaft überrascht mit einem Brustring in verschiedenen Rottönen. Zudem wurde der schwarze Anteil am Trikotsatz reduziert. © picture alliance / dpa
Das alte grüne Auswärtstrikot weicht für die Weltmeisterschaft dem neuen, rot-schwarz gestreiften. Eine etwas gewöhnungsbedürftige Kombination... © picture alliance / dpa
Modern mutet das neue Trikot an, in dem Weltfußballer Cristiano Ronaldo und seine portugisische Auswahl auflaufen werden. Das Leibchen besticht durch einen raffinierten Rot-Verlauf von den Schultern zum Bauch. © Nike
Die "Black Stars" aus Ghana spielen ganz in weiß. Auffällig ist das Muster in den Nationalfarben auf den Schultern und am Ärmel. © Puma
Als weißes Ballett reisen die USA nach Brasilien. Ohne große Schnörkel oder Akzente präsentieren sich die Amerikaner bei der WM. © NIKE
Auswärts treten die US-Boys dagegen dreifarbig an. Das Trikot ist in einen roten, einen weißen und einen roten Abschnitt aufgeteilt, während Hose und Stutzen komplett in Rot gehalten sind. © Nike
Erstmals seit 2002 nimmt Belgien wieder an einem großen Fußball-Turnier teil. Die "roten Teufel" treten entsprechend ihres Spitznamens komplett in Rot an. © AFP
Ganz in weiß oder in hellgrün spielt das algerische Nationalteam. © PUMA
Im weinroten Dress wird die "Sbornaja", die russische Nationalmannschaft, bei der WM in Brasilien auflaufen. © Adidas
Der Übergang von blau zu weiß beim Auswärtstrikot der Russen erinnert leicht an Gletscher- oder Polareis. © Adidas
Rotes Trikot gepaart mit einer blauen Hose und roten Stutzen. In diesem Outfit wird die südkoreanische Nationalmannschaft in Brasilien auftreten. © NIKE
Als Ausweichoutfit haben die Südkoreaner diese weiße Kombo im Gepäck. Dabei ist der rechte Ärmel mit einem roten, der linke Ärmel mit einem blauen Ring abgesetzt. © Nike

Das gilt speziell für das Mitfiebern mit der DFB-Auswahl am Fernseher. Aber auch schon das weitverbreitete Tippspiel mit den Arbeitskollegen birgt Risiken. Generell sind die zwar erlaubt, rein rechtlich aber nur in den Pausen. Bei Online-Wetten gibt es zudem noch weitere Dinge zu beachten. Nur wenn der Arbeitgeber der privaten Internetnutzung zugestimmt hat, dürfen Tipps abgegeben werden. Ebenfalls aber nur in Pausen.

Auf lockerere Regeln dürfen dagegen Schüler in einigen deutschen Bundesländern hoffen. Teilweise erlauben deren Bildungsministerien ihren Schulen, selbstständig während der WM über den Unterrichtsbeginn zu entscheiden. Und so beispielsweise am Tag nach einem Deutschlandspiel erst mit Verspätung in den Tag zu starten.

Zu diesen Bundesländern gehört auch Sachsen, doch ausgerechnet die Schüler das Sportgymnasium Dresden, eine „Eliteschule des Sport“, werden von diesen Freiheiten nicht profitieren können. „Wir haben uns zwar Gedanken über das Thema Fußball-Weltmeisterschaft gemacht, aber Verschiebungen kommen nicht infrage“, sagte Leiterin Ulrike Becker der Sächsischen Zeitung.

„Unsere Schüler sind Leistungssportler. Da stehen der eigene Sport und das Training absolut im Vordergrund.“ Allerdings sei eine Verschiebung von Klassenarbeiten möglich: „Das muss ja nicht in der ersten Stunde an einem Tag nach einem Spiel sein.“

SID kd rd

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