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Hrubesch nach Italien-Test: «Liechtenstein hilft nicht»

Horst Hrubesch konnte wertvolle Erkenntnisse gewinnen. Foto: Bernd Thissen
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Horst Hrubesch konnte wertvolle Erkenntnisse gewinnen. Foto: Bernd Thissen

Die deutschen U21-Fußballer haben schon mal einen Vorgeschmack auf die EM-Endrunde bekommen. Gegen Rekord-Europameister Italien rettete Leitner das Remis.

Paderborn (dpa) - Das war so recht nach dem Geschmack von Horst Hrubesch. Knapp drei Monate vor der U21-Europameisterschaft war sein seit einem Jahr unbesiegtes Team richtig gefordert und stemmte sich beim 2:2 (0:1) gegen Italien erfolgreich gegen eine drohende Niederlage.

«Ich bin doch froh, dass wir gegen so starke Mannschaften spielen. Ein 8:0 gegen Liechtenstein hilft uns nicht weiter», sagte der DFB-Coach nach dem ersten von zwei Testspielen vor der Endrunde der Fußball-EM im Juni in Tschechien. Am Montag folgt dann Härtetest Nr. 2 in Middlesbrough gegen England.

Danach bleibt Hrubesch nur noch ein einwöchiges Trainingslager in Österreich unmittelbar vor dem kontinentalen Turnier, bei dem die deutsche Mannschaft ihre Vorrundenspiele gegen Serbien, Dänemark und Gastgeber Tschechien in Prag austragen wird.

Der Coach hat für die 23 Plätze im EM-Kader jetzt schon 29 bis 30 Spieler im Auge. «Ich wollte dem ein oder anderen noch mal die Chance geben, sich über 90 Minuten zu zeigen», erklärte der Coach. Da war der EM-Zweite von 2013 ein guter Maßstab. «Die Italiener sind unbequem, da muss man Vollgas spielen und was riskieren», sagte Hrubesch.

Das setzte sein Team vor mehr als 11 000 Zuschauern in Paderborn auch frühzeitig um. Doch in Führung gingen die Gäste zweimal durch Marcello Trotta (38.) und Simone Verdi (78.). Bis dahin hatte trotz einiger guter Möglichkeiten für die deutschen Nachwuchs-Kicker lediglich Leonardo Bittencourt zum 1:2 getroffen. Mit einem verwandelten Foulelfmeter fünf Minuten vor Schluss verhinderte Moritz Leitner in seinem 22. U21-Länderspiel eine Auftaktniederlage im EM-Jahr.

«Unter dem Strich haben wir vieles umgesetzt und auch spielerische Lösungen gesucht. Das war eine gute Erfahrung», befand Kaiserslauterns Abwehrspieler Willi Orban. Auch Weltmeister Matthias Ginter, der fest eingeplant ist für die EM, war mit dem Test zufrieden. «Ich bin gut ins Spiel gekommen. Wir haben's am Anfang auch gut gemacht», sagte der BVB-Profi, der schon 2013 in Israel bei der U21-EM dabei war.

In England werden dann auch die Auslandsprofis wie Marc-André ter Stegen oder Emre Can zum Einsatz kommen. Sein Debüt feierte am Freitag der beim FC Arsenal unter Vertrag stehende Serge Gnabry, der eine Halbzeit auf der linken Seite agieren durfte. Allerdings wirkte er noch recht zurückhaltend. «Er war lange verletzt. Mal sehen, ob wir das bis zur EM hinbekommen», meinte Hrubesch.

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