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IAAF-Präsident Coe beendet Beratertätigkeit für Nike

IAAF-Präsident Sebastian Coe beendet seine langjährige Tätigkeit als Berater von Nike. Foto: Franck Robichon
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IAAF-Präsident Sebastian Coe beendet seine langjährige Tätigkeit als Berater von Nike. Foto: Franck Robichon

Sebastian Coe gibt auf - zumindest seine Beratertätigkeit für den Sportartikel-Giganten Nike. Der IAAF-Chef zog damit die Konsequenzen aus seiner umstrittenen Doppelrolle: Denn der Standort Eugene, wo 2021 die Leichtathletik-WM stattfindet, ist eng verbunden mit Nike.

Monte Carlo (dpa) - IAAF-Chef Sebastian Coe wird seine langjährige Tätigkeit als Berater des Sportartikel-Herstellers Nike beenden, teilte der Brite am 26. November nach einer Councilsitzung des Leichtathletik-Weltverbandes IAAF in Monte Carlo mit.

Der neue IAAF-Präsident war wegen seines langjährigen Nike-Vertrages immer mehr in die Kritik geraten. «Ich bin von meiner Botschafter-Funktion mit Nike zurückgetreten», erklärte der 59-Jährige auf einer Pressekonferenz. «Der gegenwärtige Geräuschpegel wegen dieser Rolle ist nicht gut für die IAAF und nicht gut für Nike.»

Auslöser für Coes Entscheidung dürfte die umstrittene Vergabe der WM 2021 an die US-Stadt Eugene sein. Die Weltmeisterschaften waren im April dieses Jahres vom Weltverband - ohne vorheriges Bewerbungsverfahren - Eugene zugesprochen worden.

Einen Tag vor der Sitzung des Councils hatte der Präsident des schwedischen Verbandes, Björn Eriksson, eine Untersuchung der umstrittenen WM-Vergabe gefordert. «Das stinkt und muss untersucht werden», sagte Eriksson.

Treibende Kraft für die Eugene-Entscheidung war der damals noch amtierende IAAF-Präsident Lamine Diack. Nach Meinung von Eriksson gibt es in diesem Fall aber auch «sehr gute Fragen an Sebastian Coe». Denn der damalige Stellvertreter von Diack arbeitete seit Jahren als Berater für den Sportartikel-Giganten Nike, der wiederum sehr eng mit dem Standort Eugene verbunden ist. «Ich habe für niemanden Lobby-Arbeit betrieben», versicherte Coe in der BBC.

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